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Cordeyena (Sage aus dem Senseland) Multi-Cache

This cache has been archived.

deniscolas: Die Cordeyena mag nicht mehr jodeln und zieht sich zurück.

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Hidden : 9/15/2006
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:


Auf der Alp Cordey im Schwarzseetal soll sich vor langer, langer Zeit eine Frau aus Verzweiflung schwer vergangen haben. Die einen behaupten, sie habe sich das Leben genommen, andere meinen, sie habe ihr Kind getötet, und die dritten glauben, sie habe beides getan. Sicher ist, dass sie darum nicht selig werden konnte und ihr Geist sühnen musste. Unsichtbar ging sie auf der Alp herum, bald hörte man sie stöhnen oder bitterlich weinen, in der Nacht jodelte sie.
Wie kam es nur, dass dieser Geist eines Tages in Heitenried auftauchte? Eine Kette von Ereignissen war schuld daran. Eine magere Heuernte und ein langer, strenger Winter erzeugte böse Futternot. In den Ställen brüllte das Vieh vor Hunger. Da machte sich ein Bauer aus Heitenried mit Ross und Wagen auf den Weg ins Schwarzseetal. Auf der Alp Cordey konnte er endlich ein Heustöcklein erstehen. Und nun nahte das Unheil. Als der Wagen schon geladen war, nahm der Bauer einen Besen um ja nichts liegenzulassen. So kostbar war jedes Hälmlein. Ach, hätte er dies doch nicht getan! Denn im letzten Hälmlein war der Geist jenes unglücklichen Weibes verborgen. Zu spät! Das Unheil war geschehen. Das schwere Heufuder rollte auf holprigem Weg von der Alp Cordey ins Tal hinunter.
Spät in der Nacht näherte sich das Fuder dem Weiler Lettiswil. Der Mond schien hell - da, auf einmal gewahrte der Bauer mit Entsetzen, wie oben auf dem Fuder ein Weib aus dem Heu kroch und mit heller Stimme zu jodeln anfing. Schauer packte ihn bei diesem Anblick! Er peitschte und jagte die Pferde im Galopp. Ob dem Hofe Schwellibach streifte das Fuder einen Kirschbaum und stürzte um. Der Bauer floh. Am nächsten Tag, als er zurückkam war das Gespenst nicht mehr zu sehen. Hastig lud er das Gröbste wieder auf und führte es heim. Der Geist blieb auf der Unfallstelle zurück. Er irrte zuerst eine Zeitlang umher, dann zog er den Hang hinab, dorthin, wo die dunklen Wasser des Schwellibaches träge durch Erlen und Weidengebüsche fliessen. In dem engen Tälchen steht heute noch im Waldesschatten ein altes Hüttlein, das ehedem als Knochenstampfe diente. Hier nahm der Geist, den man fortan die Cordeyena nannte, seinen Wohnsitz.
Was mit der Cordeyena dann weiter geschah, kannst du in den "Sagen aus dem Senseland" oder "Geschichtliches aus Heitenried" weiterlesen.
Sicher ist, dass du auf der Suche nach ihr bei hellem Tageslichte keine Sorge tragen musst - aber wehe, du kommst erst vor dem Einnachten und hörst die Cordeyena jodeln! Sie wird versuchen, dich ins sumpfige Moos hineinzulocken!

WP1 Unfallstelle N46°49.322/E7°17.893 hier findest du die N-Koordinate des Cache. Geniesse den Ausblick auf den Jura.

WP2 Die dunklen Wasser des Schwellibaches N46°49.723/E7°17.341 hier findest du die E-Koordinate.

Additional Hints (No hints available.)