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Hartstein Traditional Cache

This cache has been archived.

tabula.rasa: Da es hier seit Monaten keinen Cache zu finden gibt, archiviere ich das Listing, damit es nicht mehr auf den Suchlisten auftaucht bzw. neue Caches blockiert. Falls du den Cache innerhalb der nächsten drei Monate reparieren oder ersetzen möchtest, schreibe mir bitte per E-Mail. Sofern der Cache den aktuellen Guidelines entspricht, hole ich ihn gerne wieder aus dem Archiv.

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Hidden : 10/27/2005
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Werdenfelser Hartsteinwerk - aufgelassener Steinbruch
Werdenfelser Hartsteinwerk - left quarry

Der Lange Köchel ist ein morphologischer Härtling, der ca. 90 Meter aus dem Murnauer Moos ragt.

Hier sind von 1930 bis Ende des Jahres 2000 rund 24 Millionen Tonnen Naturstein (Handelsbezeichnung Glaukoquarzit) abgebaut worden. Mitten im Naturschutzgebiet befindet sich jetzt der Steinbruch, ein 1,1 km langer und bis zu 130 Meter hoher, künstlicher Aufschluss, der auch eine bis zu 40 Meter tiefe Grube umfasst. Die Grube ist mittlerweile schon mit Wasser gefüllt.

Jetzt wo wir uns mit der Stelle wegen des Caches intensiv beschäftigen ist er ein gutes Beispiel dafür wie früh auch in Bayern schon Naturschützer gegen den bedenkenlosen Raubbau an der Natur gekämpft haben, wie lange diese Kämpfe dauern können, wie aber auch den dort arbeitenden Menschen die Lebensgrundlage durch den Naturschutz entzogen wird.

Der Gesteinsabbau:

Produktionsweise anfänglich im Einzelsprengverfahren: Es wurden an der steil nach Süden geneigten Wandhöhe von Bergarbeitern Sprenglochreihen gesetzt. Hierfür standen sie auf einem mehrere Etagen hohen Gerüst und mussten mittels schwerer Presslufthämmer circa 100 Löcher zu je vier bis sechs Metern Tiefe bohren. Diese wurden mit Dynamit gefüllt und die Öffnungen mit Lehm aus dem Moor oder einer Kombination aus Bohrschlamm und Sägemehl verstopft. Nach der Sprengung schaufelten ca. 200 Arbeiter anschließend den am Boden liegenden Steinhaufen im Akkord in Loren. Auf Schienen wurden die Loren dann zur weiteren Verarbeitung zu den Maschinen der Brecherei geschoben. Zu große Steinblöcke mussten vor der Verladung mit Hammer und Meißel zerkleinert oder nochmals gesprengt werden. Aus kleinem Abraum wurde Edelsplitt gemacht. In der Beladestation rutschten die vorher nach Größe sortierten Steine aus Silos über in die leeren Gondeln einer Seilbahn. Jede der anfänglich 100 Gondeln konnte 1 Tonne Gestein transportieren. Diese förderten die Steine über ca. 4 Km und 19 Stützen zur Entladestation am Güterbahnhof Eschenlohe Den Strom lieferte das Walchenseekraftwerk, das der Ingenieur Oskar von Miller in den Jahren 1918-1924 erbaut hatte.

Geotop:
Dem glazial entstandenen Rundhöcker und bedeutendsten Aufschluss der im Bayerischen Voralpenland seltenen helvetischen Kreide ist der Status eines unbedingt schutzwürdigen Geotops vom Typus Härtling und Schichtfolge zugesprochen worden (LAGALLY et al. 1994).

Zeittafel:
1927:Gründung des Betriebes durch August Peisl sowie Georg Tilger.
1929:1. Einspruch gegen den Abbau wegen Umweltbedenken durch Pfarrer Demleitner aus Eschenlohe.
1930:Aufnahme der Produktion von Splitt und Schotter (Handelsname Glaukoquarzit) für u.a. die Deutsche Reichsbahn.
1940:Ein Regierungserlass zur einstweiligen Sicherstellung des Naturschutzgebietes Murnauer Moos schränkte die weitere Ausdehnung des Abbaues ein. Um den Tourismus in der Gegend zu erhalten musste zumindest die Nordseite des Langen Köchels unberührt bleiben.

Wir sollten nicht vergessen dass in dieser Zeit auch hier Zwangsarbeiter eingesetzt worden sind.

1949:landratsamtlich untersagte Abbauerweiterung und die einstweilige Sicherstellung des Langen Köchels als Naturschutzgebiet.
1951: endgültige Genehmigung zur Expansion des Abbaufeldes bis an den Westrand der Südflanke.
1953 - 1956:verschieden Maßnahmen und Einsprüche von Umweltverbänden um den offiziellen Naturschutzstatus für das Murnau-Eschenloher Moos durchzusetzen und damit alle weiteren seitlichen Expansionsmöglichkeiten des Gesteinsabbaus am Langen Köchel endgültig zu verhindern.
1960:Prof. Dr. Max Dingler prangert die Bedrohung des Mooses durch den optisch wahrnehmbaren Landschaftsverbrauch an und wies diesem Ökosystem eine Schutzwürdigkeit nach wirtschaftswichtigen, ethischen und wissenschaftlichen Belangen zu.
1964:Status eines Landschaftsschutzgebietes für das Murnau-Eschenloher Moos bis auf das bestehnde Abbaugebiet und den "Bärnsteig", der damit behördlich zum Gesteinsabbau freigegeben war.
1979:Erschließung des Abbaugebietes am Bärnsteig, aber Anordnung der sofortigen Einstellung der Rodung an.
1980:Rechtsstatus eines Naturschutzgebietes wieder mit Ausnahme des Bärnsteig
1984:Das Landratsamt verfügt die Sicherstellung der Randbereiche des Murnau-Eschenloher Mooses als Landschaftsbestandteile. Damit Rechtsstatus eines Naturschutzgebietes
1991:Abweisung der Klage des Hartsteinwerkes Werdenfels auf Rodungs- und Abbaugenehmigung in erster Instanz.
2000:Einstellung des Betriebes wegen Unrentabilität aufgrund des eingeschränkten Abbaues und Verkauf an den Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Abbruch und Rückbau der Anlagen inklusive der Werkskantine.
Einstellung des Abbruches der Werkskantine weil dort mittlerweile Bartfledermäuse eingezogen sind. Flutung des Tagebaurestloches ab Anfang des Jahres 2002.

Eine genaue Beschreibung bietet (visit link)
Wir haben die sehr wissenschafts - orientierte Beschreibung zugunsten besserer Verständlichkeit stark gekürzt.

So, jetzt gehts zur Sache:
Vom Segelflugplatz Ohlstadt ca. 3,5 km Wanderung.
Es gibt Straßen die bis hin führen,(nicht vom Flughafen aus!) aber die sind nur für Anlieger. Wir haben die Stelle beim
Motorradfahren entdeckt.
WICHTIG: Haltet Euch bitte an die Wege. Sie sind (Herbst 2005) gut begehbar, auch mit Mountainbikes befahrbar.

Hier ist er:
N47 37.908 E11 09.441

Inhalt: Tasche für Mobiltelefon
Handwärmer wiederaufladbar
Telefonschnur - Entwirrer

Logbuch,
Bleistift

TB Söt D. Dogbug wurde hier ausgesetzt. Er möchte (laut derzeitiger Beschreibung) zusammen mit Hundefreunden fotografiert werden.

I hope this text is related to the english language :)

The "Lange Koechel" is a morphologic monadnock, which towers ca. 90 meters out of Murnau's moor.

From 1930 to the end of 2000 here where mined ca. 24 millionen tons of natural stone called Glaukoquarzit. The quarry is situated in the mid of a natural reserve. It is a 1,1 kilometer long and max 130 meter high artificial outcrop together with a dump of max 40 meter deepness. The dump is now filled with water

The history of this place is a good example for how early even in Bavaria conservationists have been struggling against unconsidered robber economy, how long time these struggles take, but even how people loose their jobs by nature conservancy.

Mining:

In the early beginning the miners had to make hundreds of blastholes into the cliffy rock face. They had to stand on a scaffold with many levels and had to drill the 6 meter deep holes with heavy jackhammers. These blastholes were filled with dynamite and closed with a combination of mud, clay and sawdust. After the explosion around 200 workers had to shovel the stones into lorries. These lorries were pushed on rails to the flint mill. If the stones were too heavy they had to be demolished by hand or with dynamite. The stones were sorted and filled into the buckets of a cableway. Each of the 100 buckets could transport 1 ton of stones. The cableway was 4 km long and ended at the railway - station of Eschenlohe. The electric power for the cableway came from the very early hydro - electric - powerstation of the Walchensee - a lake in the mountains some kilometers away. This powerstation is worth a visit, too. Look at the old generators and the documents from the time of it's construction built by the engineer Oskar von Miller from 1918 to 1924.

Geotop:
This site emerged in glacial time. (Ice - age :) ) It is the most important outcrop of helvetic crayon in the Bavarian Alpine Upland. It has the status of a geotope type monadnock "worthy of protection". (LAGALLY et al. 1994).

Chronology:
1927:foundation of an enterprise by August Peisl and Georg Tilger.
1929:first appeal against the mining with the reason of nature conservancy by the catholic pastor Demleitner from Eschenlohe.
1930:beginning of the production of flint and gravel (glaukoquarzite). Important customer was the german railway.
1940:decree securing the nature protection area Murnau moor delimiting the enlargement of the mine. Protection of tourism was the reason to keep the north side of the "Langer Koechel" inviolated.

We should not forget that in this (nazi-)time slave workers had to work in the quarry.

1949:decree against the enlargement and for the securing of the nature protection area "Langer Koechel".
1951:definitive license for the enlargement of the mine to the west end of the southern side..
1953 - 1956:several procedures and appeals of environmental campaigns to implement the official status for the moor between Murnau and Eschenlohe and to definitively delimit the enlargement of the mine.
1960:Prof. Dr. Max Dingler denounces the threat of the moor by loss of the scenery and testifies the worthyness for protection for econmic, ethical and scientific concerns.
1964:status of a protected area for the moor exept for the quarry and the region "Baernsteig" which licensed the mining officially.
1979:start of development of the mine at "Baernsteig" but a decree stops the clearing.
1980:again status of a protected area for the moor exept for the quarry.
1984:district office gives decree securing the border areas of the moor. This gives status of protected area for the complete region.
1991:dismissal of a claim of the company "Hartsteinwerk Werdenfels" for license for clearing and minig.
2000:close-down of the company. Vending of the quarry to the district office of Garmisch - Partenkirchen. Demolition of the plant including the staff - canteen.Stop of the demolition of the canteen due to appearance of a rare genus of bats.
Flow of the dump within 2002.

Data from (visit link) (in german)

Now you can hunt the cache:
From the "Airport" (german: Segelflughafen) Ohlstadt by foot 3500 meters one way.
There are roads to the location (not from the airport!) but they are only for locals.
IMPORTANT: everywhere good ways. Please don't leave them. There is no need to cross the brushwood.

Coordinates:
N47 37.908 E11 09.441

Travelbug Söt D. Dogbug was the first inhabitant of the cache. At the time beeing he wants to be photografed together with fellow - dogs.

Additional Hints (No hints available.)