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Ein Stück Norwegen in Dillingen EarthCache

Hidden : 7/4/2026
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Willkommen an der Stadthalle Dillingen.

Im Eingangsbereich befindet sich eine Fassade aus Larvikit, dem Nationalgestein Norwegens. Auf den ersten Blick wirkt der Stein grau und unscheinbar. Mit dem richtigen Blickwinkel beginnen jedoch zahlreiche Kristalle zu schimmern. In diesem EarthCache erfährst du, wie Larvikit entstanden ist, warum seine Kristalle so groß werden konnten und wodurch dieser faszinierende Schiller-Effekt entsteht.


 

Larvikit ist ein magmatisches Tiefengestein (Plutonit). Er entstand vor etwa 298 bis 293 Millionen Jahren während der Bildung des Oslo-Rifts im heutigen Südnorwegen.

Damals drang Magma mehrere Kilometer tief in die Erdkruste ein. Anders als Lava erreichte dieses Magma die Oberfläche jedoch nicht. Es blieb in großer Tiefe eingeschlossen und kühlte dort über einen sehr langen Zeitraum langsam ab.

Genau diese langsame Abkühlung macht Larvikit zu etwas Besonderem.


Zu Beginn bewegten sich die Atome im heißen Magma ungeordnet. Mit sinkender Temperatur nahm ihre Bewegungsenergie immer weiter ab. Irgendwann wurde es energetisch günstiger, wenn sich die Atome nicht mehr ungeordnet bewegten, sondern sich in einer regelmäßigen Struktur anordneten.

So entstand ein Kristallgitter.

Schicht für Schicht lagerten sich weitere Atome an dieses Gitter an und die ersten Feldspatkristalle begannen zu wachsen.

Da das Magma über einen sehr langen Zeitraum nur langsam abkühlte, hatten die Kristalle außergewöhnlich viel Zeit, immer weiter zu wachsen. Deshalb erreichen die Feldspäte im Larvikit Größen von mehreren Millimetern bis zu einigen Zentimetern und sind mit bloßem Auge gut sichtbar. Genau diese großen Kristalle verraten Geologen sofort, dass Larvikit tief unter der Erdoberfläche entstanden ist.

Die Geschichte endet jedoch noch nicht.

Die Feldspäte entstanden zunächst als sogenannte Mischkristalle, in denen Kalium-, Natrium- und Calciumatome gemeinsam in einem Kristallgitter eingebaut waren.

Mit weiterer Abkühlung wurde dieser Zustand jedoch energetisch wieder ungünstiger. Die Atome begannen deshalb, sich innerhalb des bereits festen Kristalls langsam neu anzuordnen.

Dabei entstanden im Inneren des Feldspats hauchdünne Entmischungslamellen, die nur wenige hundert Nanometer dick sind.


Warum schimmert Larvikit?

Fällt Licht auf diese feinen Lamellen, wird es mehrfach reflektiert und überlagert.

Dadurch werden bestimmte Farben verstärkt, während andere abgeschwächt werden. Dieses optische Phänomen nennt man Labradoreszenz oder Schiller-Effekt.

Je nach Blickwinkel erscheinen dadurch intensive blaue, silbrige oder manchmal leicht grünliche Reflexe.

Da jeder Feldspatkristall unterschiedlich orientiert ist, schillern niemals alle Kristalle gleichzeitig.


Zusammensetzung

Larvikit besteht zu etwa 85 bis 90 % aus Feldspäten.

Die großen hellgrauen Kristalle, die den größten Teil des Gesteins bilden, sind Feldspäte.

Zwischen ihnen befinden sich kleinere dunkle Minerale wie Pyroxene, Amphibole und Biotit. Sie verleihen dem Gestein seinen charakteristischen Kontrast und lassen den Schimmer der Feldspäte noch intensiver wirken.


Larvikit als Naturwerkstein

Durch seine Härte, Frostbeständigkeit und seinen außergewöhnlichen Schiller zählt Larvikit zu den bekanntesten Naturwerksteinen Norwegens.

Nahezu der gesamte weltweit verwendete Larvikit stammt aus Steinbrüchen rund um die Stadt Larvik, nach der das Gestein benannt wurde.

Nach dem Abbau werden mehrere Tonnen schwere Blöcke in Platten geschnitten und anschließend poliert.

Heute findet man Larvikit weltweit an Fassaden, Bodenbelägen, Denkmälern und Küchenarbeitsplatten.


Logbedingungen

Bitte sende mir deine Antworten über das Message Center auf meinem Geocaching-Profil. Du musst nicht auf eine Rückmeldung warten und kannst den EarthCache direkt nach dem Absenden deiner Antworten loggen. Sollten Unklarheiten bestehen, melde ich mich bei dir.

1. Aussehen des Larvikits
Betrachte die Fassade aus kurzer Entfernung. Welche Farbe hat der Schimmer? Erkennst du unterschiedliche Nuancen vor Ort? Schätze außerdem, wie groß die größten sichtbaren Feldspatkristalle ungefähr sind.

2. Blickwinkel und Schiller
Leuchten alle Feldspatkristalle gleichzeitig? Bewege dich langsam einige Schritte vor der Fassade entlang und beschreibe mit eigenen Worten, was sich beim Wechsel des Blickwinkels verändert.

3. Entstehung der Kristalle
Wie konnten die Feldspatkristalle im Larvikit so groß werden? Erkläre dies anhand der Entstehung des Gesteins.

4. Fotonachweis
Füge deinem Log ein Foto von dir selbst oder einem persönlichen Gegenstand (z. B. GPS, Geocoin, Trackable oder einem Zettel mit deinem Geocaching-Namen) vor der Stadthalle Dillingen bei. Bitte achte darauf, dass auf dem Foto keine Antworten auf die Aufgaben erkennbar sind. (Keine Nahaufnahme der Fassade)


Quellen:
Heldal et al.: National treasure of global significance. Dimension-stone deposits in larvikite, Oslo igneous province, Norway

IUGS Geoheritage Site: The larvikite plutonic rocks of the Oslo Rift

Lundhs Real Stone: Larvikite

 

Additional Hints (No hints available.)

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