Kampf zwischen Donau und Rhein
Durch den stark verkarsteten Untergrund verliert die Donau in diesem Bereich ungefähr 5.000 Liter Wasser pro Sekunde und bei Hochwasser noch deutlich mehr, bis zu 9000 Liter. Der mit 2.840 km zweitlängste Fluss Europas, verschwindet spurlos im Sand und Geröll. Im Sommer wenn hier alles Wasser richtung Aach abfließt liegt die Donauquelle bei N 48° 01.168′ E 8° 37.566′ bei Tuningen und nicht bei Donaueschingen !
Warum die Donau bei Immendingen Wasser an die Aachquelle verliert
Bei Immendingen tritt ein außergewöhnliches hydrogeologisches Phänomen auf: Ein Teil des Donauwassers verschwindet im Untergrund und tritt nach einer unterirdischen Fließstrecke von ca. 12 Kilometern an der 175 Meter tiefer liegenden Aachquelle, dem Aachtopf, wieder aus.
Hauptverantwortliche Aspekte
- Verkarsteter Kalkstein der Schwäbischen Alb: Der Untergrund besteht aus stark verkarsteten Kalkgesteinen des Oberen Juras. Kalkstein wird über lange Zeit durch kohlensäurehaltiges Wasser gelöst. Dadurch entstehen Klüfte, Spalten, Hohlräume und unterirdische Fließwege, in die das Donauwasser eindringen kann.
- Schluckstellen im Flussbett: Zwischen Immendingen, Möhringen und Fridingen gibt es mehrere Versickerungsbereiche. Besonders bedeutend sind die Hauptversickerungsstellen bei Immendingen, etwa im Bereich Brühl. Dort verschwindet Wasser durch Kies, Geröll, Risse und Felsspalten direkt aus dem Flussbett.
- Unterirdisches Donau-Aach-System: Das versickerte Wasser fließt nicht zufällig ab, sondern folgt einem ausgebildeten Karstsystem. Es bewegt sich durch Spalten und Höhlen ungefähr in Richtung Aachquelle und tritt dort wieder an die Oberfläche.
- Höhenunterschied zur Aachquelle beträgt 175 Meter: Die Aachquelle liegt deutlich tiefer als die Versickerungsstellen an der Donau. Dieser Höhenunterschied erzeugt ein natürliches Gefälle, das den unterirdischen Abfluss begünstigt.
- Überwindung der Europäischen Wasserscheide: Das Wasser wechselt unterirdisch vom Donausystem in das Rheinsystem. Statt weiter Richtung Schwarzes Meer zu fließen, gelangt ein Teil über die Aach, den Bodensee und den Rhein in die Nordsee.
Fazit
Die Donau verliert bei Immendingen vor allem deshalb Wasser an die Aachquelle, weil sie über stark verkarstetem Kalkgestein fließt. Schluckstellen im Flussbett leiten das Wasser in ein unterirdisches Spalten- und Höhlensystem. Durch das Gefälle zur tiefer gelegenen Aachquelle wird der Abfluss zusätzlich begünstigt. Entscheidend sind also die Kombination aus Karstgeologie, vorhandenen Fließwegen im Untergrund, Höhenunterschied und schwankender Wasserführung der Donau.
Foto: Einbruchstelle einer unterirdischen Doline die sich unter dem Flußbett der Donau befand und 1994 einbrach.
Quellenbasis: Die Ausarbeitung stützt sich auf Informationen der Gemeinde Immendingen zur Donauversinkung, des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg zum Fallbeispiel Donauversinkung und Aachtopf sowie regionaler Informationen zur Donauversickerung im Donaubergland.
Zum Geocache:
Hier befindest du dich im Bereich eines öffentlichen Campingplatzes. Bitte entsprechend umsichtig verhalten, da dies hier doch ein sehr frequentiertes Gebiet ist.
Die zu suchenden Zahlen sind immer dreistellig. Am Beispiel der Headerkoordinaten von S1 will ich das aufzeigen.
N 47° 55.883′ E 8° 44.970′. Diese roten Zahlen sind (jeweils ohne Punkt) gesucht.
Anmerkung: sämtliche Genehmigungen, die zur Umsetzung dieses Caches erforderlich sind, wurden von mir eingeholt und wurden erteilt. Bitte verhaltet euch so wie ihr es auch auf eurem Privatgrundstück erwarten würdet. Den Cache loggen und den Platz des Geschehens wieder ordentlich verlassen.
Gerne darf Müll auf der Strecke aufgesammelt und mitgenommen werden.