Dieser Multi liegt im Dorf St. Peter. Parke bei N 46° 49.972 E
009° 38.929. Von hier aus kommst du in fünf Minuten zur Stage
Nummer 1.
In der Nähe der aufgeführten Koordinaten findest du Zahlen für
das Endversteck.
Die
"Bsatzig"
In den ungeraden
Jahren fand früher in St. Peter am ersten Maisonntag die
Tallandsgemeinde, die "Bsatzig" statt (heute alle drei
Jahre).
Es ist das am meisten erwartete Volksfest, an dem jedermann, vom
Kind bis zum ältesten Bewohner, teilnimmt. Von der Gemeinde wird
die Bühne für die Behörden und das Wahlbüro erstellt. Diese Bühne
wird mit Tannenreisig und Papierblumen geschmückt. Nach den Wahlen
begibt sich die Festgemeinde auf den Festplatz, welcher sich auf
einer Terasse über dem Dorf zwischen zwei Lärchenwäldchen befindet.
Dort wird das eigentliche Volksfest gefeiert. Die ledigen Burschen
haben die Tanzbühnen erstellt, und zwei Kapellen spielen auf.
Natürlich fehlt auch die Festwirtschaft nicht.
Zum Tanzen hatte sich früher fast jeder Bursche eine Tänzerin für
die ganze "Bsatzig", die bis Dienstagmorgen dauerte, ausgewählt. In
den Pausen, zwischen den Tänzen, gingen die Paare Arm in Arm
langsam auf der Tanzbühne im Kreis herum bis der nächste Tanz
gespielt wurde. Vor mindestens drei Tänzen wurde nicht
abgesessen.
Manchmal wurde die Tänzerin getauscht, und anschliessend begab man
sich zu einem gemeinsamen Trunk.
Aber auch gegen den Hunger war etwas da: Jede ledige Tochter, und
dazu noch manche Familie, brachte den sogenannten "Bsatzigpüntel"
mit. Dies war ein Bündel mit gekochtem Schinken (ganz), Pitta
(Hefegebäck), Salsiz, seltener aber Brot, hingegen aber manchmal
noch Bindenfleisch, alles in einem speziellen Tuch, dem
"Bsatzigstüechli", eingepackt. wenn ein solcher Püntel ausgepackt
und vorgesetzt wurde, konnte man ohne Bedenken den Veltliner dazu
geniessen.
Abends geht der Tanz in den Sälen weiter. Montagvormittag kommen
vor allem die Einheimischen wieder auf den Tanzboden, und das
Volksfest geht weiter bis zum Abend, um am Dienstagmorgen im
Tanzsaal auszuklingen.
Die Bsatzig ist im Tal das einzige Volksfest, das noch
grösstenteils seiner Tradition treu geblieben ist, wenn auch die
Tanzmusik moderner geworden ist, fast nach jedem Tanz die Tänzerin
"entlassen" wird und ans "Arm in Arm herumgehen" niemand mehr
denkt.