
Endlich ist es so weit: die letzte Woche vor dem wohlverdienten Weihnachtsurlaub ist angebrochen. Während der letzten paar Monate bestand dein spannender Agenten-Alltag daraus, in einem kalten Kellerkämmerchen ohne Kellerfensterchen Inventur für die T.R.O.L.L – Agency vorzunehmen und dabei alte Akten durchzusehen bzw. diese gegebenenfalls auszumisten.
Den Papierkram in den alten schimmligen Kartons hattest Du glücklicherweise schon hinter Dir (und einige Warzen an den Fingern auch) – doch das Sahnehäubchen hast Du Dir für die letzte Woche „Gerümpelkammer“ aufgehoben: Die Videodurchsicht der alten Tapes - und schließlich ist es nie zu spät, ein bisschen vorweihnachtliche Gemütlichkeit aufkommen zu lassen. Du schiebst also den alten Bürostuhl in eine angenehme Position, schenkst Dir einen Becher von Omas Glühwein aus Deiner Thermoskanne ein und legst die erste Kassette mit der Aufschrift: Fernsehaufnahme Nr. 1337 in das staubige VHS-Abspielgerät. Hoffentlich „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – Du legst die Beine hoch und lässt Dich einfach überraschen. Die alte Maschine rattert los und unter lautem Quietschen wird das Magnetband in Bewegung gesetzt.
Doch ein trockenes Krachen, als wäre jemand auf eine Walnuss getreten, lässt Dich aus der äußerst bequemen „Analyseposition“ hochschrecken – wobei Dir ein Schwapp vom heißen Trunk über die Hand trielt. Scheinbar war die Kassette der Altersschwäche zum Opfer gefallen. Du öffnest den Einschubschlitz des Abspielgerätes und wurschtelst die zerstörte Plastikhülle aus dem Schlund der Bestie – doch die Kassette ist nicht mehr zu retten. Aus ihrer Oberseite quillt das Magnetband heraus wie Geschenkband, aber irgendwie hatte sich ein Gegenstand in dem Wirrwarr des Inhalts verfangen: ein USB-Stick. Welcher Vollprofi kommt denn bitte auf die Idee, einen Stick von einem VHS-Gerät fressen zu lassen – fragst Du Dich – und lässt dich von Deiner Neugier dazu verleiten, den Datenträger auf seinen Inhalt zu überprüfen.
Es scheint, als wäre ein Backup von alten Überwachungskamera-Bildaufnahmen in einem passwortgeschützten Verzeichnis darauf abgelegt. Nach einigen Fehlversuchen das Codewort zu knacken, besinnst Du Dich und untersuchst den Datenträger nochmal detailliert. Du lässt also einen Blick über die HülleSdesnSticksoschweifen undwerkennstadabeireinedmikroskopischEkleine Zeichenfolge zwischen den ZifferndderwSeriennummeredesnSticks. Vielleicht musstest Du ja doch zwischen den Zeichen lesen…
Anmerkungen:
Unbedingt einen eigenen feinen, hellen Permanentmarker mitbringen, sonst kann sich nicht ins Logbuch eingetragen werden.
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Du handelst auf eigene Verantwortung und bist für deine eigene Sicherheit selbst verantwortlich! Festes Schuhwerk ist ein absolutes Muss und man sollte unbedingt Trittsicherheit besitzen. Bei Regen/Schnee und/oder Glätte besondere Vorsicht walten lassen!
Dies ist Teil 4 von 5 der Agent-T.R.O.L.L-Reihe, weitere Teile:
Teil 4 : Inventur (Du befindest Dich hier)