Geschichte
Im letzten halben Jahr des 2. Weltkrieges wurden durch die Nazis Gefangene aus den Konzentrationslagern ‘evakuiert’. Anders gesagt, die KZs wurden, rechtzeitig vor Ankunft der alliierten Truppen geräumt und die Insassen in andere Lager verbracht (oder zu bringen versucht). Dabei kam es in vielen Teilen von Deutschland mit vorrückenden Frontlinien zu (heute) sog. Todesmärschen. Diese waren u.a. ‘nötig’, um Strecken mit durch den Krieg zerstörter Infrastruktur zu überbrücken, oder aber, weil für die schiere Menge an Menschen keine oder nicht ausreichend viele Transportmöglichkeiten vorhanden waren. Die Befehle für die Evakuierungsmärsche enthielten die Anweisung, nicht marsch- bzw. transportfähige Gefangene zu erschießen.
Laut den Nachforschungsergebnissen der “Arbeitsgemeinschaft Spurensuche in der Südharzregion” und des Vereins “Spurensuche Goslar e.V.” führten Anfang April 1945 drei Märsche durch oder über den Westharz. Die Routen zweier dieser Märsche trafen sich räumlich, nicht aber zeitlich, hier in Clausthal-Zellerfeld.
Zwischen dem 04. und 07. April der Marsch von etwa 450 Häftlingen aus dem KZ Gandersheim über Münchehof, Bad Grund, Clausthal-Zellerfeld, Braunlage nach Wernigerode (von dort aus weiter nach Bitterfeld), der andere am 08. April (ca. 3500 Häftlinge, ursprünglich aus dem KZ Dora-Mittelbau kommend) von Osterode über Freiheit, Lerbach, Clausthal-Zellerfeld und Schulenberg durch das Okertal zum Bahnhof von Oker.
Der dritte Marsch führte etwas weiter östlich von den Arbeitslagern der III. SS-Baubrigade in Osterhagen, Nüxei und Mackenrode und deren Stammlager in Wieda über Braunlage nach Wernigerode.
An markanten Wegpunkten, allerdings ist markant hier im schrecklichen Sinne zu verstehen, haben o.g. ArGe + Verein Stelen aufgestellt, um an belegbare Ereignisse während dieser Märsche zu erinnern.
Cache
Ich habe mir die fünf dieser Stelen, die in einem Umkreis von etwa fünf Kilometern um Clausthal-Zellerfeld stehen, ausgesucht, um euch zur Final-Dose zu führen.
Drei auf der Route des Marsches von Gandersheim nach Wernigerode, zwei auf der Strecke der Harzquerung von Osterode nach Oker. Es sind die Nachkommastellen der Koordinaten im Format “Grad Minuten”, also xx° yy.zzz, angegeben. Die Koordinaten gehören paarweise zusammen, zuerst steht “die” Nord-, dann die Ostkoordinate.
1) 251 / 017
2) 426 / 063
3) 553 / 815
4) 772 / 248
5) 984 / 201
Herauszufinden, dass xx in unserem Bereich 51, bzw. 10 sein muss, ist nicht weiter schwierig. Finde jetzt aber die fehlenden Minuten “yy”. Es muss 1x 45, 1x 47 und 3x 48, sowie 1x 15, 1x 18, 2x 20 und 1x 22 ‘verteilt’ werden.
Jetzt wo Du die kompletten Koordinaten ermittelt hast, begib Dich zu den Stelen 1, 2, 4 und 5 und schreibe Dir die Zahlen auf, die hinter einem Schrägstrich “/” stehen (nicht April 1945). Stele 3 lassen wir aus verkehrstechnischen Gründen außen vor (knoble trotzdem und Du wirst sie in Zukunft immer sehen - mir geht es zumindest so). Aus diesen Zahlen kannst Du Dir die Final-Koordinaten zusammenbauen. Und das geht so … Zahl auf Stele 1 = A, 2 = B, 4 = C, 5 = D.
Ursprünglich sollte es ein Micro an der Infotafel am Parkplatz (siehe Waypoints) werden. Dies ließ sich aber aufgrund eines Abstandskonfliktes leider nicht verwirklichen. So ist es jetzt ein Regular, eine 1l Lock-Lock-Dose.
Die Koordinaten der Dose lauten:
N51° aa.bbb
E010° cc.ddd
wobei:
aa = 2*A+C*B
bbb = (B+D)*D+A
cc = 2*B-A
ddd = (B-C)*B*C+2
Viel Erfolg beim Rätseln und Suchen wünscht
ΣΑΠ
P.S. Am Bahnhof Oker steht auch eine Stele … und eine Gedenktafel. Bei Gelegenheit kann man dort ja mal anhalten.
P.P.S. Falls Du unterwegs nicht schon erfährst, woran die einzelnen Stelen erinnern sollten, Mail genügt.
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