Anziehungspunkte im alten Ortskern sind das
renovierte ehemalige Feuerwehrgerätehaus mit dem einzigartigen
Steigerturm und dem 1998 errichteten Backes.


Backtradition in Langenholdinghausen
Das Backen in
Backhäusern hat eine lange Tradition. Jede Familie hatte ihren
Backtag, an dem die Brote für die nächsten 2 Wochen gebacken wurde.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die meisten Backhäuser nicht
mehr benutzt und später abgerissen.
Früher backten die Menschen ihr Brot noch selber aus dem Getreide,
das sie in der Mühle zu Mehl hatten mahlen lassen. Die Einrichtung
gemeinschaftlicher Backhäuser hängt vermutlich mit der Holz- und
Waldordnung von 1562 zusammen, in der angemahnt wird, der Größe des
Dorfes entsprechend Backöfen zu bauen um Holz zu sparen.
Das Backen im Backhaus war recht aufwändig. Zu Hause wurde der Teig
im hölzernen Backtrog vorbereitet und zu Laiben geformt. Die
Brotlaibe wurden auf Bretter gelegt und dann mit der Schubkarre zum
Backes gebracht. Dort wurde der Ofen mit Schanzen aufgeheizt und
die Glut und Asche anschließend ausgefegt. Mit einem hölzernen
Schieber wurden die Laibe „eingeschossen“ und durch die in den
Steinen gespeicherte Wärme gebacken. Es wurde ausschließlich an
Werktagen gebacken. Das Backen am Sonntag war verboten, kam aber
dennoch vor, wie einige Quellen zeigen.
Gebacken wurden jeweils so viele Brote, dass sie für 10 bis 14 Tage
ausreichten. Es wurde vor allem Roggenbrot gebacken, nur zu
Weihnachten gabs auch Beutelbrot. Das war allerdings sehr
aufwändig, da man dem Müller beim Beuteln helfen mußte. Feinbrot
kaufte man zumeist im Kolonialwarenladen. An Samstagen wurde im
Backes auch Kuchen gebacken. Das gebackene Brot wurde im Keller auf
sogenannten Brotreutzen aufbewahrt. Das waren Bretter, die an
Ketten unter der Decke hingen, so waren sie vor Mäusen
geschützt.
Die Tradition des Brotbackens endete teilweise schon Anfang der
1930er Jahre. Verschiedene Gründe führten dazu. So erforderte das
Selbstbacken sehr viel Zeit. Backtrog und Mehl störten zudem in der
Stube. Zum anderen hatte sich der Geschmack geändert, gekauftes
Brot galt als etwas anderes, als feiner. Noch in den 1950er Jahren
wurden in einigen Häusern eigene Backöfen errichtet. Man glaubte zu
Hause eher in Ruhe backen zu können, ohne sich an die
vorgeschriebenen Backtage zu halten. Doch waren diese Öfen nicht
lange in Betrieb.
(Quelle: Siegen-Info)
Noch vor wenigen Jahrzehnten war
das Brotbacken bei der ländlichen Bevölkerung ein Teil der
weitgehenden Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln. Jedes Dorf hatte
seinen "Backes" (Backhaus), manchmal auch mehrere. Hier
wurde dann, meist in Gemeinschaftsleistung, Brot nach Holzofenart
aber auch Kuchen gebacken. Viele dieser liebenswerten Häuschen sind
bis heute erhalten geblieben, stehen bisweilen unter Denkmalschutz.
Andere wurden abgerissen, manche zerfielen oder wurden in
Initiativen wieder hergerichtet und dienen heute vielfältigen
gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Wir, die "Waldschrate",
möchten hiermit eine Backes-Initiative anstoßen. Wer sich daran
beteiligt, übernehme bitte diesen Text in seine Cachebeschreibung
und wähle eine einheitliche Cachebezeichnung zu dieser Serie
.....Backes-Rallye:
Ortsangabe.
Welche Cacheaufgaben ihr plant, ist euch überlassen.
Ein Foto und ein kurzer Text ist Pflicht! Gerne etwas über
die Geschichte, Anekdoten, Mundartliches ...Rezepte!!!
Benachrichtigt uns, wenn ihr in unsere Bookmarkliste aufgenommen
werden wollt.