Heute wird der
" Tag des Olivenbaums "
begangen.
Wir treffen uns um 17.30 an den obigen Koordinaten.
Wer hat den Tag des Olivenbaums ins Leben gerufen?
Die Hintergründe des Olibenbaumtages sind gut dokumentiert. So geht der Welttag des Olivenbaums auf eine Initiative der Staaten Libanon und Tunesien zurück. Sie brachten den Vorschlag in die Gremien der UNESCO ein. Die Initiative wurde zunächst in der 206. Sitzung des UNESCO-Exekutivrats unterstützt und anschließend in die Generalkonferenz eingebracht.
Auf dieser Grundlage beschloss die 40. Generalkonferenz der UNESCO im Jahr 2019, den Tag des Olivenbaums als offiziellen internationalen Tag der Organisation einzuführen. Damit ist dieser Anlass kein lose ausgerufener Aktionstag, sondern Teil des offiziellen Kalenders der UNESCO-Gedenktage.
Worum geht es beim Tag des Olivenbaums?
Die UNESCO formuliert das Ziel dieses internationalen Aktionstages klar und deutlich: Der Welttag des Olivenbaums soll dazu beitragen, den Schutz der Pflanze und der Werte, die sie verkörpert, zu fördern und ihre soziale, kulturelle, wirtschaftliche und ökologische Bedeutung für die Menschheit sichtbar zu machen.

Der Olivenbaum: Symbol für Frieden, Weisheit und kulturelles Erbe
Der Olivenzweig ist seit der Antike ein Symbol für Frieden, Weisheit und Harmonie. Nicht umsonst taucht er etwa auf der Flagge der Vereinten Nationen und dem Siegel der USA auf. Die UNESCO knüpft daran an und beschreibt den Olivenbaum als „universalen Baum“, der die Hoffnungen der Menschheit über Jahrtausende begleitet. Gleichzeitig ist der Olivenbaum Teil des immateriellen Kulturerbes vieler Regionen, etwa in traditionellen Kulturlandschaften und in der mediterranen Ernährungskultur.
Wirtschaftliche Bedeutung des Olivenanbaus im ländlichen Raum
Der Olivenbaum ist eine der ältesten und wichtigsten Kulturpflanzen der Welt. Rund 90 Prozent der geernteten Oliven werden laut verschiedenen Quellen zu Olivenöl verarbeitet, der Rest als Tafeloliven verzehrt. Olivenöl ist Grundpfeiler der mediterranen Küche und wird außerdem in Kosmetik, Pharmazie, Seifenproduktion und sogar als Brennstoff für traditionelle Öllampen genutzt.
Das IOC verweist darauf, dass der Olivenanbau weltweit Millionen ländliche Familien unterstützt und Einkommen, Ernährungssicherheit und Umweltschutz miteinander verbindet. Die Mitgliedsländer des IOC stehen zusammen für mehr als 94 Prozent der globalen Olivenproduktion. Ein deutlicher Hinweis, wie stark der Sektor international konzentriert und zugleich vernetzt ist. Führende Produzenten sind hier international unter anderem Spanien, Griechenland, Italien, die Türkei, Marokko, Syrien, Tunesien, Algerien, Ägypten und Portugal.

Klimaschutz und Umwelt aus Perspektive des Olivenbaums
Sowohl die UNESCO als auch das IOC betonen anlässlich des 26. November die klimarelevante Rolle des Olivenanbaus. Olivenhaine können CO₂ aus der Atmosphäre binden und so zur Abschwächung des Klimawandels beitragen. Gleichzeitig steht der Olivenbaum selbst unter Druck: Veränderte Niederschlagsmuster, steigende Temperaturen und Extremwetterereignisse stellen viele Anbauregionen vor neue Herausforderungen.
Die UNESCO verknüpft mit diesem Tag auch mit ihrem übergeordneten Auftrag, Kultur- und Naturerbe zu schützen, einschließlich historischer Kulturlandschaften. Der Tag des Olivenbaums soll diese Perspektive stärken und politische wie gesellschaftliche Unterstützung für nachhaltige Anbaumethoden mobilisieren.
Vor diesem Hintergrund ist dieser Tag auch als „Call to Action“ zu verstehen: Regierungen, Institutionen und Bürgerinnen und Bürger sollen den Olivenbaum schützen, Olivenbauern unterstützen und Olivenprodukte als Verbündete für einen gesünderen Planeten und eine gesündere Bevölkerung begreifen.