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Friedberger Blutföhre Multi-Cache

This cache has been archived.

Nemo86: Nachdem weitere Unwidrigkeiten dazugekommen sind und sich meine Zeit sehr in Grenzen hält werde ich Die Bluföhre erst mal archivieren.
Aber sicher nicht entgültig!

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Hidden : 7/27/2005
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Eine kleine Runde durch das altbaierische Friedberg. Kurz, aber nicht ganz ohne ...

 

Die Friedberger Blutföhre






Dieser Cache ist zweiteilg. Der erste Teil führt als informativer kleiner Rundgang durch das Zentrum des "Städtles", wie es Friedberger liebevoll bezeichnen. Mit den gesammelten Informationen erhaltet ihr die endgültigen Cache-Koordinaten, die etwas ausserhalb liegen. Wer gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann den Cache problemlos erreichen, für nicht ganz so Sportliche gibt's neue Parkkoordinaten.

  • Weglänge 1.Teil: ca. 1km einfach
  • Weglänge 2.Teil: ca. 200m einfach
  • Weglänge zwischen Teil 1 und Teil 2: ca. 1,7km einfach
  • Zeit: ca. 1-1,5 Stunden (Achtung: so mancher hat aber auch schon deutlich länger benötigt :-)
  • bis auf kurze Ausnahmen nur befestigte Wege

 

Teil 1: Das "Städtle"



Friedberg

Parkmöglichkeiten:

N 48° 21.314
E 10° 58.702'
Downtown Friedberg – ein guter Ausgangspunkt zum Cachen und für sonstige Aktivitäten im Städtle (zwei Tiefgaragen sind nicht weit, moderate Parkgebühren von ca. 0.60 EUR pro Std.)



 

Station 1: Startpunkt - Das Köpfhäusl:

Die Friedberger Blutföhre

N 48° 21.502'
E 10° 58.743'

Ausgangspunkt für unseren Spaziergang ist das sogenannte "Köpfhäusl", die ehemalige Hinrichtungsstätte auf dem Friedberger Schloßhügel. An diesem Bauwerk nagt zwar mittlerweile schon arg der Zahn der Zeit. Auf der rasenbewachsenen Plattform war einst Standort einer stämmigen Föhre, der sagenumwobenen "Friedberger Blutföhre".

Von der Blutföhre weiß man sich folgende Geschichte zu erzählen:
Zur Zeit Ludwigs des Strengen verlobte sich der ritterliche junge Graf Ulrich von Möring (dem heutigen Mering) mit der anmutsvollen Agnes von Hardenberg. Das junge Glück weckte den Neid des benachbarten, übel berüchtigten Strauchritters Hans von Eurasburg, der aus diesem Grunde Ulrich ins Verderben stürzen wollte. Und schon bald bot sich ihm dazu auch die perfekte Gelegenheit! Ein Spießgeselle des Eurasburgers entwendete Ulrich einen kostbaren Dolch mit dessen Wappen und brachte ihn seinem Herrn. Kurze Zeit später wurde der herzögliche Pfleger von Friedberg (und Onkel der jungen Agnes) heimtückisch ermordet im Wald aufgefunden. In der Wunde steckte noch der blutbefleckte Dolch mit dem Wappen des Grafen von Möring. Wohl richtete sich der Verdacht im ersten Moment gegen den Eurasburger Raubritter, doch ließ sich dafür nicht der geringste Beweis erbringen. So wurde Ulrich von Möring des Meuchelmordes angeklagt und allen Unschuldsbeteuerungen zum Trotz zum Tode durch das Schwert verurteilt.
Unter den Mitleidsbezeugungen des herbeiströmenden Volkes bestieg der Verurteilte die Richtstätte (also das Köpfhäusl). Noch bevor er sein Haupt auf den Richtblock legte, sprach er mit lauter Stimme zum Volke: "Meine Seele ist rein, aus meinem Blute soll hier eine Föhre entstehen zum Zeugnis meiner Unschuld!".
Wenig später starb seine schöne Braut an gebrochenem Herzen. Nebeneinander fanden sie in der Schloßkapelle derer zu Möringen ihre letzte Ruhestätte.
Vom wahren Mörder aber hat man nie wieder etwas vernommen. Doch die Prophezeiung des unschuldig Gerichteten hat sich erfüllt: kurz nach seinem Tod wuchs dort als stetige Mahnung tatsächlich eine stattliche Föhre empor.

Die Föhre selbst ist leider zwischenzeitlich nur noch Geschichte. Man erzählt sich, sie soll nach dem Krieg um ein Haar als Brennholz verwendet worden sein. Klägliche Reste des Stammes befinden sich jetzt im Heimatmuseum. (Zweifler behaupten, daß die Föhre im Museum vom Alter her ja niemals aus der Zeit Ludwigs des Strengen stammen könne, aber ich denke, das ignorieren wir ganz einfach ...)
Vom wildromantischen Schloßgraben hoch führt eine holzbefestigte Treppe zum Köpfhäusl. Ob Ulrich von Möring sie jemals gegangen ist? Wohl kaum, aber ihr solltet sie gehen und dabei die Stufen zählen! Achtung: auch verfaulte Stufen sind Stufen…

A = Anzahl Stufen



 

Station 2: Das Wittelsbacher Schloß:

Das Friedberger Schloss

N 48° 21.458'
E 10° 58.785'

Hier wurde 1257 von Ludwig dem Strengen eine Fürstenresidenz errichtet, die auch fast 300 Jahre lang allen Angriffen und Belagerungen durch Augsburger, Münchner und sonstigem Gesindel standhielt. 1541 fällt sie aus einer Unachtsamkeit der Besatzung den Flammen zum Opfer. (Nicht zündeln, Kinder! Wie schnell ist so ein Schloss abgebrannt!) 1552-59 wird sie im Renaissance-Stil wieder aufgebaut, im 30jährigen Krieg niedergebrannt und wieder aufgebaut. Das Wittelsbacher Schloß hat zwischenzeitlich nur schon einige hundert Jahre ohne nennenswerte Katastrophen überstanden. Übrigens, die spätere Hausherrin, Christine von Lothringen hätte sich bestimmt über die Besichtigung ihres Witwensitzes (ohne Zündhölzer) sehr gefreut!

An Station 2 findet sich der Hinweis auf "B". Glaubt aber nicht, daß alles Gute nur von oben käme! Vielleicht ist es ja bei Hofe ganz anders, wer weiß?

B = ?



 

Station 3: Zwischen Bildung und Geistlichkeit:



Vom Wittelsbacher Schloß aus könnt ihr bereits den gestreiften Turm der Stadtpfarrkirche erkennen. Nach ca. 150m Luftlinie in dieser Richtung erreicht ihr Station 3.

Seid gegrüßt! Wir sind gefangen zwischen Geistlichkeit und Bildung. Ob auch schon zu Zeiten Ludwigs des Strengen hier mit strenger Hand durchgegriffen wurde? Notiert das Jahr der „Bildung“ dieser Stätte…

C = A-D. xxxx

Verliert die Kirche nicht aus den Augen!
Wusstet ihr, daß Friedbergs Uhrmacher seit dem 16. Jahrhundert in ganz Europa bekannt sind? Um 1800 zählte die Uhrmacherzunft bis zu 70 Meisterwerkstätten, bis Ende des 19. Jahrhunderts waren hier 400 Uhrmacher namentlich beurkundet.
Uns geht es jetzt aber um die Kirche, bzw. deren lustige Bemalung.
Was meint ihr? Wieviele rote Streifen könnt ihr von der Spitze des Turmdaches bis 3 bzw. 9 Uhr zählen?
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen… nochmal ist Zählarbeit angesagt! Wieviele rote Streifen wurden auf der Fassade des Presbyteriums (Apsis) angebracht?

D = Anzahl roter Streifen oberhalb 3 Uhr
E = Anzahl roter Streifen an der Apsis



 

Station 4: Die Pfarrkirche:

Die FriedbergerStadtpfarrkirche

Die Pfarrkirche ist auch noch ein genaueres Hinsehen wert… von außen ist die Kirche nämlich baugleich mit San Zeno in Verona, von innen eine Kopie der berühmten San Apollinares in Ravenna.
Zu Sankt Jakob hat sich im Jahre 1993 noch ein anderer Patron gesellt. In Friedberg bewahrt euch der Heilige Ulrich vor nassen Füßen und seine Nähe ist ratsam für Hilfesuchende, selbst bei der Beantwortung der nächsten erdkundlichen Frage.

Wie hoch liegt Friedberg auf dem "Höhenprofil"?

F = Höhe in m




 

Station 5: Federvieh:



Jetzt wird´s weltlich und unhistorisch - es geht um Brauchtumspflege! …

Findet heraus, aus welcher Richtung der Wind weht und ein Hahn wird euch darüber Auskunft geben, wieviele Partnerstädte Friedbergs hier mit ihrem Stadtwappen gewürdigt werden!

G = Anzahl Partnerstädte




 

Station 6: Vom Regen in die Traufe?:

Der Friedberger Marienplatz

Ein goldener Löwe thront von weitem sichtbar auf dem barocken Wahrzeichen der Stadt, auch hier findet sich wieder ein schönes Beispiel für die Uhrmacherkunst der altbaierischen Herzogsstadt.
Hier können Verliebte den Bund für´s Leben schließen. Für weniger Romantische, die behaupten, sie kämen so nur vom Regen in die Traufe, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts für Ableitung gesorgt.

H = Wann genau (Jahr der Installation)?






 

Teil 2: Der Cache





Noch etwas Rechenarbeit:

X = ( B * C ) - ( G * F ) - ( B * F ) + F + B + A - 7
Y = H - ( 2 * F ) - A - B - ( 3 * G )

Jetzt ergeben sich die Koordinaten des Caches:

N 48° 20,X'
E 10° 58,Y'

Noch eine kleine Stärkung gefällig? Rund um Station 6 gibt's genügend Gelegenheiten für einen kurzen Einkehrschwung.

Wer gut zu Fuß ist, macht sich hier auf den knapp 2 km langen Endspurt.
Ein paar Koordinaten sollen euch als Anhaltspunkte auf dem Weg dienen:
N 48° 21.346' - E 10° 59.050'
N 48° 21.147' - E 10° 59.138'
N 48° 20.959' - E 10° 59.110'
N 48° 20.891' - E 10° 58.751'


Wer doch lieber bequem auf zwei oder vier Rädern unterwegs ist, der parkt sein Fahrzeug am besten irgendwo dort:
N 48° 20.891'
E 10° 58.751'



Viel Spaß beim Suchen!

Additional Hints (Decrypt)

Fgngvba 2: Fpunhg tranh, nore snyyg avpug iba qre Oeüpxr! Vue jreqrg jvffra, jraa vue rf trshaqra unog! Fgngvba 6: nz Troähqr...

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)