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Backes-Rallye: Langenholdinghausen Traditional Cache

This cache has been archived.

waldschrate: Das Versteck ist bei den Anliegern bekannt und damit zu unsicher geworden.

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Hidden : 12/21/2006
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Anziehungspunkte im alten Ortskern sind das renovierte ehemalige Feuerwehrgerätehaus mit dem einzigartigen Steigerturm und dem 1998 errichteten Backes.

 

                    

 

Backtradition in Langenholdinghausen

Das Backen in Backhäusern hat eine lange Tradition. Jede Familie hatte ihren Backtag, an dem die Brote für die nächsten 2 Wochen gebacken wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die meisten Backhäuser nicht mehr benutzt und später abgerissen.

Früher backten die Menschen ihr Brot noch selber aus dem Getreide, das sie in der Mühle zu Mehl hatten mahlen lassen. Die Einrichtung gemeinschaftlicher Backhäuser hängt vermutlich mit der Holz- und Waldordnung von 1562 zusammen, in der angemahnt wird, der Größe des Dorfes entsprechend Backöfen zu bauen um Holz zu sparen.

Das Backen im Backhaus war recht aufwändig. Zu Hause wurde der Teig im hölzernen Backtrog vorbereitet und zu Laiben geformt. Die Brotlaibe wurden auf Bretter gelegt und dann mit der Schubkarre zum Backes gebracht. Dort wurde der Ofen mit Schanzen aufgeheizt und die Glut und Asche anschließend ausgefegt. Mit einem hölzernen Schieber wurden die Laibe „eingeschossen“ und durch die in den Steinen gespeicherte Wärme gebacken. Es wurde ausschließlich an Werktagen gebacken. Das Backen am Sonntag war verboten, kam aber dennoch vor, wie einige Quellen zeigen.

Gebacken wurden jeweils so viele Brote, dass sie für 10 bis 14 Tage ausreichten. Es wurde vor allem Roggenbrot gebacken, nur zu Weihnachten gabs auch Beutelbrot. Das war allerdings sehr aufwändig, da man dem Müller beim Beuteln helfen mußte. Feinbrot kaufte man zumeist im Kolonialwarenladen. An Samstagen wurde im Backes auch Kuchen gebacken. Das gebackene Brot wurde im Keller auf sogenannten Brotreutzen aufbewahrt. Das waren Bretter, die an Ketten unter der Decke hingen, so waren sie vor Mäusen geschützt.

Die Tradition des Brotbackens endete teilweise schon Anfang der 1930er Jahre. Verschiedene Gründe führten dazu. So erforderte das Selbstbacken sehr viel Zeit. Backtrog und Mehl störten zudem in der Stube. Zum anderen hatte sich der Geschmack geändert, gekauftes Brot galt als etwas anderes, als feiner. Noch in den 1950er Jahren wurden in einigen Häusern eigene Backöfen errichtet. Man glaubte zu Hause eher in Ruhe backen zu können, ohne sich an die vorgeschriebenen Backtage zu halten. Doch waren diese Öfen nicht lange in Betrieb.

   (Quelle: Siegen-Info)

 

Noch vor wenigen Jahrzehnten war das Brotbacken bei der ländlichen Bevölkerung ein Teil der weitgehenden Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln. Jedes Dorf hatte seinen "Backes" (Backhaus), manchmal auch mehrere. Hier wurde dann, meist in Gemeinschaftsleistung, Brot nach Holzofenart aber auch Kuchen gebacken. Viele dieser liebenswerten Häuschen sind bis heute erhalten geblieben, stehen bisweilen unter Denkmalschutz. Andere wurden abgerissen, manche zerfielen oder wurden in Initiativen wieder hergerichtet und dienen heute vielfältigen gemeinschaftlichen Aktivitäten.

Wir, die "Waldschrate", möchten hiermit eine Backes-Initiative anstoßen. Wer sich daran beteiligt, übernehme bitte diesen Text in seine Cachebeschreibung und wähle eine einheitliche Cachebezeichnung zu dieser Serie .....Backes-Rallye: Ortsangabe. Welche Cacheaufgaben ihr plant, ist euch überlassen. Ein Foto und ein kurzer Text ist Pflicht! Gerne etwas über die Geschichte, Anekdoten, Mundartliches ...Rezepte!!! Benachrichtigt uns, wenn ihr in unsere Bookmarkliste aufgenommen werden wollt.

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