Vor 99 Jahren lebte in trauter Eintracht nahe der Gemarkung
Himmelreich das junge Paar James Pitcairn-Knowles und Marie
Guérinet von fast nichts als Luft und Liebe – und der stattlichen
Mitgift, die Marie mit in die Ehe gebracht hatte. James verbrachte
seine Tage damit, die pittoreske Landschaft ringsum oder das
entzückende Antlitz seiner jungen Gattin zu malen – und Marie
gefiel sich als seine Muse. Doch nach wenigen Jahren war die
Mitgift aufgebraucht (man ließ es sich gut gehen und Künstlerbedarf
war schon damals nicht preiswert). Deshalb schickte Marie ihren
James zum nahe gelegenen Heidehäuschen. Sie hatte von der
Küchenmagd gehört, das Kräuterweiblein, das dort hauste, brabbele
oft von einem windigen Schatz, der in der Nähe verborgen sein
sollte. James fand es zwar unter seiner Würde dort vorzusprechen,
da ihm jedoch das Indigoblau und Tizianrot ausgegangen war, blieb
ihm nichts anderes übrig. So machte er sich denn auf zum
Heidehäuschen.
Die Alte, die ihm die Tür öffnete, sah wenig Vertrauen erweckend
aus und fast wäre James unverrichteter Dinge wieder abgezogen.
Allein der Gedanke an seine Holde (und das unvollendete Gemälde)
ließen ihn stammelnd sein Anliegen vortragen. Die Alte wies auf ihr
Holzbein und sagte: „Wenn ich nicht so schlecht zu Fuß wäre, würde
ich dir nichts verraten. Aber alleine komme ich an den Schatz der
Windsbraut ohnehin nicht heran. Wenn du mir ein Drittel des
Schatzes abgibst, sollst du erfahren, wo er versteckt ist.“ James
überlegte nur kurz. „Das ist ein ehrliches Geschäft. In Ordnung“,
stimmte er zu.
Als er zu Marie zurückkehrte, hatte er viele geheimnisvolle
Hinweise dabei, mit denen er nicht wirklich viel anfangen konnte.
Ob sie jemals den Schatz gefunden haben, ist nicht überliefert. Man
weiß nur, dass das Liebesnest der beiden noch heute ein sehr
sinnlicher Ort ist. Der Windsbraut hat man jedenfalls ein Denkmal
errichtet – ob als Dank für den Schatz bleibt jedoch im Dunkeln.
Das ist es, was das Kräuterweiblein James erzählte:
„Gehe vom Punkt N50.03.890 // E008.11.023, an
dem du dein Gefährt abstellen kannst, in westlicher Richtung.
Richte deine Aufmerksamkeit aber nach Norden, also auf den rechten
Wegrand. Nach kurzer Zeit kommst du bei ca.
N50.03.849 // E008.10.891 an einen von Brombeeren
umgebenen Pfahl, der trägt oben Kabel, die Signale weiterleiten.
Der Pfahl hat eine Nummer.
Notiere sie: X=
Nur wenige Meter weiter sind in niedriger Höhe Eisenrohre zu
einer Art Begrenzung zusammengefügt. Geh daran entlang und zähle
die senkrechten Streben der gesamten Begrenzung.
Notiere die Zahl: W=
Während du zählst, triffst du auf einen weiteren Signalpfahl (~N
50.03.822 // E.008.10.837), auf dem unter einer Nummer noch einige
untereinander angeordnete kleine graue Plaketten angebracht
wurden.
Wie viele Plaketten sind es? Y=
Notiere die Zahlen auf den Plaketten.
Dreieck =
Rechteck=
Kreiso=
Kreisu=
Jetzt hast du erst mal genug Zahlen gesammelt und du kannst ein
bisschen laufen. Folge dem Weg - vorbei an einer Allee junger
Linden. Wie viele sind es?
L=
Erst nach einiger Zeit verlasse kurz den Weg, nämlich dann, wenn
du an ein Tor kommst:
N50.0Y.[W x W x 2 - Y+Dreieck] // E008.10.[5xRechteck
+L]
Zähle die schmalen Längsstreben. (Damit du weißt, welche gemeint
sind: ihre Breite in Zentimetern entspricht etwa (X-Y):2.)
Notiere die Zahl der Längsstreben. A=
Dein Weg führt dich wenige Meter zurück zum Weg und dann weiter
zu einem grauen, oben abrundeten Stein. Du findest ihn bei
N50.0[Y+Dreieck].0[A] // E008.10.[(4x Rechteck)+(Yx
29)]
- oder wenn du die Augen offen hälst. Notiere die Zahl auf dem
Stein. B=
Nun laufe weiter gen Nordost, immer vorbei an vielen
Apfelbaumäckern, bis du zu einem emsigen Volk kommst, dessen süße
Erzeugnisse viele begeistern. Das süße Gold soll sogar gegen fiesen
Lippenherpes und Schrunden an den Gliedmaßen wirken, merke dir das,
dieser Tipp ist ganz kostenlos!
N50.0[Y+Dreieck].[Rechteck + Kreisu-A] //
E008.10. [(20xB) + (7x Kreiso)-Y].
Von diesem Punkt aus geht es schnurstracks etwa 200 Meter nach
Süden. Im Wald passe auf: Kleine dornige Geister öffnen ungesehen
zu gerne die Schürbänder deiner Schuhe und zerkratzen unbedeckte
Beine.
Nach 200 Metern wende dich nach Osten. Nach nur 20 Metern bist
du am Versteck des Schatzes der Windsbraut: Eine Buche, der man
nachsagt, sie wirke Liebeszauber (schon viele haben ihre Namen
verewigt), verbirgt den Schatz.
Um sicher zu gehen, dass du an der richtigen Stelle bist,
rechne:
N50.0[Y+Dreieck].0[(WxY)+10] // E008.10.[2xXxB +
2xX]
Wenn du den Wald in südöstlicher Richtung wieder verlässt, stößt
du bei N 50.03.930 // E 008.10.692 auf das Denkmal, das man der
Windsbraut zu Ehren gesetzt hat."