Der PETling
Der PETling (Petlingus geocachensis) ist eine weltweit verbreitete und äußerst anpassungsfähige Lebensform. Seine Population ist beachtlich. Man findet ihn in Wäldern und Parks, an Feldwegen, zwischen Felsen, unter Brücken und gelegentlich sogar mitten in Städten. Besonders widerstandsfähige Exemplare wurden sogar in Gebirgsregionen, an Küsten und an Orten entdeckt, an denen sich vernünftige Lebewesen freiwillig eigentlich nicht aufhalten würden.
Der PETling ist ein ausgesprochen scheues Wesen und ein Meister der Tarnung. Meist verharrt er völlig regungslos in seinem Versteck. Denn er weiß: Wo er sich niederlässt, ist sein natürlicher Verfolger meist nicht weit – der Geocacher.
Dieser setzt erstaunliche Fähigkeiten ein, um seine Beute aufzuspüren. Er durchstreift Wälder, kriecht durchs Unterholz, schaut unter Steine und greift sogar in dunkle Löcher. Doch der PETling hat sich angepasst. Gut verborgen wartet er geduldig darauf, dass sein Verfolger entnervt weiterzieht. Besonders erfahrene Exemplare schaffen es sogar, sich unmittelbar vor den Augen eines Geocachers zu verbergen.
Wird der PETling schließlich doch entdeckt, kommt es zu einem ungewöhnlichen Ritual: Der Geocacher nimmt ihn vorsichtig aus seinem Versteck, öffnet ihn und untersucht seinen Mageninhalt. Anschließend setzt er den PETling exakt an seinen ursprünglichen Platz zurück, anstatt seine Beute mitzunehmen. Damit gehört der PETling zu den wenigen bekannten Lebensformen, die vom Menschen mit großer Begeisterung gejagt werden, nur um anschließend wieder versteckt zu werden.
So dauert der ewige Kampf zwischen Jäger und Gejagtem bis heute an. Und irgendwo dort draußen sitzt bereits das nächste Exemplar. Still. Gut getarnt. Und wartet. Der PETling.
Benötigt wird ein Stift und ggf. Handschuhe (nicht zwingend erforderlich).