Dieser Mystery-Cache ist der kleine Bruder vom Multi “Il cuore ascolano” (visit_link), den wir im Herzen der italienischen Stadt Ascoli Piceno vor einigen Tagen gepublished haben.
Während der Ausarbeitung des Multis ist uns aufgefallen, dass alle Stationen auch bequem vom heimischen Rechner aus zu erkennen sind. Natürlich ist es am Rechner bedeutend schwieriger, als direkt vor Ort, aber trotzdem absolut machbar.
Nun liegt es an euch, wie ihr dieses Rätsel lösen wollt. Am Rechner oder doch lieber direkt in Ascoli Piceno?
Ach ja: Ascoli liegt 1068,6 km südlicher als Bochum, sollte also an einem Wochenende machbar sein.
Nun aber zum eigentlichen Cache………
Die Runde führt euch durch die wunderschöne historische Altstadt von Ascoli Piceno. Die mehr als 2500 Jahre alten Bauten und das Defizit an Multis in dieser Gegend haben uns zu diesem Multi/Mystery inspiriert. Insgesamt besteht er aus 12 Stationen und dem Final.
Ascoli Piceno, die Stadt der 100 Türme, besaß im Mittelalter 200 Geschlechtertürme. 90 ließ Friedrich der Zweite im Jahre 1242 zerstören. Heute sind noch ungefähr 50 Türme teilweise erhalten. Einige Türme sind von Wohnhäusern eingeschlossen und zwei sind zu Glockentürmen umgebaut worden. Natürlich ist es unmöglich, alle Sehenswürdigkeiten zu würdigen, da es in Ascoli einfach sehr viele gibt. Wir glauben aber, hier eine kleine, aber feine Auswahl getroffen zu haben.
Auf der folgenden Collage sind Detailaufnahmen von 12 Stationen abgebildet, welche jeweils mit einer Nummer versehen sind. Diese Nummern müssen den jeweiligen Stationen zugeordnet werden. 4 Bilder der Collage spielen dabei keine Rolle. Sie wurden von uns zusätzlich aufgenommen.
Die jeweiligen Details befinden sich in etwa 10m Umkreis um die angegebenen Koordinaten der Station und sollten „leicht“ zu finden sein.
Station Nr. 1
Duomo, Cattedrale di. S. Emidio
N 42° 51.212 E 013° 34.693
Als Mittelpunkt von politischer und religiöser Macht erhielt der Dom seinen Namen „Arringhe“ (Reden), weil diese während der Volksversammlungen gehalten wurden. Der Platz, wo die Heilige Ulme entstand, war seit jeher Zentrum der Stadt. Ende 1500 wurde die Ulme gegen einen künstlerischen Brunnen ausgetauscht und 1800 erneut gegen ein Monument für Vittorio Emmanuele II von dem Künstler Cantalamessa-Papotti (1821-1910). Dieses Monument findet man heute im Stadtgarten.
In dieser Piazza wurden die Ringfestspiele abgehalten, die den sportlichen Nachmittag des Festes von S. Emidio am 5. August einleiteten und das Reiterturnier Quintana, das das Fest des Schutzpatronen abschloss, so wie es in den Statuten von 1377 dokumentiert ist.
Der Platz ist ein perfektes Rechteck, das im Osten vom Dom und der Taufkirche, im Süden von den Bischofspalästen und vom Rathaus und im Norden vom Palazzo Panichi eingegrenzt wird
A= Bild Nr. __
Station Nr. 2
Brunnen Piazza Arringo
N 42° 51.210 E 013° 34.618
Den Platz zieren Zwillingsbrunnen aus Travertin mit Seepferdchen, Fischen, Putten und männlichen Bronzestatuen, die 1884 nach Vorlage des Ingenieurs Iecini mit Skulpturen von Giorgio Paci erbaut wurde.
B= Bild Nr. __
Station Nr. 3
Piazza Roma
N 42° 51.223 E 013° 34.524
Mitten auf dem Platz steht eine Statue, die an die Gefallenen von Ascoli Piceno erinnert. Leider gibt es hierzu nicht viele historische Informationen.
An den Markttagen, mittwochs und samstags, findet hier ein Schuhmarkt statt, wo man das eine oder andere Schnäppchen machen kann. Auch Bekleidung und andere mehr oder weniger nützliche Dinge kann man hier kaufen.
C= Bild Nr. __
Station Nr. 4
Palazzo dei Capitani del Popolo
N 42° 51.273 E 013° 34.533
Der Palazzo dei Capitani mit seinen zinnengekrönten Türmen war im 13. Jahrhundert die Residenz des Kapitäns des Volkes, dann des Ältestenrates, für kurze Zeit auch der Podestà und schließlich der Regierungssitz der Päpste. Die solide Struktur enthüllt Spuren verschiedener Epochen und kann als in Stein gemeißelte Geschichte bezeichnet werden. Die zwei Statuen, Glaube und Hoffnung, sind Werke des Meisters Lombardo Lazzaro Francesco, auch Il Ferrone genannt. Während Restaurierungsarbeiten im Jahre 1987 wurden im Kellergeschoß Überreste eines römischen Fußbodens mit mittelalterlichen Zügen in der „opus spicatum“ – Ausfertigung gefunden und können heute besichtigt werden.
D= Bild Nr. __
Station Nr. 5
Chiesa di S. Agostino
N 42° 51.308 E 013° 34.380
Die Kirche wurde im XIV. Jahrhundert mit einem Kirchenschiff erbaut und im XV. Jahrhundert um zwei weitere Schiffe erweitert. Im Inneren befinden sich verschiedene Gemälde, sowie Marmor- und Stuckarbeiten verschiedener Künstler vorwiegend aus dem XVII. Jahrhundert.
Am mittleren Altar, im rechten Schiff, befindet sich das Gemälde „Madonna del latte“ von Francescuccio Ghissi da Fabriano aus dem 14. Jahrhundert, das die Mutter Gottes zeigt, die dem Jesuskind ihre Brust anbietet. Das Gemälde wurde später auch „Madonna della Pace“ genannt, da vor diesem Bild viele Gruppen, die die Stadt angegriffen haben, Friede geschworen haben (1300-1500).
E= Bild Nr. __
Station Nr. 6
Palazzetto Longobardo
N 42° 51.445 E 013° 34.310
Das seltene Beispiel eines römischen Wohnhauses aus dem XIII. Jahrhundert mit zwei Biforen und Verzierungen entlang des Perimeters unter dem Dach und Basreliefs. Einige Travertinbecken weisen Vertiefungen auf, möglicherweise für Keramikverzierungen. Der Zusatz „Longobardo“ stammt aus dem 18. Jahrhundert und hat keinerlei geschichtlichen Hintergrund.
Den Palazzetto flankiert der elegante Ercolani-Turm, ein Geschlechterturm, der sich nach oben hin verjüngt und 34.5 m hoch ist. Aufgrund der hohen Erdbebengefahr in diesem Gebiet wurde der Turm getrennt vom Wohnhaus konstruiert.
Über dem Türsturz befindet sich das Abfluss-Dreieck, das in ascolanischen Bauten des 11. bis 13. Jahrhunderts üblich war.
Im oberen Teil kann man den (heute zugemauerten) früheren Eingang sehen, sowie die Fenstervorsprünge, auf denen früher die Balken und die mobilen Brücken aufgelegt wurden.
Heute wird der Palazzetto von Touristen aus aller Welt besucht, da er als Jungendherberge umfunktioniert wurde.
F= Bild Nr. __
Station Nr. 7
Porta Solestà
N 42° 51.503 E 013° 34.316
Dieses Stadttor wurde 1230 wieder aufgebaut und trägt auf der nördlichen Wand die Inschrift:“Dieses Tor wurde 1230 auf Anordnung von Fildesmilio erbaut, Podestà der Stadt, die von Flüssen umringt ist. Gott, der über den Sternen wohnt, möge sie erstrahlen lassen.“
Die massive Fassade mit ihren runden Bögen zeigt ein Wappen von Ascoli und Fermo mit einem epigraphischen Text, der an das Bündnis aus dem Jahre 1450 erinnert, das die beiden Städte geschlossen haben.
G= Bild Nr. __
Station Nr. 8
Chiesa San Pietro Martire
N 42° 51.442 E 013° 34.410
Gotischer Bau, der im Jahre 1280 von den Domenikaner-Mönchen begonnen wurde und der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts vollständig fertig gestellt wurde.
Das Hauptportal stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde nach Vorgabe von Giuseppe Giosafatti (1643-1731) gebaut; das Seitenportal wurde auf dorischen Auftrag im Jahre 1523 nach der Zeichnung des Cola dell'Amatrice gefertigt.
Im Inneren, durch ein eisernes Tor geschützt, befindet sich der wertvolle Schrein der Sacra Spina aus vergoldetem Silber, reich verziert und emailliert mit eleganten Verzierungen, gefertigt von Nicola da Campli im XV. Jahrhundert.
H= Bild Nr. __
Station Nr. 9
Chiesa Santa Maria Intervineas
N 42° 51.405 E 013° 34.573
Diese römisch-gothische Kirche bekam den Zusatz „Intervineas“ (Zwischen den Weinreben) wegen der Weinfelder, die die Kirche einst umgaben. Dieser Name wurde im Jahre 1179 das erste Mal genannt. In der zweiten Hälfte des XIII. Jahrhunderts fanden große Umbauten statt, bei denen das gesamte Areal des Mittelschiffs um etwa einen Meter angehoben wurden, während das Presbyterium die ursprüngliche Ebene aus dem XII. Jahrhundert behielt. Besonderes Augenmerk ist auf die Schießscharten in den hinteren Gemäuern zu richten, wodurch sich die Kirche als Verteidigungsstruktur (Kirchenfestung) qualifiziert. Der Glockenturm ist ein ehemaliger Geschlechterturm mit Mono- und Biforen.
Die 1950/54 von Luigi Leporini organisierten Restaurationsarbeiten haben Überreste von Fresken aus dem XIII. Jahrhundert ans Licht gebracht, unter denen die von größtem Interesse die „Madonna in Trono col Bambino tra San Giovanni Evangelista e San Michele che pesa le anime“ ist.
Aus dem XV. Jahrhundert: Die Grabstätte des Nicola Pizzuti aus Travertin wie ein Tabernakel im Gotik/Renaissance-Stil gefertigt, und die Fresken nach Crivellis Schule in den Flügeln, die die Evangelisten und die Kardinalstugenden darstellen
I= Bild Nr. __
Station Nr. 10
Porta Tufilla
N 42° 51.416 E 013° 34.702
Eines der sieben Tore der Stadt. Wie sein Name vermuten lässt, steht dieses Tor auf einer Bank aus Tuffstein. Sein aktuelles Aussehen ist das Werk des Architekten Camillo Merli, der 1552-54 die Struktur durch eine Loggia mit drei Bögen auflockerte. Der Dachgiebel wurde erst kürzlich restauriert.
J= Bild Nr. __
Station Nr. 11
La Meridiana
N 42° 51.310 E 013° 34.745
Die Sonnenuhr wurde für die Bevölkerung um 1580 gemacht, als Uhren rar und nur wenigen Privilegierten vorbehalten waren. Der Ort war sehr belebt und die genutzte Wand war genau nach Süden ausgerichtet. Das gegenüberliegende Gebäude war mit Sicherheit kleiner als das heutige, seine Schatten verdunkeln die Sonnenuhr.
K= Bild Nr. __
Station Nr. 12
Piazza Viola
N 42° 51.271 E 013° 34.692
Auch hier findet mittwochs und samstags der Wochenmarkt von Ascoli Piceno statt.
L= Bild Nr. __
FINAL:
51° (K-G) (D+J) . (H-C) (L+C) (B-F)
007° (E-K) (A-J) . (G+A) (D+F) (I+C)
Ob sich die Stadttore für dich öffnen werden, kannst du hier überprüfen. Geochecker.com.
PARKEN:
Für die beste Parkmöglichkeit addiert bitte zu den vom Geochecker bestätigten Koordinaten für NORD +52 und für OST +277.
