Der Findling am Hafen – Granit & Pegmatit-Ader

Willkommen am Neustädter Kunstkilometer! Das hier ausgestellte Kunstwerk Gateway von der Künstlerin Julie Glaspy aus Kanada entstand 2021 während der Europäischen Skulpturen-Triennale, doch das verwendete Material blickt auf eine Jahrmillionen alte Geschichte zurück: Es handelt sich um einen eiszeitlichen Granitfindling.
Aufgaben für die Log-Freigabe
Um diesen EarthCache zu loggen, begib dich zu den Koordinaten der Skulptur und beantworte die folgenden Fragen über das Message-Center oder per E-Mail an mich. Du kannst sofort nach Absenden der Antworten loggen; sollte etwas nicht passen, melde ich mich.
1. Die Pegmatit-Ader (linke Seite) – Optik & Haptik:
- Welche Farbe dominiert in dieser Ader und worauf ist sie zurückzuführen?
- Betrachte und ertaste den Übergang (die Kontaktzone) zwischen dem grauen Granit und der Ader: Ist der Übergang fließend-verwaschen oder messerscharf abgegrenzt? Steht die Ader fühlbar über das Nebengestein hervor und um wieviel mm/cm schätzt Du?
- Vergleiche die Größe der Minerale in der Ader mit denen im umgebenden Granit.
2. Textur- und Farbvergleich (Bogen/Durchbruch):
- Betrachte die bearbeitete/polierte Schnittfläche im Durchbruch im Vergleich zur rauen Außenhaut des Findlings. Wie verändern sich Farbwirkung und Erkennbarkeit der einzelnen Minerale (Quarz, Feldspat, dunkler Glimmer) durch die Politur?
3. Optional:
- An welches Eiszeitliches Tier erinnert Dich diese Skulptur?
4. Foto-Aufgabe:
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Mache ein Foto vor dem Kunstwerk (ohne zu Spoilern) mit Nickname und mit Datum, ein Foto von dir (Gesicht muss nicht erkennbar sein) oder ein persönlicher Gegenstand. Mitglieder einer Gruppe müssen jeder ein entsprechendes Foto ins log stellen.
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Gemeinsame Antworten unter Nennung der einzelnen Mitglieder einer Gruppe werden akzeptiert.
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Logs ohne Antwort oder geforderten Fotos werden nach spätestens 3 Tagen gelöscht
Geologischer Hintergrund
1. Was ist Granit?
Granit ist ein magmatisches Tiefengestein (Plutonit). Es entsteht, wenn flüssiges Magma tief im Erdinneren extrem langsam abkühlt und erstarrt. Durch diesen langsamen Prozess haben die Minerale viel Zeit zu wachsen und bilden ein richtungslos körniges Gefüge. Die drei Hauptbestandteile von Granit lassen sich mit dem Merkspruch merken: „Feldspat, Quarz und Glimmer – die drei vergess’ ich nimmer!“
- Feldspat: Häufig rötlich, rosa oder weißlich; meist blockig-kantig.
- Quarz: Meist grau, milchig-glasig oder durchscheinend wie zerkleinertes Glas.
- Glimmer (z. B. Biotit): Dunkle, glänzende, plättchenförmige Schüppchen.
Die Färbung von Granit kann unterschiedlich sein. Folgende Tabelle zeigt Mineralien für die Färbung verantwortlich sind.
- Farbe weiss, silber: Muskovit
- Farbe gelb, gelbbraun: Limonit
- Farbe rosa: Kaliumführender Feldspat
- Farbe rot: Kalifeldspat und/oder Eisenoxid in Hämatitkörnern
- Farbe grün: Mineral Glaukonit
- Farbe grau: Quarz
- Farbe dunkelgrau: Biotit
2. Wie kam der Findling nach Neustadt?
Ursprünglich stammt dieses Gestein aus Skandinavien (dem Baltischen Schild). Während der letzten Eiszeiten (Pleistozän) schoben gewaltige Gletscher riesige Gesteinsbrocken über hunderte Kilometer vor sich her oder transportierten sie im Eis eingebettet nach Süden. Nach dem Abschmelzen des Eises blieben diese Geschiebe bzw. Findlinge in der norddeutschen Landschaft zurück.
3. Das Besondere: Die Pegmatit- / Feldspat-Ader
Auf der linken Seite der Skulptur zieht sich eine markante, Ader durch das Gestein. Bei der Abkühlung des ursprünglichen Magmas riss das bereits erstarrte Gestein stellenweise auf. In diese Spalten drang eine noch flüssige, an Mineralen und Wasser angereicherte Restschmelze ein. Da diese Restlösung langsamer abkühlte und fluidreich war, kristallisierten hier besonders große Kristalle aus – Ein solches grobkörniges Ganggestein nennt man Pegmatit.
4. Natürliche vs. bearbeitete Oberfläche
Der Künstler hat für die Skulptur den Stein nicht nur durchbrochen, sondern Teile der Oberfläche geschliffen und poliert. Der Vergleich zwischen der rauen, verwitterten Außenseite und der glatten, polierten Innenseite zeigt eindrucksvoll, wie die Bearbeitung die einzelnen Mineralkörner und Farben des Gesteins zum Vorschein bringt.
Quellennachweis & Online-Ressourcen:
Inhalt
Okrusch, M. & Matthes, S. (2014): Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. 9. Auflage, Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg
lbeg.niedersachsen.de (Informationen zur Geologie und den eiszeitlichen Geschieben in Niedersachsen).
https://de.wikipedia.org/wiki/Granit
https://de.wikipedia.org/wiki/Pegmatit
https://de.wikipedia.org/wiki/Findling
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschiebe
https://de.wikipedia.org/wiki/Feldspat
https://de.wikipedia.org/wiki/Alkalifeldspat
Foto
michwada
Text
Wurde mit Unterstützung von KI entworfen.