Im 19. Jahrhundert, als das heutige rote Backstein‑Rathaus noch ganz neu war, soll der Bürgermeister stolz verkündet haben:
„Nun haben wir endlich ein Haus, das größer ist als alle Probleme!“
Leider stellte sich heraus, dass die Probleme schneller wuchsen als die Mauern. Schon kurz nach der Eröffnung musste man im Dachgeschoss zusätzliche Aktenregale einbauen – und die Feuerwehr beschwerte sich, dass sie beim Löschen „erst mal die Bürokratie durchblättern“ müsse.
Ein weiterer Klassiker: In den 1920ern soll ein Storkower Bürger versehentlich seine Ziege im Rathausgarten angebunden haben, weil er dachte, das sei der neue Viehmarkt. Die Ziege fraß prompt die frisch gepflanzten Rosen der Stadtverwaltung – seitdem heißt der kleine Grünstreifen vor dem Rathaus im Volksmund „Ziegenbeet“.
