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Pfaffengrund – Die Farben des Muschelkalks EarthCache

Hidden : 8/14/2026
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Die Farben des Muschelkalks

Willkommen im ehemaligen Steinbruch und Naturdenkmal Pfaffengrund.

Wenn man sich vor Ort etwas genauer umsieht, fallen einem im Steinbruch, die unterschiedlichen Farben auf. Manche Bereiche wirken dunkelgrau oder bläulich, andere sind gelblich, ockerfarben oder sogar leicht bräunlich. Besonders auffällig ist, dass diese Farbunterschiede stellenweise direkt nebeneinander auftreten.

Aber warum ist das so? Handelt es sich vielleicht  hier im Pfaffengrund um verschiedene Gesteinsarten?

Tatsächlich besteht die Felswand und das umliegende Gestein fast vollständig aus Muschelkalk. Die unterschiedlichen Farben sind also nicht das Ergebnis verschiedener Gesteinsarten, sondern zeigen, eine Veränderung des Gesteins an den jeweiligen Stellen.

Und genau diese Veränderung soll Thema dieses Earthcaches sein.

Der Muschelkalk im Pfaffengrund entstand vor rund 240 Millionen Jahren, als sich hier ein flaches Meer erstreckte. Am Meeresboden lagerten sich kalkhaltige Schlämme ab, die sich im Laufe der Zeit zu festem Gestein verfestigten. Frisch aufgeschlossener Muschelkalk dieser Schichten zeigt aus diesem Grund typischerweise eine dunkelgraue bis blaugraue Farbe.

An einigen Stellen im Steinbruch lässt sich diese ursprüngliche Farbe noch heute erkennen. An anderen Bereichen hat sich die Oberfläche dagegen deutlich verändert. Doch warum ist das so?

Der Grund dafür liegt in der Verwitterung.

Seit der Freilegung des Muschelkalks ist das Gestein z.B. Wind, Regen, Frost und den Einflüssen der Atmosphäre ausgesetzt. Besonders Wasser spielt dabei eine wichtige Rolle. Es dringt in feine Risse und Poren ein und ermöglicht u.a. chemische Reaktionen an der Gesteinsoberfläche.

Doch was genau passiert denn da?

Im Muschelkalk kommen geringe Mengen eisenhaltiger Minerale vor. Werden diese über lange Zeit Wasser und Sauerstoff ausgesetzt, entstehen Eisenoxide und Eisenhydroxide. Sie verleihen der Oberfläche die gelblichen bis bräunlichen Farbtöne, die heute an vielen Stellen der Felswand sichtbar sind.

Deshalb kann derselbe Muschelkalk im Pfaffengrund ganz unterschiedlich aussehen: Dort, wo die Verwitterung nur schwach gewirkt hat oder frische Bruchflächen sichtbar sind, dominiert die dunkelgraue Eigenfarbe des Gesteins. Bereiche, die deutlich länger den Witterungseinflüssen ausgesetzt waren, zeigen dagegen die typische gelblich-braune Verfärbung.

Hier im Steinbruch Pfaffengrund kann man diese Unterschiede besonders gut beobachten. Man findet zahlreiche Bruchflächen. Einige davon wurden erst vor vergleichsweise kurzer Zeit freigelegt, während andere Bereiche der Felswand bereits seit vielen Jahrzehnten Wind und Wetter ausgesetzt sind. Dadurch können hier verschiedene Stadien der Verwitterung unmittelbar miteinander verglichen werden.

Geologen bezeichnen die äußerste, durch diese Prozesse veränderte Schicht eines Gesteins als Verwitterungsrinde.

Im Pfaffengrund lässt sich gut erkennen, dass diese Verwitterungsrinde nicht überall gleich stark ausgeprägt ist. Manche Bereiche zeigen noch weitgehend die ursprüngliche Gesteinsfarbe, während andere deutlich durch die Verwitterung verändert wurden.

Genau diese Unterschiede machen den Steinbruch zu einem interessanten Ort, um die Auswirkungen der Verwitterung direkt am Muschelkalk zu untersuchen.

 

📋 Logbedingungen & Aufgaben

Um diesen EarthCache zu loggen, sende deine Antworten bitte über das Message Center oder per E-Mail an mich als Owner. 

 

Aufgabe 1 – Die Farben des Muschelkalks
Nimm dir Zeit und schau dir den Steinbruch genauer an.

Zur Unterstützung habe ich drei Wegpunkte im Listing hinterlegt. Vergleiche im Steinbruch die dort sichtbaren verschiedenen Gesteinsoberflächen.
a) An welcher Stelle (Wegpunkt im Steinbruch) erscheint das Gestein am dunkelsten?
b) An welchem Wegpunkt im Steinbruch erscheinen die Verwitterungsfarben am deutlichsten?
c) Beschreibe die Unterschiede hinsichtlich Farbe und Oberflächenwirkung mit deinen eigenen Worten.

 

Aufgabe 2 – Verwitterung im Pfaffengrund

Suche einen Bereich an Wegpunkt1, der auf dich eher frisch herausgebrochen wirkt und einen Bereich, der bereits deutlich länger der Witterung ausgesetzt erscheint.

a) Beschreibe beide Bereiche.

b) Welcher Bereich dürfte deiner Meinung nach länger der Witterung ausgesetzt gewesen sein?

c) Woher kommt es deiner Meinung nach, dass man an Wegpunkt1 sowohl dunklere, als auch hellere Farbverläufe direkt nebeneinander vorfindet?

 

3. Logfoto

Bitte lade ein Foto von dir, deinem GPS-Gerät oder einem persönlichen Gegenstand im Steinbruch mit deinem Log hoch.

 


⚠️ Sicherheit und Naturschutz

  • Das Betreten oder Erklettern der Felswand ist nicht erforderlich.
  • Alle Aufgaben können sicher vom Weg bzw. vom Fuß der Felswand aus gelöst werden.
  • Es müssen keine Steine bewegt, abgeschlagen oder gesammelt werden.
  • Bitte hinterlasse den Ort so, wie du ihn vorgefunden hast

 

 

  • Quellen & Literaturnachweis:
  • • Stadt Bruchsal - FND Steinbruch Pfaffenloch 
    • LGRB Baden-Württemberg: Landesamt für Geologie, Rohstoffe     und Bergbau – Geotop-Datenbank & Geologische Karte 1:25.000
    • Geyer, O. F. & Gwinner, M. P.: Geologie von Baden-Württemberg,     Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart.

 

Transparenzhinweis zur Nutzung von KI-Tools (Gemäß EarthCache-Guidelines): 

Teile dieses Listings (Überprüfung Rechtschreibung und Grammatik, Formulierung zur besseren Lesbarkeit, sowie die Erstellung des HTML/CSS-Layouts) wurden mit Unterstützung des KI-Modells Gemini (Google) erstellt. Die geologischen Fakten und die konkreten vor-Ort-Beobachtungen wurden vom Cache-Owner recherchiert und mit eigenem Bildmaterial geprüft und verifiziert. Der Owner trägt die volle inhaltliche Verantwortung für diese Seite.

Additional Hints (No hints available.)

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