NOSTALGIE
Das weltweit erste öffentliche Obekt dieser Art wurde am 28. Januar 1878 in New Haven USA aufgestellt.
Am 17. August 1903 ging das erste Objekt in Österreich am Wiener Südbahnhof in Betrieb. Frühe Objekte waren grundlegend aus Holz, beschichteten Hartfaserplatten, Glasfenstern und einem Blechdach aufgebaut. Das Dach konnte als sehr flache Pyramide ausgeformt sein. Mitunter gab es unter oder über der Dachtraufe mit der Straßenbeleuchtung geschaltete Leuchtkästen mit der schwarzen Schrift.
Spätere Objekte aus einem schwarz lackierten Stahlrahmen, großzügigen Drahtglasfenstern und golden eloxierten Alu-Fensterleisten hatten zuerst grau-hammerschlaglackierte Apparate noch mit Wählscheibe und rotem Zahlknopf.
Ein 25 × 35 cm kleiner Apparat akzeptierte nur einzelne Schillinge, doch speichert sie in einer schräg abfallenden Reihe hinter Glas, sodass man auch kurze Ferngespräche, die damals bis etwa 5 S pro Minute kosteten, führen konnte. Das Gerät hatte Zahlknopf und keine Digitalanzeige.
Es kam dann zur Entwicklung verschiedener Apparate. Der etwa B x H 33 × 50 cm große akzeptierte 1-, 5- und 10-S-Münzen bis zur Summe von 99 S. Der Vorrat wurde per roter LED-7-Segmentanzeige angezeigt und entsprechend dem Eingang von Zählimpulsen (anfangs je 20, später je 80 Groschen wert) heruntergerechnet. Der Zahlknopf war rot. Ein grüner Zahlkopf wies, etwa in einem Gasthaus, auf einen privaten Betreiber des Apparats hin, der bis zu etwa 4-mal so hohe Gesprächsgebühr kassierte, ohne dass dies zwingend ausgebremst wurde.
Die Lackierung der großen Geräte wurde dann hellgelb. Die Anzeige für den Geldvorrat wurde auf LCD umgestellt. Münzer wurden durch Wertkarten ersetzt die letztlich wieder ausliefen.
Dann kam Alu als Baumaterial auf: 4 viertelrunde Steher aus Strangpressprofil sind mit 8 Punkten eines Betonfundaments verschraubt. Etwa 6 mm starke Alu-Thermoplast-Alu-Verbundplatten passen in die Nute der Steher. Jede Seitenwand hat übereinander je 3 ESG-Fenster, gehalten von Gummiprofil mit Leder. Eine Doppelpendeltür ohne Griffe erschwerte die Nutzung mit großem Rucksack. Es setzte sich eine Variante mit nur nach außen öffnender Schwenktür durch, die meist rechts angeschlagen ist und von einer Feder zugezogen wird.
Später kamen Objekte mit Nurglastüren und -seitenwänden auf. Auch diese enden etwa 20 cm über dem Boden für leichteres Reinigen, Lüften und gute Transparenz.
Für die Verwendung der alten Telefonzellen gibt es einige Projekte. So werden sie entweder zu einem mietbaren Büro, einer kleinen Disko oder zu öffentlichen Bücherschränken umgebaut. In Salzburg wurden im September 2016 solche Objekte zu freien Mini-Bibliotheken umfunktioniert. (Quelle: WIKIPEDIA)
Ich denke die Tage dieser Objekt sind gezählt. Hier befindet sich noch eines davon.