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Karl im Mailänder Traditional Cache

Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Im Schwarzwald, auf der Baar und auf der Alb wurden, spätestens seit dem Mittelalter, erzhaltige Gesteine abgebaut und verhüttet.

Dabei wurden überwiegend Eisen, Kupfer, Blei und Silber gewonnen. Gemarkungs– und Ortsnamen wie Silberhalde, Kohlerberg, Schmelzdobel, Schmelzehof, Hammereisenbach usw. weisen noch heute auf Abbau, Holzkohlegewinnung und Verarbeitung hin.

Die Prospektionsmethoden waren abenteuerlich, Wünschelrute und Pendel kamen zum Einsatz. Und eine bemerkenswerte Beobachtungsgabe, die häufig zum Erfolg führte.

Im Stollen "Karl im Mailänder" wurde Bleiglanz zur Silbergewinnung abgebaut. Die angeschnittene Bleiglanzschicht war etwa 0,2 – 0,3 Meter stark und hatte einen Silbergehalt von nur 0,2%.

Beim Abbau unter Tage musste das Gestein mannshoch händisch herausgeschlagen werden. Die erzhaltige Schicht wurde dann manuell zerkleinert, in taubes Gestein und Bleiglanz getrennt, und der Bleiglanz anschließend, mit großem Aufwand, gewaschen, geröstet und aufbereitet.

Aus einer Tonne Bleiglanz konnte etwa 0,5 Kilogramm Silber gewonnen werden.

Übrigens gibt es besonders im Schwarzwald sogenannte "Bleigemeinden". Die dortigen Böden weisen nicht nur eine natürliche Belastung durch Schwermetalle und Arsen auf. Durch die geschilderte Art der Silbergewinnung sind sie durch bleihaltige Feinsedimente, besonders im Bereich von damaligen Gewässern und deren Schwemmkegeln, stark belastet.

Hier in Niedereschach wurde die Errichtung eines Bergwerks durch die Reichsstadt Rottweil in einer Urkunde Kaiser Maximilians 1. aus dem Jahr 1511 erwähnt.

Die folgenden Abbauversuche waren wenig ertragreich und wurden 1781 endgültig eingestellt, die Silbererträge waren auch mit moderneren Methoden unwirtschaftlich.

Karl im Mailänder geriet in Vergessenheit. Bis die Gemeinde Niedereschach 1989 im Gemeindeblatt nach Zeitzeugen suchte. Und fündig wurde – ein Bürger konnte den verschütteten Stolleneingang zeigen. Ihm zu Ehren wurde der Stollen Karl genannt.

1991 wurde ein Verein gegründet, der den Stollen freilegte, mühsam räumte und später zusammen mit dem Jugendclub Schabenhausen den Zugang sicherte. Diese Arbeiten nahmen etwa 25 Jahre in Anspruch.

Da der Stollen zunächst 21 Meter kriechend durch ein Schwerlastrohr begangen werden muss, ist er für Besucher geschlossen.

Dosensucher können aber zumindest den Eingang bewundern.

 

 

 

 

Additional Hints ()

Gnhorf Trfgrva nz Fpujreynfgebue, rgjn 2 Hue

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)

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