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Schmotzerin Traditional Cache

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ApproV: Gone.

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Hidden : 6/20/2006
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:





Das Radkreuz an dieser Stelle soll nach dem Volksmund an eine hier stattgefundene Vierlingsgeburt der Schmotzerin erinnern! 

Barbara Stratzmann

(Schmotzerin)

Die Frau, die angeblich 53 Kinder gebar

Als kinderreichste Mutter Deutschlands gilt Barbara Stratzmann (gest. 1503), geborene Barbara Schmotzer, aus Bönnigheim im Kreis Ludwigsburg (Baden-Württemberg).
Angeblich schenkte diese Frau, die man wegen ihres Mädchennamens „Schmotzerin“ nannte, ihrem Mann Adam Stratzmann (gest. 1504) insgesamt 53 Kinder, die jedoch alle früh starben.

Der Heimathistoriker Kurt Sartorius aus Bönnigheim ist davon überzeugt, das Kinderwunder habe tatsächlich stattgefunden, Gynäkologen dagegen äußerten sich skeptisch.

Die Streitfrage, ob es sich in diesem Fall um Dichtung oder Wahrheit handelt, beschäftigte vom 16. Jahrhundert bis zum heutigen Tag viele Menschen. Kirchen- und Totenbücher sind leider nicht dazu geeignet, dieses Problem zu klären, denn sie wurden erst nach dem Tod der „Schmotzerin“ ab dem 16. Jahrhundert angelegt. Es liegen aber etliche andere schriftliche Dokumente vor, die das „Wunder von Bönnigheim“ dokumentieren.

Am St. Thomastag anno 1498 protokollierte der Notar Friedrich Deumling aus Wimpfen die „wahrhaftige Historia“ des Kinderreichtums der „Schmotzerin“: „Bekenn mich hiermit mit meiner handschrift, dass Ich solches von dieser Frawen alles selbs hab gehört, Undt also auch geschrieben“. In dem heute in der Schlossbibliothek Hornberg aufbewahrten Protokoll erzählt die „Schmotzerin“, wie sich die Zahl ihrer 53 Kinder zusammengesetzt haben soll: Demnach war sie 29 Mal schwanger und gebar 18 Einlinge, fünf Zwillinge, vier Drillinge und jeweils einmal Sechs- und Siebenlinge. Die Zahl der Geburten betrug 35.

Vier der Sechslinge waren Fehlgeburten zu verschiedenen Zeiten zwischen der 20. und 26. Schwangerschaftswoche, das fünfte und sechste Kind folgten in und nach der 36. Woche. Auch bei den Siebenlingen kam es zwischen der 20. und 26. Woche zu sechs Fehlgeburten, das in der 30. Woche geborene Kind war missgebildet und hatte – worauf folgende Formulierung hindeutet – mutmaßlich einen Wasserkopf: „Hatt ein Kopff gehabt, den man nit hat mögen überspannen.“

Dieser Bericht über den ungewöhnlichen Kindersegen des Ehepaares Stratzmann befindet sich in der „Gemmingischen Chronik“. Sie wurde nach dem Tod der „Schmotzerin“ gegen Ende des 16. und zu Anfang des 17. Jahrhunderts von Sebastian Burggraf, dem früheren Präzeptor und späteren Registrator des Pfalzgrafen Johann der Ältere von Zweibrücken, verfasst.

Irgendwann zwischen 1500 und 1525 ist das spätgotische Gemälde in der evangelischen Stadtkirche von Bönnigheim entstanden, das unter der Geburt Jesu im Stall zu Bethlehem die „Schmotzerin“ und ihren Gatten mit ihren ingesamt 53 Kindern darstellt. Links vom Betrachter aus knien der Vater und die 38 Söhne, rechts die Mutter und die 15 Töchter. Spruchbänder nennen das Todesjahr von Adam Stratzmann und Barbara "Schmotzerin“, und ein Gedicht preist den Kinderreichtum.

Über Barbara Schmotzer berichtete zwischen 1600 und 1631 auch ein gewisser Neidhard von Gemmingen in seiner Familienchronik. Wie der erwähnte Sebastian Burggraf benutzte vermutlich auch er eine Quelle im Rathaus von Bönnigheim.

Den schriftlichen Quellen zufolge wurden die Eheleute Schmotzer vermutlich um 1448 geboren. Beide waren arme und ehrliche Leute. Die „Schmotzerin“ starb 1503, und ihr Mann folgte ihr 1504 nach. Die Angaben über das Höchstalter der Kinder schwanken zwischen sieben und neun Jahren. 19 Kinder kamen tot zur Welt oder starben vor der Taufe.

Ungeachtet aller Medizinerzweifel gilt heute eine russische Bäuerin (1707–1782) mit angeblich 69 Kindern als die kinderreichste Frau der Welt. Eine Frau in Chile, die in den 1990-er Jahren noch lebte, soll 55 Kinder geboren haben.

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