Über den Ort
Der eigentliche Schmiedenhof wurden 1662 von dem Amtinspektor Joachim Schmidt erbaut. Ein späterer Eigentümer, der Landrat von Jügert vergrößerte 1727 das Grundstück des Hofes und 1793 wurde dann das Sandsteinportal mit dem markanten eisernen Torgitter errichtet. In dieser Zeit wurden wahrscheinlich auch die wunderschönen barocken Elemente an der restlichen Fassade hinzugefügt.
Im 20. Jahrhundert war hier eine Gärtnerei und heute residiert in dem Gebäude das Bau- und Umweltamt der Stadt Schleswig.
Einleitung
Sandstein ist ein klastisches Sedimentgestein, das überwiegend aus Quarzkörnern besteht. Zwischen den Körnern befindet sich Bindemittel (z. B. Kalk, Ton oder Eisenoxide) und Porenraum. Diese Eigenschaften bestimmen maßgeblich, wie ein Sandstein verwittert.
An diesem Bauwerk können wir heute beobachten, wie die Natur versucht, den Stein wieder in seine ursprünglichen Bestandteile zu zerlegen. Unterschiede in Porosität, Bindemittel und chemischer Zusammensetzung führen zur sogenannten differenziellen Verwitterung.
An den Blöcken dieses Portals erkennt man sehr deutlich feine, parallele Linien. Das ist die Schichtung. Sie entsteht, weil sich das Material in verschiedenen Phasen abgelagert hat. Jede Linie stellt quasi eine "Momentaufnahme" der damaligen Umweltbedingungen dar. Idealerweise liegen die Schichten horizontal (wie sie in der Natur abgelagert wurden), um die Stabilität zu erhöhen.