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Feuerstein am Brodtner Steilufer đŸ”„đŸȘš EarthCache

Hidden : 5/17/2026
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Feuerstein am Brodtner Steilufer

Deine Aufgabe(n)

1. Suche dir einen Feuerstein deiner Wahl und beschreibe anhand der im Listing genannten Fachbegriffen deinen Fund.

2. Kannst du Fossilien im Gestein erkennen? (Falls du keine finden solltest: Warum könnten Fossilien im Gestein vorkommen?)

3. Kannst du Mineralien im Gestein erkennen?

4a). Ist die OberflÀche rau/glatt/scharf? Warum könnte die OberflÀchenbeschaffung so sein?

4b). Streiche mit dem Finger ĂŒber die weiße Außenschicht und danach ĂŒber das glatte, dunkle Innere des Steins. Wie fĂŒhlt sich der Unterschied an? ErklĂ€re mit eigenen Worten, warum die weiße Schicht diese Struktur hat.

5. Warum findet man gerade hier ein erhöhtes Vorkommen der Feuersteine vor? 

6. Mache ein Foto von deinem Fund am Brothner Steilufer (!) zusammen mit Dir, deiner Hand, GPS oder Nickname 😁 

... und sende mir die Antworten an das Message Center! Du darfst sofort loggen 😉

Feuerstein

Feuerstein kennt eigentlich jeder. In der Steinzeit war er das absolute High-Tech-Material fĂŒr messerscharfe Klingen und Pfeilspitzen. Doch wie entsteht dieser extrem harte Stein eigentlich mitten in weicher Kreide oder im Sand? Und warum sieht er manchmal pechschwarz, mal braun und außen fast immer kreideweiß aus? Das schauen wir uns hier am Brothner Steilu

Entstehung 

 

Das Entstehen von Feuersteinen ist ein faszinierendes PhÀnomen der Erdgeschichte. Es fand meistens vor rund 70 bis 100 Millionen Jahren in der Kreidezeit statt, als weite Teile Europas von einem warmen Meer bedeckt waren.Die Entstehung lÀuft in vier Hauptschritten ab:

 

Die Rohstoff-Quelle: Im kreidezeitlichen Meer lebten unzÀhlige winzige Organismen wie Kieselalgen (Diatomeen) und KieselschwÀmme. Ihre Skelette bestanden nicht aus Kalk, sondern aus amorpher (strukturloser) KieselsÀure ***SiO2***.

 

Das Auflösen: Nach dem Absterben der Organismen sanken ihre Skelette zu Boden. Im Laufe der Zeit wurden sie im kalkhaltigen Schlamm begraben. Unter dem Druck der darĂŒberliegenden Schichten löste sich die KieselsĂ€ure im Meerwasser auf, das durch das Sediment sickerte. Es entstand eine konzentrierte Porenlösung.

 

Die VerdrÀngung (Verkieselung): Diese kieselsÀurereiche Lösung wanderte durch den Schlamm. Traf sie auf HohlrÀume (wie alte Bauten von Krebsen oder Seeigeln) oder auf Bereiche mit einem bestimmten pH-Wert, passierte etwas Spannendes: Die KieselsÀure fiel aus. Sie verdrÀngte den dortigen Kalkstein und lagerte sich stattdessen ab. Diesen chemischen Austausch nennt man Substitutionsprozess.

 

Die AushĂ€rtung: Über Jahrmillionen kristallisierte diese Masse extrem feinkörnig aus. Es bildete sich der steinharte Feuerstein, den wir heute finden.

 

Kleines Lexikon der FachbegriffeKieselsĂ€ure: Eine chemische Verbindung aus Silizium, Sauerstoff und Wasser. Sie ist die Grundsubstanz von Quarz und Glas.Sediment: Ablagerungen von Gesteinsresten oder Organismen am Grund von GewĂ€ssern, die im Laufe der Zeit zu Stein gepresst werden.Knolle / Konkretion: Eine rundliche oder unregelmĂ€ĂŸige Gesteinsmasse, die sich in einem anderen Gestein (hier im weichen Kalk/Kreide) durch chemische AusfĂ€llung gebildet hat.Mikrokristallin: Eine Struktur, deren Kristalle so winzig sind, dass man sie nur unter einem starken Mikroskop erkennen kann. Das macht den Feuerstein so glatt und splitternd.

 

Warum ist Feuerstein so bunt?

Reine KieselsÀure ist eigentlich farblos oder glasig-hell. Dass der Feuerstein so viele verschiedene Gesichter hat, liegt an winzigen "Verunreinigungen", die wÀhrend des Backens in der Urzeit eingeschlossen wurden:

 

- Pechschwarz bis Dunkelgrau: Das ist der absolute Klassiker, den du auch auf dem Foto oben siehst. Die dunkle Farbe kommt von winzigen Resten organischer Stoffe – quasi uralter, mikroskopischer Urzeit-Schlamm oder Kohlenstoff, der im Stein gefangen wurde.

- Braun, Gelb und Rot: Hier war Rost im Spiel! Wenn Eisen in die Knolle gelangt, fĂ€rbt es den Stein. Viel Eisen sorgt fĂŒr ein krĂ€ftiges Rot, weniger Eisen macht ihn gelb oder brĂ€unlich.

- Warum ist die Rinde immer weiß? Fast jeder Feuerstein hat eine raue, weiße Außenschicht (den sogenannten Kortex). Das ist kein anderer Stein, sondern immer noch Feuerstein! Am Rand der Knolle hat sich die KieselsĂ€ure damals mit dem normalen Kalkschlamm vermischt. SpĂ€ter wurde der Kalk durch Wasser wieder leicht herausgewaschen. Übrig geblieben ist eine winzige, poröse Schicht voller Minilöcher. Das Licht bricht sich darin so stark, dass die Schicht fĂŒr unsere Augen schneeweiß leuchtet.

 

 

 

 

Additional Hints (No hints available.)