Geologische Route Punkt 18: Rabenhög-Steinbruch
Related Web Page
Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions
in our disclaimer.
Geologische Route Eichsfeld-Hainich-Werratal Punkt 18: Der Rabenhög-Steinbruch bei Craula.
Die Route: Die Route ist dazu "angelegt" worden, um den erdgeschichtlichen und geologischen Hintergrund und die Entstehungsgeschichte des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal näher zu bringen. Die aus 19 Punkten bestehende Route erstreckt sich von Bad Sooden-Allendorf bis Bad Lamgensalza, von Eisenach bis Leinefelde, also über den gesamten Raum des Naturparks. (sh. Karte) Eine begleitende Broschüre kann über den Buchhandel und alle Informtionsstellen des Nationalparks Hainich und des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal erworben werden.
Punkt 18: DER RABENHÖG-STEINBRUCH BEI CRAULA
Der Rabenhög-Steinbruch befindet sich am Talweg genannten Forstweg, welcher den Wacholderhög bei Craula und die B84 zwischen Behringen und Reichenbach miteinander verbindet. Ihr gelangt am besten dorthin, wenn ihr die Bundesstraße bis zu den unten gegebenen Koordinaten benutzt und dann dem Talweg bis zum Ziel folgt. Es ist möglich, die gesamte Strecke bis zum Steinbruch mit dem Auto zu befahren, aber der Umwelt zu Liebe könnt ihr es direkt an der B84 parken oder nach etwa 1,5km an einer (nicht mehr existenten) Schranke. Von dort aus sind es dann nochmals etwa 10min Fußweg.
Aber nun zur Geologie des Objekts. Der Steinbruch ist ein zweiteiliger Aufschluss, von welchem der Untere von der Forststraße aus sichtbar ist. Rechter Hand des unteren Teils führt ein Pfad zu den Koordinaten, an welchen ihr eine Hinweißtafel finden werdet. Ihr steht nun vor den Schichten der südlichen Steinbruchwand. Die unterste Schicht dieser Wand gehört bereits zur unteren Schaumkalkbank, die zwischen 1,8m - 2,3m mächtig ist. Sie enthält zahlreiche Muschelkalkfossilien. Darüber folgen 2,7m dünnschichtigen sogenannten Wellenkalks. Die mittlere, an der gelblich-braunen Färbung erkennbare Schaumkalkbank erstreckt sich über etwa 2m Dicke. Sie ist sehr kompakt. Danach folgen wiederrum einige dünne Zwischenschichten in einer Mächtigkeit von circa 1m. Darüber folgt die obere Schaumkalkschicht, welche 0,5m - 1m mächtig ist.
Soweit zur Gelogie. Die Historie des Steinbruchs gilt es nun für euch zu erkunden. Sie ist auf der bei den Koordinaten aufgestellten Hinweißtafel zu erfahren.
1.) Wer kartierte erstmals den Steinbruch und wann?
2.) Die Ablagerungen und Fossielien und das Gestein selbst enstanden durch ein Meer, das vor ??? Millionen Jahren weite Teile Mitteleuropas bedeckte.
3.) Als was wurden die dickbankigen Kalksteine früher verwendet?
Optional ist, sich oder sein GPS-Gerät vor einem der beiden Steinbruchsteile zu fotografieren. Ich will es aber nicht zur Logbedingeung machen
Schickt mir die Antworten einfach via Message zu. Ich gebe dann den Log frei, wenn alles ok ist.
Ich empfehle, euch für diesen Earthcache ausreichend Zeit zu lassen. Natürlich könnt ihr auch nur "schnell hin, Foto und wieder weg", aber es gibt dort weitaus mehr zu entdecken, als nur die Geologie. Dadurch, dass sich dort vor langer Zeit ein Meer befand, sind in den Schichten des Kalks Muscheln und andere Meerestiere eingeschlossen und versteinert. Es ist für Kinder das Größte, dort ein bisschen zu Spielen und dabei Fossilien zu finden. Es ist also ein Spaß für kleine, aber auch große Archäologen.
Aber zum Schluss noch zu DER Besonderheit des Steinbruchs neben der Geologie: Alljährlich sind im Steinbruch die Hainich-Köhler anzutreffen, immer Anfang Mai. Sie bewahren sehr alte Traditionen und stellen durch die sehr alte Methode eines Meilers die Hainich-Holzkohle her. Morgen (am 9.5.2011) wird der diesjährige Meiler entzündet, anlässlich dessen nun dieser Earthcache. Wer mehr über die Tradition des Meilers erfahren will, schreibt mir dass einfach in die Message mit dazu oder besucht den Cache in den nächsten Tagen. Die Köhler sind Tag und Nacht anwesend und immer bereit, eine Antwort zu geben. Ich empfehle, sich dieses Ereignis mal anzusehen, und damit auf den Spuren unseres Ex-Bundespräsidenten Horst Köhler zu wandeln, der sich im letzten Jahr über die Herkunft seines Namen persönlich dort informierte.
Additional Hints
(No hints available.)