Heute wird der
" Tag des Dewey-Dezimal-Systems "
begangen.
Wir treffen uns um 17.30 an den obigen Koordinaten.
Weshalb fällt der Tag der Dewey-Dezimalklassifikation auf den 10. Dezember?
Der 10. Dezember bezieht sich auf den Geburtstag des US-amerikanischen Bibliothekars Melvil Dewey (1851–1931). Dewey hatte dieses Klassifikationssystem zur inhaltlichen Erschließung von Bibliotheksbeständen 1873 entwickelt, welches primär im anglo-amerikanischen Sprachraum zur Anwendung kommt. Hier vorwiegend in den USA, wo ca. 85 Prozent der (öffentlichen) Bibliotheken auf die Dewey Decimal Classification (DDC) zurückgreifen. Dementsprechend gilt die DDC auch seit ihrer ersten Veröffentlichung im Jahre 1876 als die am weitesten verbreitete Universalklassifikation im Bereich des Bibliothekswesens.
Damit steht der Dewey Decimal System Day zum einen ganz in der angelsächsischen Tradition, eine Person an ihrem Geburtstag, und nicht – wie in unseren Breitengraden – an ihrem Todesdatum zu ehren.

Was ist die Dewey-Dezimalklassifikation?
Die Dewey-Dezimalklassifikation gilt als die international verbreitetste Klassifikation im Bereich Sacherschließung von Bibliotheksbeständen.
Trotz ihrer primär angloamerikanischen Verbreitung muss die DDC als internationaler Standard betrachtet werden. Immerhin 200 000 Bibliotheken in über 135 Ländern nutzen dieses von Dewey entwickelte Ordnungssystem, von denen mehr als 60 die DDC auch in ihren Nationalbiografien verwenden. Entsprechend flexibel reagiert sie auch auf wissenschaftliche Neuerungen und weltweite Entwicklungen, sodass inzwischen Übersetzungen in mehr als 30 verschiedenen Sprachen vorliegen.
In Deutschland steht die DDC als Übersetzung der 22. US-amerikanischen Ausgabe seit 2005 in Printform, seit 2012 auch als Online-Variante, zur Verfügung und wird hier u. a. auch zur Inhaltserschließung in der Deutschen Nationalbibliografie genutzt.
Auf den Weg gebracht wurde diese Übersetzung im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Projekts DDC, welches von der Deutschen Nationalbibliothek in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Köln realisiert wurde.