Des Beamten Pünklichkeit
Ein Nachtcache, bei dem es auf Pünktlichkeit ankommt.
Die folgende Geschichte hat mir ein unglücklicher Geist nachts
im Wald erzählt:
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Es war einmal vor gar nicht all zu langer Zeit ein
Finanzbeamter, der hieß Henning. Dieser ging im Finanzamt Wolfsburg
seiner Arbeit nach, ordentlich, gewissenhaft und - wie es sich für
einen deutschen Beamten gehört, überaus pünktlich. "Fünf Minuten
vor der Zeit ist des Beamten Pünktlichkeit" war sein Motto. Jeden
Tag bearbeitete er die Steuererklärungen, für die er zuständig war
und ärgerte sich über die riesigen Gehälter, die manche Leute
bezahlt bekamen, und die Tricks, mit denen viele ihre Steuerlast
minderten.
Eines traurigen Tages starb die Mutter unseres treuen Beamten.
Henning war das einzige Kind seiner Mutter, und beim Sichten des
Nachlasses stellte er fest, daß seine Mutter, die immer sparsam
gelebt hatte, einen prall gefüllten Sparstrumpf unter ihrem
Kopfkissen stecken hatte. Der Inhalt überstieg die
Erbschaftsfreibeträge bei weitem - nie hatten Hennings Eltern ein
Wort darüber verloren, daß sie dermaßen vermögend waren.
Nun steckte Henning in einer Zwickmühle. Er, der immer treu,
ehrlich und pünktlich gewesen war, jeden Morgen pünktlich um 7:25
Uhr im Büro (7:30 Uhr war Arbeitsbeginn), der nie bei seiner
Steuererklärung getrickst hatte, und der immer mit ansehen mußte,
wie andere ihr Geld am Fiskus vorbeimanöveriert hatten - er hatte
auf einmal viel Geld. Sehr viel Geld. Als er im Kopf überschlug,
wie hoch die zu entrichtende Erbschaftssteuer sein würde, wurde ihm
schwindelig. Er fühlte sich mit einem Mal ganz schwach und mußte
sich setzen. Während er so nachdachte, wurde ihm klar, daß das
Finanzamt von diesem Sachverhalt nichts erfahren durfte. Er würde
das Geld nehmen, es gut im Wald verstecken und weiterleben, als
wäre nichts gewesen. Lediglich das beruhigende Gefühl würde da
sein, im Alter ausgesorgt zu haben.
Gedacht, getan. In einer nebligen Neumondnacht schlicht sich
Henning mit einem Spaten in den Wald, hob eine kleine Kuhle aus,
legte einen Behälter mit seiner Erbschaft hinein, tarnte das Ganze
und schlich sich wieder nach Hause.
Leider wurde er eine Woche später auf dem Weg nach Hause
überfahren und starb. Da niemand von der Erbschaft wußte, blieb der
Schatz im Wald und harrt seitdem eines Finders. Henning hat keinen
Eingang zur ewigen Ruhe gefunden, weil er sich so ärgert, seine
unerwartete Erbschaft nicht genossen zu haben. Er geistert im Wald,
wo ich ihn traf, herum und hofft, daß Leute kommen, die sich einen
kleinen Teil des Schatzes nehmen.
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Die Aufgabe:
Begebt Euch zu geeigneter Zeit zu den angegebenen Koordinaten.
…
Wartet hier auf den richtigen Zeitpunkt, zum dem Henning zu
spuken beginnt - denkt dabei an Hennings Motto! Er gibt zwei
Minuten lang Leuchtsignale. Dreht Euch herum, bewegt Euch ein paar
Meter hin und her, bis Ihr ihn zwischen den Stämmen blinken seht.
Dann schnell hin zu ihm - er wartet auf Euch! Etwa 5 Meter hinter
Henning befindet sich sein Schatz.
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Zu beachten:
Henning darf nicht angefaßt, gepflückt, ausgegraben oder
sonstwie manipuliert werden.
Der Cachebehälter ist teilweise vergraben. Bitte nicht anheben
oder ausgraben! Er hat einen Schraubverschluß, der oberhalb der
Erde liegt. Diesen bitte wieder leicht(!) zudrehen, damit kein
Wasser eindringt und tarnen.
Viel Spaß, und seid pünktlich! - zut (cache adopted by
bjoerni75 &
die_meus)