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Die Hinkelsteine von Iggingen EarthCache

Hidden : 6/3/2026
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


 

Die Hinkelsteine von Iggingen

 

Auf den Feldern nördlich von Iggingen befinden sich zwei senkrecht aufgestellte Steine. Die sogenannten Hinkelsteine von Iggingen.

Sie wurden im Rahmen einer Flurneuordung ausgegraben und haben hier einen neuen Platz gefunden.

Von hier oben hat man einen schönen Blick auf Leinzell, Mulfingen unten im Leintal und Göggingen auf der Hochfläche.

Die Hochflächen die sich südlich und nördlich von Mulfingen befinden bildet der sogenannte Lias alpha, früher auch als Schwarzjura bezeichnet. Diese geologische Schicht ist ca. 201 bis 174 Millionen Jahre alt und besteht aus dunklen Ton- und Mergelsteinen und fossilreichen Kalkbänken.

Vor rund 180 Millionen Jahren entstand diese Kalkschicht als Süddeutschland zu Beginn des Schwarzen Juras überflutet wurde.

Das Klima war damals warm und es lebten Seelilien, Muscheln, Fischsaurier und Meereskrokodile in diesem flachen Binnenmeer, die sich nach und nach als Kalkbänke in der sogenannten Jura-Schicht abgelagert haben.

Quelle: Infoschild vor Ort, Amt für Flurneuordnung und Landetwicklung, Schorndorf (vom Owner überarbeitet und angepasst)

 

Daher sind die Kalkbänke des Unteren Unterjuras besonders fossilführend und sogar fossilreich, was man sehr schön an den beiden ausgegrabenen Hinkelsteinen erkennen kann.

Je nach Schicht können diese Lagen bis zu 50cm dick sein und komplett aus kleinen Schnecken und Muscheln bestehen.

Die entsprechende Verwitterung an den Steinen schafft solche Fundstücke an die Oberfläche wobei man den Fossilinhalt gut erkennen kann.

 


 

Fischsaurier - Ichthyosaurier Stenopterygius, Urwelt-Museum Hauff, Holzmaden

Quelle: https://www.urweltsteinbruch.de/products/ichthyosaurier-stenopterygius-holzmaden-deutschland?srsltid=AfmBOopwTwxf2vZPOlznucnaRYYfKIBNv-jcKxs15tmVtehInrtk-Lq8

 

 

Größte fossile Seelilien-Kolonie - Seirocrinus subangularis, Urwelt-Museum Hauff, Holzmaden

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Seironcrinus_subangularis_Miller,_die_gr%C3%B6%C3%9Fte_fossile_Seelilien-Kolonie_%2818_x_6_m%29.jpg

 

 

Meereskrokodil – Platysuchus, Museum am Löwentor, Stuttgart

Quelle: https://erdgeschichten.net/2025/07/27/das-erste-meereskrokodil/

 

 

Bohnerz im Jura

Bohnerze sind kleine, meist erbsen- bis linsengroße, konzentrische Kügelchen, die im Querschnitt einen schaligen, manchmal auch hohlen Aufbau zeigen und sie haben mit ca. 35 – 50% einen recht hohen Eisengehalt.

Finden kann man sie in Kalkgestein, in braunem oder rotem Lehm, in den Wäldern und auf den Feldern der Albhochfläche. Auch haben sie sich gelegentlich in Geländemulden angereichert oder wurden in Karstspalten zusammengeschwemmt.

https://reisesteine.ethz.ch/de/stein/111

 

Die Bohnerzbildung war ein komplexer Vorgang der vor rund 60 Millionen Jahren während der Tertiärzeit stattgefunden hatte.

Entscheidend war das damalige Klima, ein subtropisches Savannenklima mit Regenzeiten und deutlich anhaltenden Trockenzeiten.

Die Kalksteine des Weißen Juras enthalten kleine Mengen an Ton, Kieselsäure und Eisen die im Laufe der Zeit durch Regenfälle verwitterten. Die unlöslichen, mineralischen Bestandteile wie Ton und das Eisen blieben zurück.

So reicherte sich die Eisenlösung immer mehr an und legte sich schließlich als dünnes Eisenhäutchen um ein Sandkorn.

Die Grundwasseranstiege und Niederschläge wiederholten sich ständig im Laufe von Jahrmillionen Jahren und so sind, ganz langsam, die konzentrisch-schaligen Bohnerzkugeln entstanden.

 

 

Log-Bedingungen:

Um diesen EarthCache loggen zu können, löse bitte die untenstehenden Aufgaben.

Schicke uns deine Antworten über den Messenger oder über das Profil.

Auf eine Logfreigabe brauchst du nicht zu warten, sollte deine Antwort nicht richtig sein, werden wir uns bei dir melden.

Ein Foto von dir oder deinem GPS an den EarthCache-Koordinaten ist jetzt wieder notwendig, um den EarthCache loggen zu dürfen. Logs ohne Foto werden gelöscht.


 

Aufgaben:

  1. Mache an den obigen Koordinaten ein Bild von dir oder deinem GPS. Einer der beiden Hinkelsteine muss im Hintergrund zu sehen sein.
  2. Im Lias alpha finden sich zahlreiche Bruchstücke von Fossilien. Beschreibe sie und erkläre mit eigenen Worten, wie diese Bruchstücke hier an die Oberfläche gelangt sind.
  3. Wurden die beiden Hinkelsteine wieder so aufgestellt wie man sie gefunden hat? Und woran kann man das erkennen?
  4. An einem der beiden Hinkelsteinen kann man eine kleine, eingewachsene Bohnerzkugel finden. Beschreibe das Aussehen und die sichtbaren Folgen ihrer Verwitterung.
  5. Suche an den Hinkelsteinen nach einem Fossil und mache ein Bild davon.


 

Quelle:
Infoschild vor Ort, Amt für Flurneuordnung und Landetwicklung Schorndorf 
https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/geologie/schichtenfolge/jura/unterjura/unterer-unterjura  
https://steinkern.de/steinkern-de-galerie/schwaebische-alb-lias/Schnecken%20aus%20dem%20Lias%20Alpha%202.html
https://www.aalen.de/sixcms.php/media.php/166/Die%20Eisenerze%20der%20Ostalb%20-%20Entstehung%20und%20Vorkommen.156825.pdf

 


 

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