Alte Dorfstraße
Ein PETling für die Statistik
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Die schmucken Deputatshäuser in der alten Dorfstraße sollten nach dem Willen des Grundstückseigentümers und der früheren Gemeinde Glinde bereits Mitte der 1970er Jahre abgerissen werden, nachdem das Gut Glinde in die Feldmark verlagert worden war. Einem unkonventionellen Vorschlag der Reinbeker Bürger Fischer und Zimmermann, der sofort von einigen Glinder Kommunalpolitikern aufgegriffen wurde, ist es zu verdanken, dass dieses Kleinod erhalten blieb. Sie wollten in den alten Häusern eine Art „Klein Pöseldorf“ entstehen lassen, in Anlehnung an die gleichnamige Gegend in Hamburg um die Milchstraße. Mit etwas politischem Druck war schließlich der Bauunternehmer Hans-Edmund Siemers bereit, diese Idee umzusetzen.
Der Branchenmix ist zwar nicht ganz so realisiert worden, wie man es sich wünschte, aber immerhin blieb mit den alten Deputatshäusern ein Stück Glinder Geschichte erhalten. Sönke Nissen hatte die Häuser zwischen 1912 und 1920 bauen lassen. Es gab Zwei- und Dreifamilienhäuser für die Landarbeiter des Gutes – sozialer Wohnungsbau lange vor seiner Zeit. Ein kleiner Garten und ein Stall mit Schuppen gehörten jeweils zu den Arbeiter-Wohnhäusern.