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Sandstein - mehr als nur "ein Stein" EarthCache

Hidden : 05/07/2026
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


 Sandstein – mehr als nur „ein Stein“

Dem Zahn der Zeit am historischen Torbogen auf der Spur

Über den Ort

Der eigentliche Schmiedenhof wurden 1662 von dem Amtinspektor Joachim Schmidt erbaut. Ein späterer Eigentümer, der Landrat von Jügert vergrößerte 1727 das Grundstück des Hofes und 1793 wurde dann das Sandsteinportal mit dem markanten eisernen Torgitter errichtet. In dieser Zeit wurden wahrscheinlich auch die wunderschönen barocken Elemente an der restlichen Fassade hinzugefügt.

 

Im 20. Jahrhundert war hier eine Gärtnerei und heute residiert in dem Gebäude das Bau- und Umweltamt der Stadt Schleswig.

 

 

Einleitung

Sandstein ist ein klastisches Sedimentgestein, das überwiegend aus Quarzkörnern besteht. Zwischen den Körnern befindet sich Bindemittel (z. B. Kalk, Ton oder Eisenoxide) und Porenraum. Diese Eigenschaften bestimmen maßgeblich, wie ein Sandstein verwittert.

An diesem Bauwerk können wir heute beobachten, wie die Natur versucht, den Stein wieder in seine ursprünglichen Bestandteile zu zerlegen. Unterschiede in Porosität, Bindemittel und chemischer Zusammensetzung führen zur sogenannten differenziellen Verwitterung.

An den Blöcken dieses Portals erkennt man sehr deutlich feine, parallele Linien. Das ist die Schichtung. Sie entsteht, weil sich das Material in verschiedenen Phasen abgelagert hat. Jede Linie stellt quasi eine "Momentaufnahme" der damaligen Umweltbedingungen dar. Idealerweise liegen die Schichten horizontal (wie sie in der Natur abgelagert wurden), um die Stabilität zu erhöhen.

Historischer Torbogen
Abbildung 1: Beobachtungsobjekt

Geologischer Hintergrund

Folgende Faktoren beeinflussen das Erscheinungsbild des Steins über die Jahre:

  • Kornmaterial: Quarz ist sehr hart, feineres Material dazwischen kann deutlich weicher sein.
  • Bindemittel: Kalk oder Ton sind anfälliger für chemische Lösung; Eisenoxide können die Festigkeit lokal erhöhen.
  • Porosität: Über Poren zirkuliert Wasser, transportiert gelöste Stoffe und ermöglicht Frost- oder Salzsprengung.

Härtezonen & Schalen

Einzelne dunklere, leicht erhabene Partien stehen häufig als Härtezonen über. Sie spiegeln mineralogische Unterschiede wider, die bereits bei der Entstehung angelegt wurden. Zudem führt die Witterung zur Schalenverwitterung, bei der sich dünne Platten parallel zur Oberfläche ablösen.

Es ist gar nicht so einfach, natürliche Härtezonen von verwitterten Steinmetz-Details (z. B. Reliefs, Wappen oder Knöpfen) zu unterscheiden. Ein kleiner Hügel im Stein könnte beides sein.

Achte auf die Anordnung: Folgen die Erhebungen einer geometrischen Form oder einer erkennbaren Linie? Dann ist es oft menschlichen Ursprungs. Geologische Härtezonen folgen eher der ursprünglichen Schichtung des Sediments oder treten unregelmäßig als Flecken auf.

Verwitterungsprozesse erkennen

Nutze deine Beobachtungen und die Grafik, um die Zerfallserscheinungen zuzuordnen:

Verwitterungsprozesse
 

Logging-Aufgaben

Bitte beantworte die Fragen anhand deiner Beobachtungen. Sende die Antworten über das Profil, bevor du loggst.

  1. Oberflächenformen: Beschreibe eine konkrete Stelle (z. B. einen Block). Wie wirkt die Oberfläche – glatt, rau, schuppig oder abgeblättert? Welche Verwitterungsformen erkennst du?
  2. Härtezonen: Finde eine Stelle, an der ein Bereich erhaben steht. Woran erkennst du, dass er widerstandsfähiger ist als seine Umgebung?
  3. Farbe & Material: Welche Farbunterschiede fallen dir auf? Welche Rückschlüsse ziehst du daraus auf das Material oder Bindemittel?
  4. Analyse: Warum verwittern die Steine ungleichmäßig? Erkläre dies mit eigenen Worten unter Nutzung von zwei Faktoren (z.B. Porosität, Bindemittel, Lage).
  5. Verlaufen die Schichten vor Ort horizontal oder vertikal? Was denkst du, warum ist das so?
  6. Pflichtfoto: Mache ein Foto von dir oder einem persönlichen Gegenstand vor der Fassade.

Sicherheit & Rücksicht: Die Fassade ist denkmalgeschützt. 

Quellen & Referenzen:

  • • LBEG Niedersachsen – Geologische Informationen zu Sandstein.
  • • DGGV – Grundlagenmaterial zu Verwitterung.
  • • Tucker, M. E.: Sedimentary Rocks in the Field.
  • • Wikipedia – Artikel zu „Verwitterung“, „Sandstein“, „Liesegang-Ringe“.
  • • Grafik: erstellt mit KI Unterstützung. Foto: eigenes Archiv 
Viel Spaß bei der geologischen Spurensuche!

Additional Hints (No hints available.)