Stadtpark Pulsnitz – der Bonus zum ALC
Ein paar einleitende Worte zum Stadtpark:
Der Pulsnitzer Stadtpark tritt in der öffentlichen Wahrnehmung (wohl aufgrund seiner überschaubaren Größe sowie der urbaneren Lage) etwas hinter dem bekannteren Schlosspark zurück. Ursprünglich handelte es sich bei dem Park, welcher Anfang des 20. Jahrhunderts entstand, um ein großzügigeres Gartengrundstück, geplant von Albert Emil Hauffe, dem Inhaber der Firma „Polydor – Technische Papiere“. Die Bäume wurden größtenteils aus Amerika importiert, im oberen Teil entstanden ein Gerätehaus und ein Tennisplatz. Auf dem angrenzenden Grundstück wurde ein großes Gärtnerhaus mit Wohnungen und Stallungen errichtet.
E. A. Hauffe wollte gern ein Wohnhaus im Park erbauen, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Dieses Vorhaben ließ sich jedoch aufgrund der Wirtschaftskrise Ende der 1920er nicht verwirklichen.
In den 1950er Jahren machten sich engagierte Pulsnitzer Bürger ehrenamtlich daran, den inzwischen längere Zeit ungepflegten Garten in ein Erholungsgebiet umzugestalten. 1958 wurde der Stadtpark eröffnet, dessen Highlight ein Springbrunnen war, in dessen Mitte der berühmte Brunnenfrosch saß, den es in dieser Form leider nicht mehr gibt. Viele Cacher haben sich ja seit 2019 im Rahmen eines sehr schönen Multis erfolgreich an der Suche nach dem umtriebigen Frosch beteiligt.
Nachdem der Park nach der Wende zwischenzeitlich einen eher vernachlässigten Eindruck machte, kümmern sich seit einigen Jahren wieder Mitglieder des Karnevalsclubs sowie der „Initiative „Freunde des Stadtparkes Pulsnitz“ liebevoll um die Gestaltung und Pflege der Anlage.

Bonus zum Adventure Lab Cache „Stadtpark Pulsnitz“ von ds0112
Im Rahmen des „Event zum Herbstanfang #4“ am 22.09.2026 hat ds0112 einen Adventure Lab Cache im Stadtpark veröffentlicht. Um die Finalkoordinaten dieses Bonus zu ermitteln, empfiehlt es sich, zunächst den ALC zu absolvieren und auf diese Weise den Park kennenzulernen.
Wenn Ihr alle Stationen gelöst habt, notiert Euch die jeweiligen Lösungszahlen als:
A = Park 1
B = Park 2
C = Park 3 (verwendet bitte nur die letzte Ziffer der Jahreszahl)
D = Park 4
E = Park 5
Damit habt Ihr schonmal die halbe Miete rein. Ein bisschen Mystery muss aber noch sein 😉 Vielleicht zum Thema Herbst im Park …
Der Stadtpark im Wechsel der Jahreszeiten
Jeder Garten zeigt im Laufe des Jahres unterschiedliche Gesichter. Gerade für Parks, in denen viele unterschiedliche und alte Bäume stehen, ist der Herbst eine besonders reizvolle Zeit. Die Farbenpracht ist oft am eindrucksvollsten, wenn ein Teppich von Eichen-, Buchen-, Linden-, Kastanien-, Birken-, Erlen- und Ahornblättern in der Sonne leuchtet und wenn das Laub beim Spazieren unter den Füßen raschelt.
Was passiert eigentlich genau, mit den Blättern im Herbst?
In Vorbereitung auf den winterlichen Wassermangel werfen die meisten Laubgehölze in unseren Breitengeraden ihre Blätter ab, denn über diese verdunstet ein Großteil des über die Wurzeln aufgesogenen Wassers. Dieser Vorgang wird durch die Abnahme von Tageszeit und Temperatur induziert.
Und nun kommen die Pflanzenfarbstoffe ins Spiel, welche in den Blättern, wie auch in den anderen Teilen von Pflanzen enthalten sind und wichtige Aufgaben wahrnehmen, z. B. bei der Umwandlung von Licht in chemische Energie (Photosynthese) sowie beim Schutz der Pflanzenzellen vor Freien Radikalen und UV-Licht. Es gibt sehr viele natürliche Farbstoffe und im Folgenden sollen vier wichtige Klassen der Blattfarbstoffe kurz vorgestellt werden.
Die Klasse der natürlichen Farbstoffe, welche für die grüne Färbung von Blättern und anderen Pflanzenteilen zuständig sind, nennt man Chlorophylle. Sie werden von Organismen gebildet, welche Photosynthese betreiben. In diesem Zusammenhang dient der Stoff unter anderem der Lichtabsorption sowie der Weiterleitung der absorbierten Energie.
Auch andere Farbstoffe beteiligen sich an der Photosynthese sowie dem Schutz der Pflanzenzellen:
Die zumeist orangefarbenen Carotine schützen die Pflanzen vor den schädlichen Auswirkungen der UV-Strahlen sowie vor Infektionen. Besonders hohe Mengen dieses Pflanzenstoffes findet man beispielsweise in Karotten, Tomaten, Kürbissen, Süßkartoffeln und Sanddorn.
Die Klasse der Xantophylle schützt die Pflanzenzellen vor den freien Radikalen, die bei der Photosynthese entstehen. Die meisten Vertreter dieser Farbstoffe sind gelb. Sie kommen in allen photosynthetisch aktiven Zellen von Pflanzen vor.
Anthocyane kommen im Zellsaft fast aller höherer Pflanzen vor und verursachen eine rote, violette oder blaue Färbung. Sie binden freie Radikale, schützen die Proteine in der Zelle sowie die DNA in den Zellkernen vor Schädigungen und locken Insekten an. Reich an diesem Farbstoff sind beispielsweise Aronia, Kirschen, Heidelbeeren, blaue Trauben und Rotkohl.
Die wichtigste Rolle für die Photosynthese spielt der grüne Blattfarbstoff Chlorophyll. Bevor die Blätter abgeworfen werden, zerlegt der Baum den Farbstoff in kleinere Bestandteile und zieht diese aus den Blättern, um sie in Zweigen, Stamm und Wurzeln zu deponieren. Das bislang dominierende Grün wird den Blättern entzogen und die anderen Pflanzenfarbstoffe kommen nun zur Geltung – die Blätter erfreuen uns nun in Gelb, Orange, Rot und Violett.
Wie eingangs bereits erwähnt und auf der Informationstafel des Geschichtsvereins nachzulesen, wurden für die Gestaltung des Pulsnitzer Stadtparks vor über 100 Jahren zahlreiche Gehölze aus Amerika importiert.
Frage 1:
Wie bezeichnet man umgangssprachlich die außergewöhnlich warme und trockene Wetterperiode im Spätherbst in den nördlichen Regionen Nordamerikas, welche von einer intensiven und beeindruckenden Blattverfärbung in den Laub- und Mischwäldern begleitet wird?
Antwort (2 Wörter): _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
X = 3. Buchstabe des ersten Wortes
Gesucht sind die Buchstabenwerte.
Frage 2:
Eine Baumart aus der Familie der Seifenbaumgewächse, welche im US-Bundesstaat Vermont sowie anderen Gebieten Neuenglands stark verbreitet ist, prägt mit ihrem breiten Farbspektrum sowie einem einzigartig leuchtenden Scharlachrot dieses Naturphänomen besonders eindrucksvoll.
Der Name dieses Baumes leitet sich im ersten Teil von dessen Rolle als Lieferant eines kommerziell genutzten Pflanzensaftes ab. Wie heißt der Baum, welcher über 400 Jahre alt werden kann und den wir insbesondere mit dem Land Kanada verbinden?
Antwort (2 Wörter oder zusammengesetztes Wort): _ _ _ _ _ _ - _ _ _ _ _
Y = 3. Buchstabe des ersten Wortteils
Gesucht ist der Buchstabenwert.
Frage 3:
Ein Gehölz, welches vor allem in Mitteleuropa beheimatet ist, ist der Rote Hartriegel (auch Blutroter Hartriegel), dessen Name sich von der beeindruckenden roten Herbstfärbung seiner Blätter ableitet. Auch seine einjährigen Zweige sind leuchtend rot bis rot-braun.
Findet den lateinischen Namen dieser Pflanze.
Antwort (2 Wörter): _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
Z = 8. Buchstabe des zweiten Wortes
Gesucht ist der Buchstabenwert.
Finalkoordinaten
Das war sicher nicht so schwer, auch wenn Ihr vielleicht kurz recherchieren musstet. Doch genug nun der Theorie – Ihr wollt schließlich die Koordinaten für den Bonus wissen.
Für die Nordkoordinate benötigt Ihr die Lösungen aus dem ALC „Stadtpark Pulsnitz“, für die Ostkoordinate die Antworten zu den obigen drei Fragen.
(Bitte beachtet, dass bei C nur die letzte Ziffer der Jahreszahl aus dem ALC benötigt wird.)
Die Formel lautet:
N 51° (A + C - 1).(D * E) - (A * B) - C + 1
E 14° 00.ZYX
Vom Stadtpark bis zum Bonus seid Ihr knapp 1,5 km unterwegs. Viel Spaß und Erfolg beim Suchen!