Ruine Hohen-Dießen
Kurzer
Geschichtlicher Abriss in Zahlen zu dem wunderschönen
Areal:
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um 1100 - Nennung des Dießener
Ortsadels.
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1334 - Ulrich und Wolf der Dießer sind
Besitzer der Anlage.
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1408 - Jörg von Neuneck wird von Walther von
Hohengeroldseck mit
den von Hermann von
Ow und Dietrich dem
Hülber erkauften Teiler der Burg
beleht.
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1435 - Thiebold von
Hohengeroldseck
beleht Georg von
Ow mit dem vierten Teil der
Burg.
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1481 - Die Herren von Ow verkaufen
ihren Anteil an der Burg an Burkhard von Ehingen.
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1491 - Burkhard von Ehingen bekommt den Burganteil seines
Schwiegervaters und wird alleiniger Herr über die Burg.
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1525 - Beschädigung der Burg im Bauernkrieg.
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1552 - Nach dem Aussterben der Ehinger erben die Herren von Wernau
die Burg.
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1557-80 - Hans Wilhelm von Wernau ist alleiniger Herr der Anlage
und baut das Schloss aus.
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1696 - Die Schenken von Stauffenberg erben die Burg von den
Wernauern.
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1708 - Verkauf der Burg und Herrschaft an das Schweizer Kloster
Muri.
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1803 - Säkularisation: .Burg und Ort kommen an das Haus
Hohenzollern-Sigmaringen.
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1889 - Die Familie Ow-Wachendorf ist im
Besitz der Burg (bis 1965).
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1965 - Die Gemeide
Dießen übernimmt die Burg.
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1969 - Sicherungsarbeiten.
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1990 - Zweiter Abschnitt der Burgsanierung durch die Stadt
Horb.
Die
Burgruine zu Dießen ist ab Mitte des
13. Jahrhunderts der einstige Sitz des
Dießener Ortsadels. Später waren Adlige
aus der Umgebung die Burgherren:
So die Hülwer, (oder Steinhilber, sie
stammten von Steinhilben in Hohenzollern) die Herren von
Ow und die Herren von Ehingen, sie
bauten die Burg aus. Dann die Herren von Wernau und die Schenken
von Stauffenberg. Sie verkauften Dießen
mit Dettlingen 1708 an das Kloster
Muri. Mit der ganzen Herrschaft Glatt
ging Dießen 1803 an den Fürsten von
Hohenzollern-Sigmaringen über, was die
Untertanen nicht ungern sahen, da mit der Säkularisation ein Teil
der Frondienste aufgehoben wurden.
1812 wurde die als baufällig erklärte Burg
Hohendießen von Seiten der fürstlichen
Verwaltung um 600 Gulden angekauft und 1813 zum Abbruch verkauft.
Die zur Burg, oder wie von den
Dießenern gern Schloss genannt,
gehörenden weiteren Gebäude kamen 1889 durch Kauf in den Besitz der
Familie Ow,
Wachendorf. Diese
überliess die Ruine 1968/69 der
Gemeinde Dießen.
Von der Gemeinde, dem Landkreis Hechingen und der Staatlichen
Denkmalpflege wurde die Burgruine dann in den 1970er Jahren baulich
gesichert und zugleich für die Aufführungen des
Dießener Volkstheaters
eingerichtet.
Von der ersten Anlage, die bis ins 13. Jahrhundert zurückgeht und
im 14. Jahrhundert oft erwähnt wird, lassen sich heute keine Reste
mehr nachweisen. Vom Hauptbau, dem ehemaligen
Pallas, stehen noch Teile der östlichen
und der westlichen Giebelmauer sowie die Grundmauer der
südlichen Längsseite. Das
Bruchsteinmauerwerk aus Muschelkalk mit einigen rechteckigen
profilierten Fenstergewänden, zeigt die
Ansätze ehemaliger Fensterkreuze und einige
Gewände
rundbogiger
Öffnungen .
Im
Westgiebel ist über einer Flachbogenöffnung ein stark verwitterter
Wappenstein eingemauert. Er zeigt das
Ehingen`sche Wappen von einem Hl.
Christophorus gehalten. Darüber in vertiefter Fraktur: Junker Hans
von Ehingen 1555 und ein
Steinmetzzeichen.
Der Torbau, über dem einst ein Turm von 6,00 mal 6,30 m gestanden
hat, hat 2 spitzbogige Torbögen. An der Eingangstür eines späteren
Anbaues wurde ein Sturz mit der Jahreszahl 1564 verwendet. An
dem noch heute noch bewohnten
Wirtschaftsgebäude steht über einem
grossen Rundbogen die Jahreszahl
1768.
Im
Jahre 1812 wurde dann die Schlosskapelle abgebrochen.
Der
gotische Altar wurde von dem damaligen Pfarrer nicht in die
Dorfkirche übernommen und ist wahrscheinlich verbrannt worden.
Lediglich die beiden Altarflügelbilder, die den Tod und die Krönung
Mariens zeigen sind noch bis heute in
der Dießener Kirche
erhalten.
So und nun zum Käsch:
Parken
bei den Koordinaten im
Header.
Schaut
euch die Burg gut an- geht auch mal drum rum- unten ist es schöner
als man denkt.
Das
Objekt eurer Begierde ist unter dem „ORT auf dem Ihr
STEHT“.
Viel
Spaß wünschen euch Lacki und
Haize.