In
Honnefs unmittelbarster Nachbarschaft liegen die reichsten
Erzschätze, keiner kennt sie besser als ich, der 25 Jahre lang hier
tüchtige Arbeiter buddeln ließ. Hoffentlich werden meine lieben
Mitbürger einmal soweit kommen, ihre Angst vor Arbeiterzufluß, den
man in einem Badeort nicht gern sieht, beiseite zu schieben; auch
hoffe ich, daß die Jagdliebhaber, die sich in ihrer Weidmannslust
durch die beim Bergbau nun einmal unvermeidlichen "verdammten
Schießereien" beeinträchtigt glauben, das Allgemeinwohl einstens
über ihr Vergnügen stellen werden. Und am Ende glaube ich auch, daß
unsere Kurgäste, die die Honnef- Asbacher-Straße wandern, nichts
Schlimmes darin finden werden, wenn sie die Wasser einer Wäsche
rauschen und die Pochhämmer fallen hören; zudem stört eine solche
Anlage, an geeigneter Stelle angebracht, das Auge nicht im
geringsten, im Gegenteil, sie bringt Abwechslung in die schöne
Waldpartie. Für Honnefs Zukunft also ein herzliches "Glück
auf!".
Grubendirektor Wilhelm
Welcker in einer Leserzuschrift - am 5. September 1917 in der
Kölnischen Zeitung abgedruckt.
Wer heute durch das Schmelztal wandert, mag von
alle dem, was Wilhelm Welcker 1917 beschrieben hatte, nichts mehr
finden - nur der Name des Tales scheint noch an die Erzgewinnung zu
erinnern. Und doch - es gibt noch Spuren. Ob sie denn auch zu
finden sind?
Begeben wir uns also zu den Resten der Grube
Glückliche Elise und parken auf dem Einsiedel-Parkplatz:
N50°39.391 E
07°16.072
Wenn wir den Weg ins Einsiedeltal nehmen, findet
sich auf der linken Seite sich nach gut 300m ein alter gemauerter
Stolleneingang, von dem lediglich der obere Teil noch aus der Erde
ragt. Welche Grund-Form hat es?
A =
5: Rechteck
4: Trapez
5: Kreis
Wenn man dem Weg weiter folgt (vielleicht 100m),
findet man in einem sumpfigeren Gebiet im Wasser eine Stelle, an
der ein Schacht nach unten gehen soll. Man erkennt dies nur an
einer Verfärbung des Wassers, welche durch die aus dem Erz gelösten
Mineralien herrüht. Wie ist das Wasser hier verfärbt?
B =
6: grünlich
7: rötlich
8: bläulich
Nicht weit hiervon geht ein Seitental Richtung
Westen ab. Hier findet sich einen unscheibarer Stolleneingang in
den südlichen Hang. Was findet sich in der Nähe des Stolleneingangs
?
C =
0: Jagdstuhl
1: gemauertes Fundament
2: Tiertränke
3: Lichtung
N 50°39.B42 E07°1A.C89