Mehrfach schon hat mich der Funkturm auf den Polenzer Linden (N 51 07.439 E 013 27.024) an den Barad-dûr aus "Der Herr der Ringe" erinnert. Von allen Türmen, die ich so kenne, kommt er diesem am nächsten.
Als ich heute von Bockwen kam, hatte ich ihn am Ratehaken in 1941m Entfernung wieder voll im Blick und habe diesmal gleich ein Foto für Euch gemacht. Natürlich entstand dabei auch wieder eine Cacheidee, doch will ich hier noch nichts Näheres dazu verraten.
Stellt Euch mal vor: Die dort oben erhöhen die Sendeleistung bis zum "Geht nicht mehr" und ein Lichtbogen entsteht zwischen den Antennenträgern. Und auch ein suchendes Auge glaubt Ihr im Plasmafeuer zu erkennen.
Dabei ist der Gedanke gar nicht mal so abwegig. Heute wird der Turm für unser Handynetz, also für Mobilfunk genutzt. Früher jedoch ...
... war die Welt noch eine andere.
Da oben wurde nicht nur gesendet. Da wurde auch empfangen. Nachrichten, Gespräche und Informationen aller Art mußten ihren Weg durch das Land finden. Und wer die richtige Technik besaß, konnte weit mehr sehen und hören, als dem einen oder anderen lieb gewesen sein dürfte.
Ein bißchen erinnert das doch an Barad-dûr.
Dort in Mordor wacht das Auge des dunklen Herrschers über das weite Land. Nichts entgeht seinem Blick. Kein Wanderer, kein Feind und vermutlich auch kein Hobbit, der sich irgendwo im Schatten verstecken möchte, bleibt von ihm unentdeckt.
Nun ja ... ganz so schlimm wird es hier wohl nicht gewesen sein. Oder etwa doch?
Stellt Euch einmal vor, Ihr lebt in einem Staat, in dem jeder Schritt beobachtet werden kann. Wo niemand genau weiß, wer gerade zusieht und welche Informationen irgendwo im Hintergrund gesammelt werden.
Das Handy in Eurer Tasche ist dafür natürlich ein ausgesprochen praktisches Hilfsmittel.
Ihr tragt ja Euren eigenen kleinen Sender und Empfänger ständig bei Euch, bewegt Euch damit durch die Gegend und hinterlaßt dabei vielleicht allerlei digitale Spuren.
Durch den Empfang der GNSS-Systeme kann Eure Position bestimmt werden und die Daten habt Ihr im Smartphone. Nur dort? Achtet auf Eure Einstellungen!
Früher brauchte man dafür noch große Türme und dennoch blieb vieles unentdeckt. Heute paßt die Technik bequem in die Hosentasche. Und während Ihr das hier lest, könnte natürlich längst jemand wissen, wo Ihr gerade seid.
Aber keine Sorge. Barad-dûr sieht Euch nicht. Wahrscheinlich nicht. Oder vielleicht doch? Im Traum?
Doch nun genug von diesen düsteren Gedanken, sonst träumt Ihr nächste Nacht wirklich noch davon. Schließlich soll dies hier ein Mystery und keine reale Abhandlung sein.
Also bleiben wir lieber in Mittelerde. Wer den Herrn der Ringe kennt, weiß natürlich, wem Barad-dûr gehört und was sich dort befindet. Wer ist nun der Herrscher von Barad-dûr?
Bezeichnet die Reihenfolge der Buchstaben seines Namens alphabetisch mit A bis ?. Über die einstellig gemachten Buchstabenwerte kommt Ihr hiermit N 51 07.(D-A)(B+F)(E-F) E 013 28.(E-A)(E-B)(D-C) zum Ziel.
Und wenn Ihr dort angekommen seid, haltet Ausschau nach einem kleinen Bewohner, der zwar nicht besonders mächtig ist, dafür aber ganz in Grün daherkommt.
Er ist einer der wenigen, die dem Auge von Barad-dûr bisher entkommen konnten ...