Liebe Cachergemeinde,
es ist wieder soweit: Der Rat der Verblichenen hat sich erneut an mich gewandt. Wie jedes Jahr nähern wir uns dem letzten Tag im keltischen Kalender – jener Nacht, in der die Schleier zwischen den Welten dünn werden und die Seelen der Verstorbenen einen Blick darauf werfen, was wir Lebenden so treiben.
Die Delegation, die unseren Auwald seit Jahrzehnten besucht, hat diesmal ein Problem: Bei ihrem letzten Aufenthalt haben sie offenbar etwas verloren. Genauer gesagt: ein Artefakt, das für ihre Rückreise von entscheidender Bedeutung ist.
In den vergangenen Wochen tauchten im Jenseits mehrere irritierte Berichte auf. Einige Geister behaupten, sie hätten im Auwald seltsame Menschen gesehen, die mit leuchtenden Kästchen durch die Gegend streifen, Dinge suchen, sich über Koordinaten beugen und kryptische Zeichen entziffern. Der Verblichenenrat ist überzeugt: Das Artefakt muss in die Hände von Geocachern geraten sein.
Um die Angelegenheit zu klären, wird in diesem Jahr eine besonders hochrangige Abordnung entsandt. Sie möchte uns persönlich darum bitten, bei der Suche zu helfen – schließlich gelten Geocacher im Jenseits inzwischen als Experten für alles, was verloren geht und wiedergefunden werden soll.
Wir treffen uns wie immer an der alten Landeplattform im Auwald, dort wo die Grenze zwischen den Welten am dünnsten ist. Wer mutig genug ist, den Hügel hinaufzusteigen und den Reisenden aus dem Jenseits zu begegnen, ist herzlich eingeladen.
Natürlich wird wieder Süßes und Saures gereicht. Und für kleine Geister ist selbstverständlich auch etwas dabei.
Der Rat der Verblichenen zählt auf uns. Wer hilft mit, das Artefakt zu bergen?