Altona und Fleitenkiel heißen die beiden Wege, die sich hier treffen. Altona kommt vom Plattdeutschen Ausdruck für "all zu nah", was die einzige Verbindung zum allseits bekannten Hamburger Stadtteil ist. Hier ließen sich Ende des 18. Jahrhunderts Familien aus Osteuropa nieder und begannen, kleine Hofstellen anzulegen - und diese waren den Hollnern wohl zu nah an "ihrem" Dorf gelegen. Wie auch immer, alle Rivalitäten ziwschen Altonaern und dem restlichen Dorfbewohnern sind inzwischen beseitigt. Der Straßenname "Fleitenkiel" hat nichts mit Flöten oder Keilen zu tun, wie oft fälschlicherweise angenommen wurde, sondern stammt von einer alten Bezeichnung für "Grasweg", ein Hinweis darauf, dass der Weg lange Zeit nicht befestigt war. Heute ist die Straße natürlich asphaltiert. Das einzige was aus der alten Zeit geblieben ist, sind einige wunderschöne Eichen. Eichenwälder und Heiden prägten einst die Geestrücken der Börde Lamstedt, die "Deutsche Eiche", oder Stieleiche, ist aber immer noch prägend für das Landschaftsbild in Deutschland. Stieleichen werden 20-40 m hoch, erreichen einen Stammdurchmesser von bis zu 3 m und können locker 500-1000, in Ausnahmefällen sogar 1.400 Jahre alt werden - wenn man sie denn ließe. Eichen spielten früher im Bootsbau eine herausragende Rolle, ihr Holz war in besonderem Maße geeignet. Mindestens genauso wichtig waren jedoch die Eicheln für die Schweinemast. Im Herbst wurden die Schweine in die Eichenwälder getrieben, wo sie die sehr stärkehaltigen Eicheln fraßen. Eine schöne Vorstellung, insbesondere im Vergleich zu heutigen Mastanlagen. In der nordischen Mythologie galt die Eiche als heiliger Baum, der dem Gott Thor gewidmet war.