Egyptens Fluch
Weit vor der Zeit der grossen Voelkerwanderung fand
bereits eine kleine statt. Damals zogen verschiedene Staemme nach
Europa. Unter anderem auch ein Stamm Egypter, der nach Germania
zog. Niemand weiss, woher sie dereinst kamen. Sicher ist jedoch,
dass sie grosse Baumeister waren. Ein jeder baute sich sofort sein
eigenes Haus. Man erzaehlt sich , dass sie die Erbauer der grossen
Pyramiden sind. Ausserdem kannten sie alle Geheimnisse des Lichtes.
Sie erfanden damals, noch weit vor unserer Zeit, die
Lichtfalle.
Sicher, so starke Lichtfallen wie wir heute hatten sie
nicht, aber um die egyptischen Caches zu verstecken, reichten sie
voellig aus. Keiner dieser Caches wurde jemals gefunden. Um in die
Naehe des Schatzes zu gelangen, brauchst du einen sonnigen Tag,
einige Linsen wie auch jede Menge Spiegel. Einen Parabolspiegel und
eine Anzahl flache. Die Lichtfalle wurde damals mit Sonnenlicht
gespeist und reichte nur fuer einen einzigen Schuss. Danach waren
die Spiegel und die Lichtfalle ausgebrannt. Das Sonnenlicht wurde
mit Parabolspiegeln in eine liegende, zylindrisch hohle, verglaste
und innen mit Silber bedampfte
Steinsaeule geschickt
und auf der anderen Seite nicht herausgelassen. Da am Eingang immer
neues Licht in die Steinsaeule draengte sammelte sich immer mehr
Licht im Zylinder, bis das verschlossene Ende, in dem die
Lichtroehre steckte, die wiederum von einem Korken verschlossen
gehalten wurde, vom blinden Pharao mit der Lichtfallenaxt und einem
einzigen Hieb abgetrennt wurde. Der Pharao war der einzige, der bei
jedem Schuss diesem ueberaus grellen Sonnenlicht widerstehen
konnte. Alles angesammelte, schier ungeduldige Licht draengte
auf der Stelle auf dem
kuerzesten, dem geraden Weg durch die Lichtroehre nach draussen. So
ergab das einen extrem hellen und kurzen Lichtfallenschuss. Jetzt
wurde das Licht, von einigen flachen Spiegeln umgelenkt und
markierte am Ende die Stelle, an der ein Egyptischer Cache lag. Bei
guter Sommersonne konnte man so immer nur einen einzigen Schuss am
Tag machen.
Uebrigens musste man ohnehin sehr sparsam mit Lichtfallenschuessen
umgehen: fruehestens am naechsten Tag, wenn neues Licht zur
Verfuegung steht konnte man einen neuen Schuss machen. Wenn der
naechtliche Sonnenwind sehr schwach war konnte es schon mal ein
paar Tage dauern bis genuegend frisches Licht fuer einen neuen
Lichtfallenschuss zur Verfuegung stand.
Um
den egyptischen Cache zu finden, musst du dir eine solche
Lichtfalle bauen. Nimm einen saeulenfoermigen Stein von mindestens
vierundzwanzig egyptischen Ellen Laenge und einer Elle Durchmesser.
Hoehle ihn bis auf eine fuenftel Elle am Boden aus. Die Wandstaerke
darf ueberall nicht geringer als eine fuenftel Elle sein. Glasiere
den entstandenen Hohlraum ordentlich. Es duerfen keine Unebenheiten
sein. Zuletzt versilbere innen den glasierte Lichfallenstein mit
fünfhundert Gramm Silber. Vergiss keine Stelle, sonst entkommt dir
das Licht! Baue dir einen grossen, etwa sieben Ellen
Parabolspiegel, den du auch verglasen musst und mit je fünfzig
Gramm Silber bedampfst. Das Grundmaterial ist egal, da es nicht so
stark beansprucht wird wie die Lichfallensaeule. Ausserdem ist nach
dem Lichfallenschuss alles ausser der Lichtfallensaeule
ausgebrannt. Jetzt brauchst du noch zehn flache Spiegel, die
ebenfalls so wie die Parabolspiegel behandelt sein muessen. Ordne
alles wie auf der Skizze an.
Jetzt brauchst du noch drei wichtige
Sachen:
Erstens: Sonne ohne Ende.
Zweitens: eine Lichtfallenaxt (Wenn du keine hast bau dir
eine. Keine Ahnung wie die genau aussehen muss. Experimentiere mit
verschiedenen Materialien.)
Drittens: einen blinden Pharao
Wichtiger Hinweis:
Uebe mit dem Pharao ausgiebig, damit er die
Lichtroehre der Lichtfalle auch mit einem Hieb abschlaegt, denn
sonst entwischt dir das Licht seitlich und du musst warten bis des
nachts der Sonnenwind ordentlich weht und alles neu bauen. Wie
schon gesagt nach einem Schuss ist alles bis auf die
Lichfallensaeule
ausgebrannt.
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