Bei obigen
Koordinaten angekommen, solltet Ihr nun vor einem historischen
Gebäude stehen. Es ist eins der vielen Gebäude von denen aus im 18
Jahrhundert Preußen regiert wurde. Einer der vielen Bewohner wurde
am 15.8.1688 in Berlin geboren. Er wurde im Alter von sechs Jahren
zum Kommandeur von zwei Regimentern ernannt. Dies mag seinen nahen
Bezug zum Militär erklären. Denn obwohl er selber nie einen eigenen
Krieg führte (roi militaire et
pacifiste,
Mirabeau) wurde er als
Soldatenkönig im Volksmund
und in der Historie bekannt. Er nahm nur einmal an einem Feldzug
gegen König Karl den XII von Schweden teil. Anstatt Krieg zu
führen, begann er den geerbten, total verschuldeten Feudalstaat zu
reformieren. Der höfische Alltag mit seinen extravaganten Sitten
musste dem nüchternen Militarismus weichen.
Die preußische Armee wuchs unter
seiner Regentschaft zahlenmäßig an. Jeder junge männliche Preuße
wurde damals in ein Militärsystem hineingeboren und gehörte
aufgrund seiner Geburt einem Regiment an. Das war der Vorläufer der
allgemeinen Wehrpflicht. Als besondere Marotte ist noch heute sein
Garderegiment unter dem Namen
LANGE KERLS bekannt. Es
bestand aus 60 Offizieren, 165 Unteroffizieren, 53 Trommlern, 15
Pfeifern, 15 Sanitätern und 2160 Musketieren, von denen keiner
kleiner als sechs Fuß (rund 1,88 Meter) sein durfte. Zwar war der
König im Allgemeinen als sparsam bekannt, aber im Falle seiner
Langen Kerls gab er schon mal gerne Unsummen aus, um an solch große
Männer zu kommen. Hier wurde auch nicht vor Entführungen,
gewaltsamen Umsiedlungen und politischen Verwicklungen
zurückgeschreckt um den Willen des Königs durchzusetzen.
Ansonsten versuchte er seinen
Untertanen ein fürsorglicher König zu sein, der den Titel König
nicht nur als Privileg sondern auch als Beruf und Aufgabe verstand.
So versuchte er den finanziell überlasteten Staat zu sanieren,
indem er den Merkantilismus einführte, das bedeutete unter Anderem,
das er den Import von Fertigprodukten mit hohen Zöllen belegte und
den Export erleichterte. Bei Rohstoffen dagegen wurde die Einfuhr
erleichtert und die Ausfuhr erschwert. Der König verpflichtete
jeden, den Adel einbegriffen, zu Arbeitseifer, Sparsamkeit, Fleiß
und Pflichttreue. So entstand das Urbild des preußischen
Staatsbürgers, der sich durch blinden Gehorsam, absolute
Unterordnung, Gottesfürchtigkeit, treuen Diensteifer,
Unbestechlichkeit, Disziplin, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit
auszeichnen sollen. Geradezu manisch verfasste der König zahllose
Edikte, Vorschriften für das Verhalten seiner Untertanen, die
peinlich genau befolgt werden mussten. So kommt es unter Anderem zu
Einführung der Schulpflicht, was der Verbesserung des
Bildungsstandes im damaligen Preußen diente.
Unter ihm entwickelte sich
Preußen zu einem Standort für Wissenschaft und Industrie. Er
gründete 1727 die Berliner Charite und nahm 1732 20.000
Glaubensflüchtlinge aus Salzburg auf, um das durch die Pest
gezeichnete Ostpreußen wieder aufzubauen. Ein Selbstbekenntnis von
ihm lautet: „Ich bin ein böser Mensch. Ich bin sehr jähzornig.“
Dies wird auch deutlich als er das Todesurteil für seinen eigenen
Sohn fordert, der dem totalitären Regime seines Vaters entfliehen
wollte. Später versöhnen sich Beide.
Dennoch legte dieser König die
Grundlage für Preußen und die weitere Entwicklung für Land und
Leute. Er starb nach 27jähriger Regentschaft am 31.5.1740 in
Potsdam.
Sowohl der Park,
als auch die Stadt laden zu einem kleinen Bummel ein. Dicht bei den
Koordinaten gibt es einen kostenlosen Parkplatz. Die Anreise ist
auch per S-Bahn möglich, vom Bahnhof aus sind es ca. 6 min. zu Fuß.
Wegweiser helfen bei der Orientierung.
Zu welchem Geburtstag bekommt er das Gebäude
vor dem Ihr steht geschenkt? = A
Wie viel schräge Fenster seht Ihr? = B
Wie viel Türme hat das Gebäude? = C
Wie alt wurden seine Töchter Wilhelmine = D
und Friederike Luise = E? (Er hatte 14 Kinder)
Nicht gleich loslaufen, manches erfährt man nicht vor Ort, wenn
zB. das Museum geschlossen ist.
Öffnungszeiten: 25.3. - 31.10.,
Dienstag bis Sonntag 10 Uhr - 17 Uhr, letzte Führung 17 Uhr
1.11. -
31.3., Dienstag bis Sonntag 10 Uhr - 16 Uhr, letzte Führung 16
Uhr
Montags
geschlossen
Der Cache liegt nahe bei:
N 52° 17,xxx
E 013° 37,yyy
xxx = 905 +
(A*B*C)
yyy = 522 + D +
E
Man braucht das Schlossparkgelände
nicht zu verlassen. Auch wenn man kurz davor ist die Pforte zu
durchschreiten.
5 lange (grün lackiert) Kerls links um.
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Cachekontrolle
am 20.08.2005 mit Etikett und einer Plastiktüte
versehen