Rot oder Schwarz?
Geotope dienen der Wissenschaft und Forschung als „Fenster in die Vergangenheit“. Sie helfen Forschern dabei, die Entstehung der Erde und den Klimawandel zu rekonstruieren, und dienen als unersetzliches Anschauungsmaterial für die Geologie.
Viele Geotope können besichtigt werden, so auch der "Wollerather Kopp" , der ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Willkommen also am Wollmerather Kopp, einem beeindruckenden Schlackenkegel der Vulkaneifel. Auf den ersten Blick fallen die unterschiedlichen Farben des vulkanischen Materials auf ... Schwarze und rote Schlacken liegen hier oft dicht nebeneinander.
Doch warum ist das so?
Hier erfahrt ihr, wie Vulkanismus, Hitze und Sauerstoff gemeinsam dafür sorgen, dass ein und derselbe Vulkanausbruch unterschiedlich gefärbte Gesteine hervorbringen kann.
Die Entstehung des Wollmerather Kopps
Vor vielen Tausend Jahren stieg glutflüssiges Magma aus dem Erdinneren auf. Gasreiche Lava wurde explosionsartig ausgeworfen und bildete einen Schlackenkegel. Die ausgeworfenen Lavabrocken und Schlacken fielen rund um die Austrittsöffnung nieder und häuften sich zum heutigen Wollmerather Kopp auf.
Die meisten Schlacken bestehen aus basaltischem Material, das reich an Eisen ist. Dieses Eisen spielt die entscheidende Rolle bei den unterschiedlichen Farben.
Warum sind manche Schlacken schwarz?
Schwarze Schlacken bestehen aus basaltischem Material, das nach dem Auswurf schnell abkühlte. Das Eisen in den Gesteinen blieb dabei weitgehend unverändert.
Die dunkle Farbe ist typisch für frisches vulkanisches Gestein und zeigt, dass nur wenig Oxidation stattgefunden hat.
Warum sind manche Schlacken rot?
Die roten Schlacken enthalten ebenfalls Eisen. Während oder kurz nach dem Auswurf reagierte dieses Eisen jedoch mit Sauerstoff aus der Luft.
Dieser Vorgang wird Oxidation genannt und ähnelt dem Rosten von Eisen. Dabei entstehen Eisenoxide, die dem Gestein seine rote bis rotbraune Farbe verleihen.
Besonders dort, wo die Schlacken noch lange heiß blieben und ausreichend Sauerstoff vorhanden war, konnte sich die rote Farbe entwickeln.
Ein Blick in die Vergangenheit
Die unterschiedlichen Farben verraten Geologen noch heute viel über die Bedingungen während des Ausbruchs:
- Schwarze Schlacken deuten auf geringe Oxidation hin.
- Rote Schlacken weisen auf eine starke Oxidation bei hohen Temperaturen hin.
- Die Farben zeigen, dass innerhalb desselben Vulkans unterschiedliche Bedingungen herrschten.
Der Wollmerather Kopp ist deshalb ein hervorragendes Beispiel dafür, wie chemische Prozesse vulkanische Ablagerungen verändern können.
Aber nun genug erklärt ... jetzt seit Ihr dran. Bin gespannt ob ihr mir gut zugehört habt:
Logbedingungen:
Wenn Ihr euch vor Ort gut umgeschaut habt und die Infotafeln gut "studiert" habt, wird es euch nicht schwer fallen die nachfolgenden Fragen und Logbedingungen zu erfüllen.
Erfüllt bitte die nachfolgenden Aufgaben:
1. Augabe:
Sucht im Bereich des Geotops sowohl rote als auch schwarze Schlacken.
Beschreibt die Farbunterschiede und schätzt, welcher Farbtyp vor Ort häufiger vorkommt.
2. Augabe:
Betrachtet eine rote Schlacke genauer.
Warum besitzt sie ihre rote Farbe?
3. Augabe:
Vergleicht eine rote und eine schwarze Schlacke.
Welche Unterschiede könnt ihr außer der Farbe erkennen (z. B. Oberfläche, Poren)?
4. Augabe:
Macht ein Foto mit einem Stück Schlacke und der Infotalel im Hintergrund und fügt es in eurem Logeintag ein.
Sendet uns die Lösung per Mail an info@alamoteam.de oder über das Profil zu.
Solltet Ihr als Gruppe diesen Earthcache absilviert haben, so hat jeder Logger einzeln die Lösungen zu übermitteln.
Nach Übermittlung der Antworten könnt Ihr sofort loggen, wir melden uns, falls etwas nicht stimmt.
Quelle für Text: Ortsgemeinde Wollmerath (www.wollmerath.de)
Übrigens ... diesen interesanten Erathcache erreicht ihr am Besten über diesen WanderMulti:

Hier noch ein Banner für euer Profil:

Kopiert Euch hierfür einfach folgenden Code in eure Profilseite:
<a href="http://coord.info/GCBQWER" target="_blank"><img src="https://img.geocaching.com/cache/large/4c136291-5e9b-420a-afb2-de6cec7bee33.jpg "alt=Bilder hochladen" border="0" ></a>
... und es gibt hier in Wollmerath noch viel mehr zu erkunden:



