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Ein kleiner Cache rund um den Kreisel.
Überlall tauchen sie neuerdings auf, diese neumodischen Dinger. Ihr wisst schon, was ich meine: Diese Kreisverkehre. Neumodisches Zeugs! Wo früher eine schlichte Kreuzung und ein Vorfahrt-achten-Schild ausreichte, ist heute ein dicker fetter Kreisverkehr zu finden. Groß genug, um zusätzliche Flächen zu vergeuden. Zum Leidwesen der Anlieger.
Und klein genug, um eine deutliche Geschwindigkeitsreduzierung von uns Autofahrern zu verlangen. Und in der Mitte unübersichtliches Grünzeug, an dem lediglich die ortsansässigen Landschaftsgärtner ihre Freude haben.
Muß das sein? Gehören diese neumodischen Dinger in unsere Vorgärten? Wie eine Seuche sind die Kreisel, die wir früher nur von unseren Urlauben im sonnigen Süden Frankreichs kannten, in unsere Breiten eingewandert.
Allerdings sollten wir uns nicht zu sehr über diesen asphaltierten Kulturtransfer ärgern. Wir sind doch selber schuld! Kaum einer weiß es, aber es stimmt: Die dicken Dinger sind "Made in Germany". Jawohl. Sie kommen aus Deutschland. Genauer gesagt aus dem Ländle der Dichter und Denker. Wo die Wiege des Automobils stand, da wurde auch die größte Spaßbremse des Automobilisten geboren. Wer's ganz genau wissen will, dem sei's gesagt: Es war in Weissach. Schon 1962 hat man hier unter dem Tarnnamen "Skid Pad" unter strenger Abschirmung von der Öffentlichkeit den ersten Kreisverkehr entwickelt und gebaut. Es war ein streng geheimes Projekt der Straßenbauindustrie, die hier eine zusätzliche Einnahmequelle witterte. Doch sie wusste: Noch ist die Öffentlichkeit nicht reif für den Kreisverkehr. So tarnte man das Unikum zwischen anderen Straßen. Nein, nicht genug damit, zur Tarnung baute man ein angebliches Automobilentwicklungszentrum. Unter strengen Geheimhaltungsmaßnahmen feilte man heimlich an Form, Größe und Straßenbelag und brachte den Kreisel bis zur Serienreife. Erst Google-Earth brachte ans Licht, um was es eigentlich ging (siehe beiliegendes Foto). Gleichzeitig wurden Lobbyisten in die Verkehrsministerien, Straßenbauämter und Rathäuser eingeschleust, die nur noch auf ein Signal zum Losschlagen warteten. Mithilfe einer codierten Überschrift in der Bildzeitung wurden sie dann irgendwann aktiviert. Der Kreisverkehr-Boom begann und die Straßenbauer lachten sich ins Fäustchen. Kaum eine Kommune, die etwas auf sich hielt, die nicht einen Kreisel ihr eigen nennen wollte. Und, darüber sollten wir uns keine falschen Illusionen machen, es ist noch nicht vorbei. Die Kreisverkehre scheinen unaufhaltsam im Vormarsch zu sein. Auch die Weissacher konnten es nicht lassen. Peilt vom Urkreisverkehr in Richtung 172,5° und Ihr werdet eins von diesen neumodischen Dingern finden! Ich hoffe, Ihr wisst, was zu tun ist! Wehret den Kreisverkehren!
Additional Hints
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Ibefvpug, fgäaqvt Zhttryf! Irexevrpu Qvpu, fbafg jvefg Qh mhe Fpuarpxr trznpug.