Der Königlich-Sächsische Stationsstein in Plauen-Reißig ist ein historisches Zeugnis der sächsischen Verkehrsgeschichte aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er befindet sich im Plauener Ortsteil Reißig an der Ecke Reußenländer Straße / Pfaffengutstraße.
Das königlich-sächsische Postmeilensystem ist die Weiterentwicklung des historischen kursächsischen Postmeilensystems und entstand nach der Neudefinition der sächsischen Meile im Jahr 1840.
Das Königreich Sachsen legte 1840 eine neue Meile fest.
Eine sächsische Postmeile entsprach nun exakt 7,5 Kilometern.
Bis dahin galt die alte kursächsische Postmeile mit 9,062 Kilometern.
Die Steine markierten Entfernungen entlang der Poststraßen, oft ausgehend von zentralen Stationen, und dienten auch als Fixpunkte für die Landvermessung.
Von den Königlich-Sächsischen Meilensteinen, die auch als Wegweiser dienten, gibt es fünf verschiedene Typen:
- Stationssteine (an Ausgangs- und Endpunkten von Postkursen)
- (Ganz-)Meilensteine (am Straßenverlauf)
- Halbmeilensteine (zwischen Meilensteinen, ohne Orts- und Entfernungsangaben)
- Abzweigsteine (zur Kennzeichnung abzweigender Routen)
- Grenzübergangssteine (auf der Landesgrenze)
1875 trat das Deutsche Kaiserreich der Pariser Meterkonvention bei.
Von nun an stellte man Kilometersteine auf.
Viele ehemalige Meilensteine wurden nach dem neuen Kilometermaß "umfrisiert" und umgesetzt, so auch der im Plauener Ortsteil Reißig.
Der original Standort war an der alten Elsterbrücke in Plauen.
An der alten Elsterbrücke standen gleich zwei Stationssteine, einer auf der rechten Straßenseite (stadtauswärts) für die Kurse 192 nach Hof und 193 nach Oelsnitz und Adorf.
Auf der linken Seite der andere Stationsstein für die Kurse 185 nach Auerbach, 186 nach Lengenfeld und 290 nach Reichenbach.
Nach 1875 wurde ein Stationsstein als Wegweisersäule umgestaltet und im Ortsteil Reißig aufgestellt.
2016 wurde der Stationsstein im Auftrag der Stadtverwaltung Plauen saniert.
Der Stein in Plauen-Reißig ist einer der wenigen, die man aus konservatorischen Gründen in ihrem "zweiten Gewand" belassen hat.
Die ursprüngliche Beschriftung des Steins hatte nur am ursprünglichen Platz, an der Elsterbrücke, wirklich Sinn gemacht.
Mit der neuen Kilometer Entfernung hatten die Meilensteine ausgedient.
Viele bekamen an anderen Plätzen als Kilometerstein ein zweites Leben.
Alle Steine die die Zeiten überdauert haben, stehen unter Denkmalschutz und werden von der Forschungsgruppe "Kursächsische Postmeilensäulen e.V." in Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden sachsenweit betreut.
Quelle: Wiki und Vogtland-Anzeiger
Schaut Euch den Stationsstein genau an und ermittelt folgende Werte:
A = Anzahl der Kronen am Stein
B = auf wievielen Seiten des Steins stehen Entfernungsangaben
Auf einer Seite befindet sich ein Höhenvermessungspunkt, darauf stehen zwei Buchstaben, die wandelt Ihr nach dem bekannten Prinzip in Zahlen um,
C = erster Buchstabe
D = zweiter Buchstabe
Mit der folgenden Formel könnt Ihr die Koords für das Finale errechnen:
N 50° 31. C-1 || AxD+B und E 012° 08. C || A-2 || D-C-B
Viel Spaß wünscht
auge 2865
Bitte nicht direkt am Stationsstein Parken!!!