Dies ist der erste Cache aus der Reihe „Fuchspfad“.
Vorab eine Bitte. Geht bitte behutsam mit der Örtlichkeit und dem Cache um, damit alle lange ihre Freude daran haben.
Achtung: die Gefahr von Unbeteiligten ist am Final besonders hoch. Daher bitte besondere Umsicht walten lassen.
Info: Am Startpunkt des Cache befindet sich keine Dose o.ä.
Wer den Cache loggen möchte, müsste das Rätzel lösen und den Cache samt Logbuch am Ziel finden.
Der Cache bietet Platz einen kleinen Travelbug.
Und nun zum Cache:
Wo das Wasser unabläsisig das Mühlrad dreht, mahlt nicht nur das Korn, sondern auch die Zeit.
Seit Jahrhunderten steht die alte Mühle am Wasser.
Und zu jener Zeit musste ein Müller sich auf sein Gedächtnis ebenso verlassen, wie auf die Kraft des Wassers.
Doch zu den Zeiten ihrer ersten Erwähnung, drehte die Zeit noch anders.
Eines Tages fand der letzte Müller im Giebel des alten Gebälks ein Stück Perganemt. Darauf war mit schwarzer Kohle lediglich ein große X und zwei Zahlen geschrieben:
X 455 / 973
Der letzte Müller vermutete einen Schatz hinter diesen Zahlen, konnte aber nie dessen Bedeutung entschlüsseln.
Nehmt Euch ein paar Sekunden und vieleicht seid Ihr in der Lage das Rätzel der Grander Mühle zu lösen.
Historisches:
Nach einer historrischen Urkunde stand schon 1303 eine alte Mühle bei Grande. Wann und von wem die Mühle erbaut wurde, ist nicht bekannt.
Im 14. Jahrhundert werden die Ritter von Scarpenbergh als Besitzer urkundlich erwähnt. Diese Raubritter wurden durch ein Aufgebot der Hansestädte Lübeck und Hamburg 1349 vertrieben, so dass der Besitz 1351 an das Kloster Reinbek ging. Der nächste urkundliche Nachweis von 1497 belegt, dass die Mühle seit 1485 mit Kuddewörde den Rittern von der Lieth zu Lehen gegeben wurde. Mit dem Erlöschen der Linie von der Lieth 1585 ging die Mühle in den Besitz der Sachsen-Lauenburgischen Regierung über.
Die Besitzverhältnisse änderten sich erst wieder 1871, als Kaiser Wilhelm I. dem damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck den Sachsenwald einschließlich der Grander Mühle schenkte. Der Verkauf der Mühle an die damalige Mühlenpächterin Caroline Sophie Schröder erfolgte 1890/91.
Die Mühle wurde bis zu ihrer Stilllegung als Kornmühle betrieben. Zu den Mühlengerechtsamen gehörten auch das Stau-, Fisch- und Schankrecht. Die Pächter und späteren Besitzer der Mühle sind seit 1675 nachweisbar.
Von 1760 bis 1969 wurde die Mühle von der Familie Schröder/Harders/Holdeigel als Pächter, später als Besitzer betrieben.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde zusätzlich ein Graupengang in Betrieb genommen.
1897/98 wurde zusätzlich zum Mahlbetrieb die Erzeugung von Strom aufgenommen. Außer der Mühle wurden die umliegenden Bauernhöfe in Grande und Rotenbek und das Zollhaus mit 110 Volt Gleichstrom versorgt. Nachdem das Dorf mit einer Überlandleitung an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wurde, diente der Generator in der Mühle ab 1928 nur noch der Eigenversorgung. Der Mahlgang wurde auf elektrischen Antrieb umgestellt.
Nach Begradigung der Bille wurde der Mahlbetrieb eingestellt und der Besitzer widmete sich ganz dem schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts vorhandenen Gaststättenbetrieb. Der Wirt verkaufte das zur Mühle gehörige Staurecht an die Dorfgemeinschaft, was dazu führte, dass Wiesen und Felder jetzt nicht mehr im Frühjahr überflutet werden.
Nachdem die Mühle 1969 verkauft worden war, ging der Gastronomiebetrieb zurück und die Mühle verfiel zusehends. 1979 wurde die Mühle unter Denkmalschutz gestellt und 1980 durch den Verein „Freunde der Grander Mühle“ restauriert.
Später wurde die Mühle wieder an einen Gastronomen verkauft, der in der Mühle ein Restaurant betreibt. Das Nebengebäude wird als Hotel genutzt. Bis 2009 wurde die Mehldiele mit dem neuen Mahlgang als Vorratsraum genutzt. Nach einem umfangreichen Umbau des Gastronomiebereichs in 2009 und Anpassungen der Gasträume kann ein Großteil des Mechanikbereichs der Mühle nunmehr wieder besichtigt werden. Der Eingang des seit Ende 2009 neu betriebenen Restaurants führt durch diesen Bereich.
Im Herbst 2012 kam es zu einem Brand in einem Anbau und zu einer Explosion im Küchenbereich, wodurch der Ostgiebel einsturzgefährdet ist und der Restaurantbetrieb ruht.
In der Nacht zum 17. November 2015 wurde die Mühle nach tagelangen Regenfällen durch die Feuerwehr mit Sandsäcken vorsorglich gesichert. Der Fluss Bille in Kuddewörde war über die Ufer getreten. Die Wassermassen drohten, das historische Gebäude in Mitleidenschaft zu ziehen. Bereits drei Monate später wiederholte sich das Bild: Am 22. Februar 2016 trat die Bille erneut über die Ufer und bedrohte die Mühle. Die Feuerwehr hat die Mühle mit Sandsäcken gesichert und durch Pumpen den Wasserstand gesenkt.
Quelle: Wikipedia
Inzwischen wurde der Gastbetrieb wieder aufgenommen, sodass man hier in einer schönen dörflichen Lage wieder dem leiblichen Wohl frönen kann.