Heute wird der
" Tag der schlechten Wortspiele "
begangen.
Wir treffen uns um 17.30 an den obigen Koordinaten.
Achtung!! Wir treffen uns ab sofort wieder vor dem Blumenladen.
Mit dem Tag der schlechten Wortspiele steht der 12. November seit 2009 ganz im Zeichen von Wortspielen, die ihren Effekt durch kleine sprachliche Veränderungen erzielen. Zumindest wenn es nach dem deutschen Cartoonisten und Blogger Bastian Melnyk geht, der diesen Aktionstag ins Leben gerufen hat.

Wortspiel – eine definitorische und rhetorische Annäherung
Was ist ein Wortspiel? Per definitionem ist das Wortspiel eine rhetorische Figur, mit der ihr Verfasser durch entsprechende Wort- oder Buchstabenveränderungen in erster Linie als humorvoll und/oder besonders geistreich erscheinen will.
Passend zum heutigen Tag der schlechten Wortspiele liegt hier die Betonung natürlich auf der Absicht und der sehr subjektiven Auffassung von Sprachwitz, die nicht unbedingt von der Allgemeinheit geteilt werden muss. Aber dies nur als Randnotiz.
Befragen wir weiter die Rhetorik: Hier unterscheidet man weiterhin und genau genommen mehrere Wortspielkategorien, von denen die drei folgenden wohl am häufigsten vorkommen:
- Buchstabendreher: „Kentucky (s)chreit ficken“ (Kentucky Fried Chicken).
- Paronomasie: Wortspiel basierend auf der klanglichen Ähnlichkeit von Wörtern wie „Eile mit Weile“ oder auch dem päpstlichen Segen „Urbi et Orbi“.
- Polysemie: Nutzung der Mehrdeutigkeit von Wörtern. Beispiel: „Lieber arm dran als Arm ab.“
Was also mit einem schlechten Wortspiel gemeint ist, dürften die genannten Beispiele hinreichend andeuten. Dementsprechend ruft der 12. November dazu auf, den stilistischen Abgründen der deutschen Sprache und ihrer Möglichen zu frönen.
