Ürziger Feuersteine
vom Ignimbrit zum Konglomerat

Heute wirkt der Ürziger Würzgarten ruhig und friedlich. Doch die roten Gesteine erzählen von einer Zeit, in der heiße vulkanische Ströme, starke Verwitterung und heftige Regenfälle die Landschaft formten.
Bei Ürzig trifft das devonische Schiefergebirge auf Gesteine des Rotliegenden. Diese ungewöhnliche Zusammensetzung unterscheidet den Berghang von vielen anderen Weinlagen an der Mosel. Im Geologiegarten kannst du die wichtigsten Gesteine aus nächster Nähe betrachten.
Bei diesem EarthCache vergleichst du zwei davon:
Rhyolith-Ignimbrit und Konglomerat des Rotliegenden.
Das Rotliegende
Das Rotliegende ist ein Abschnitt des Erdzeitalters Perm. Der Name stammt von den auffällig roten Gesteinen, die sich damals unter einem trockenen und häufig wüstenartigen Klima bildeten.
Die rote Farbe entstand meist durch Eisenverbindungen. Eisenhaltige Minerale reagierten bei der Verwitterung mit Sauerstoff. Dabei entstanden rote bis rostbraune Eisenoxide – ähnlich wie Rost auf Metall.
Der Rhyolith-Ignimbrit
Vor etwa 290 Millionen Jahren gab es in der Umgebung von Ürzig explosiven Vulkanismus. Heiße Ströme aus Asche, Gasen und Gesteinsstücken breiteten sich über den Boden aus. Das Material lagerte sich ab, wurde zusammengedrückt und verfestigte sich zu Ignimbrit.
Der Rhyolith-Ignimbrit ist meist feinkörnig und kann rot, grau oder violett gefärbt sein. In seiner Grundmasse sind manchmal größere Mineral- oder Gesteinsstücke sowie kleine Poren und unregelmäßige Strukturen zu erkennen.
Vom Vulkanstein zum Konglomerat
Nach seiner Ablagerung war der Ignimbrit Wind, Temperaturwechseln und Wasser ausgesetzt. Das Gestein zerbrach langsam in kleinere Stücke.
Bei starken Regenfällen wurde dieses Material mitgerissen und in tiefer gelegene Bereiche transportiert. Während des Transports stießen die Steine gegeneinander und wurden an ihren Kanten abgerundet.
Später lagerten sich die Gerölle gemeinsam mit Sand und feinerem Material ab. Durch Druck und mineralische Bindemittel wurden sie zu einem festen Gestein verbunden: dem Konglomerat. Konglomerate bestehen typischerweise aus sichtbaren, häufig gerundeten Geröllen, die in einer feineren Grundmasse eingebettet sind.
In Ürzig sind Ignimbrit und Konglomerat daher miteinander verwandt:
Ignimbrit → Verwitterung → Transport → Ablagerung → Konglomerat

Nun aber zu einen Aufgaben
Begebe dich zu den Gesteinsproben des Rhyolith-Ignimbrits und des Konglomerats des Rotliegenden. Die Antworten sollen durch eigene Beobachtungen entstehen. Du musst keine Steine beschädigen oder entnehmen.
1. Aufgabe – Ignimbrit
Beschreibe Farbe, Oberfläche und Körnung des Ignimbrits.
2. Aufgabe – Konglomerat
Betrachte drei Gerölle. Sind sie kantig oder gerundet? Was sagt ihre Form über den Transport aus?
3. Aufgabe 3 – Vergleich
Welches Gestein entstand durch Vulkanismus und welches durch Ablagerung? Nenne einen sichtbaren Unterschied.
Logbedingungen
Sendet uns eure Lösung per Mail an earthcache@ealamoteam.de oder per Message-Center.
Macht mit der Infotafel im Hintergrund ein Foto von euch oder einem persönlichen Gegenstand und fügt es in eurem Logeintrag ein.
Solltet Ihr als Gruppe diesen Earthcache absilviert haben, so hat jeder Logger einzeln die Lösungen zu übermitteln.
Hinweise
Bitte bleibt auf den vorhandenen Wegen. Die Weinberge dürfen nicht betreten und die ausgestellten Gesteine nicht beschädigt werden.
Motorisierte Fahrzeuge sind im Bereich des Gartens nicht erlaubt. Der offizielle Themenweg ist rund 1,9 Kilometer lang und überwindet etwa 82 Höhenmeter; festes Schuhwerk ist daher sinnvoll.
Quelle für Text: https://www.bernkastel.de/tour/themenweg-uerziger-geologie-gewuer/tour.html
Hier noch ein Banner für euer Profil:

Kopiert Euch hierfür einfach folgenden Code in eure Profilseite:
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LUST AUF MEHR:

🤖 Ein kleiner Blick hinter die Kulissen
Bei der Erstellung dieses EarthCache-Listings hatte ich Unterstützung von künstlicher Intelligenz – genauer gesagt von ChatGPT. Die KI durfte beim Formulieren, Sortieren und Gestalten helfen. Sie war allerdings nicht vor Ort, hat keine Steine umgedreht und kann Devonschiefer vermutlich nicht einmal von einer Schiefertafel unterscheiden. Alle geologischen Angaben, Aufgaben, Bilder und sonstigen Inhalte wurden daher vom mir als Owner persönlich überprüft, bearbeitet und verantwortet.
Kurz gesagt:
Die KI hatte die Tastatur – die Verantwortung trage natürlich ich , als Owner!