Kleiner Mauerspecht
Das Oskar-Helene-Heim (OHH) an der Clayallee im Berliner Ortsteil Dahlem zählt zu den historisch bedeutendsten Einrichtungen der deutschen Orthopädie und Rehabilitationsmedizin, dessen Entwicklung über ein Jahrhundert Stadt- und Medizingeschichte widerspiegelt. Gegründet von dem Arzt Konrad Biesalski und gestiftet durch das Unternehmerehepaar Oskar und Helene Pintsch, öffnete die Heilanstalt 1914 als Pionierprojekt für die Versorgung körperbehinderter Kinder ihre Türen. Das neuartige Konzept verband erstmals medizinische Behandlung, Schulbildung und berufliche Ausbildung in eigenen Lehrwerkstätten auf einem weitläufigen Areal. Neben der Weiterentwicklung von Prothesen für Kriegsversehrte erlangte das Heim in der Nachkriegszeit als orthopädische Universitätsklinik der Freien Universität Berlin hohe wissenschaftliche Anerkennung.
Im Zuge von Einsparungen im Berliner Gesundheitswesen wurde die Klinik im Jahr 2000 geschlossen und ihre Kapazitäten mit anderen Einrichtungen zum heutigen Helios Klinikum Emil von Behring in Zehlendorf-Süd zusammengelegt. Nach Jahren des Leerstands erfuhr das rund 3,3 Hektar große Areal ab 2013 eine umfassende Umgestaltung: Ein Großteil der Altbauten wurde abgerissen und durch das moderne Quartier „Oskar-Helene-Park“ ersetzt, das zeitgemäßen Wohnraum mit medizinischen Praxen und Nahversorgung vereint. Einzig denkmalgeschützte Solitärbauten wie das historische Beamtenwohnhaus blieben erhalten, während der benachbarte U-Bahnhof der Linie U3 sowie eine Gedenktafel vor Ort das Andenken an die Stifter und das medizinhistorische Erbe wachhalten.
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Hier ist der Name nicht der Ort der Suche, aber nah dran.
Viel Spaß und Erfolg bei der Suche wünscht
Iceman0815