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Der Dächelsberg liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Wachtberg, zwischen den Ortschaften Nieder- und Oberbachem. Im Tertiär, vor rund 25 Millionen Jahren, war der Dächelsberg ein Vulkan, dessen Aufbau man heute Dank des bergbaulichen Aufbruchs sehr gut erkennen kann, denn seit der Stilllegung des dort bis in die 1960er Jahre betriebenen Steinbruches liegt er quasi längs aufgeschnitten da. Bereits im Jahre 1981 hatte die Gemeinde Wachtberg das Gelände des Dächelsbergs gekauft, um es als exemplarisches Naturdenkmal zu erhalten. Seit 1991 wird es als Naturschutzgebiet im Auftrag des Rhein-Sieg-Kreises vom Naturschutzbund Deutschland betreut. Das Gelände selber allerdings, da Naturschutzgebiet und ein Betreten ausserdem sehr gefährlich, ist nicht zugänglich und durch einen Eisengitterzaun gesichert. Im Laufe der Jahre wucherte der Blick strassenseitig fast komplett zu. Im Jahre 2014 entschied man sich von Seiten der Gemeinde Wachtberg dazu, das touristische Potential des Areals besser zu nutzen und aufzuwerten. So befinden sich nunmehr seit Anfang 2015 ein hoher Aussichtsturm, Parkmöglichkeiten für circa drei Kraftfahrzeuge, Stellplätze für einige Fahrräder und ettliche Informationstafeln an der Stelle, an der sich vormals die, zum geringen Teil erhaltene, Verladerampe des Steinbruchs befand. Vom Aussichtsturm hat man einen sehr guten Blick auf das Gelände mit dem erloschenen Vulkan. Der ehemalige Vulkanschlot in der Mitte besteht aus senkrecht stehenden Basaltsäulen, seitlich schliesst sich Tuffgestein an, das wiederum durch Löss bedeckt wird, der im Laufe der Jahrmillionen seit dem Erlöschen des Vulkans durch Winderosion dort aufgetragen wurde. Der Steinbruch selber lief in den Jahren seit der Stilllegung mit Wasser voll, so dass sich heute dort der gut zu erkennende See befindet. Der ehemalige Steinbruch sowie die vorhandene Flora und Fauna sind in ihrer Art einzigartig.

Der "angeschnittene" Vulkanschlot sowie der ehemalige Steinbruch im Vordergrund. © Daniel Cox 16. Juli 2014.
Was ist hier zu sehen?
Die Felswand des ehemaligen Steinbruchs am Dächelsberg gibt Einblick in die Vorgänge der Erdgeschichte. Art und Anordnung der Gesteine und Ablagerungen verraten, wie der Dächelsberg als sogenannter Subvulkan entstanden ist und sich danach verändert hat. Vor rund 25 Millionen Jahren wurden hier zuerst grosse Mengen Asche ausgestossen und bildeten eine dicke Tuffschicht. Das später aufsteigende Magma blieb dann in der Tuffdecke stecken und erstarrte bereits unter der Oberfläche.
Trachyt-Tuff
Zuerst schossen aus dem Erdinneren heisse und halbflüssige vulkanische Lockermassen empor, die sich als verfestigter Tuff auf der Oberfläche absetzten. Chemisch entspricht dieser Tuff dem vulkanischen Gestein Trachyt, daher der Name Trachyt-Tuff. Dieser Trachyt-Tuff verwittert zu einem grünlich-braun gefärbten, lockeren Gestein.
Devonische Sandsteine
Auf ihrem Weg zur Erdoberfläche sind die vulkanischen Massen durch die Sandsteine und Tonschiefer des "Rheinischen Schiefergebirges" aufgestiegen. Dieses Gesteine waren im Unterdevon, vor etwa 410 Millionen Jahren, in einem flachen Meer als Sand und Schlamm abgelagert worden. An der Ostseite des Steinbruches (im Bild rechts) liegen sie direkt auf dem dunklen massigen Basalt. Gut erkennbar ist eine graue Verwitterungsschicht im Übergang zwischen den devonischen Gesteinen und dem darüber liegenden Löss.
Basalt
In den Tuff drang pilzförmig glutflüssiges Magma ein, das heute als erkalteter Basalt den Grossteil den Grossteil der Steinbruchwand ausmacht. In der Mitte der Steilwand ist der Basalt zu Säulen erstarrt, links und rechts der Säulen steht massiger Basalt an. Frisch mit dem Hammer abgeschlagen ist dieses Vulkangestein fast schwarz. Durch Verwitterung entstehen dunkelbraune Farben.
Löss
Auf der rechten Seite der Steinbruchwand wird der Basalt von einer Löss-Schicht bedeckt. Sie entstand erst innerhalb der letzten 2 Millionen Jahre. Während der Kaltzeiten trugen Staubstürme feinkörniges Bodenmaterial aus trockenen Steppengebieten hierher, wo es sich als Löss ablagerte. Löss bildet die Grundlage für die hochwertigen Ackerböden der Bördelandschaften, wie rund um Rheinbach und Euskirchen.

Die östliche Wand des ehemaligen Steinbruchs mit dem markanten Felsvorsprung. © Daniel Cox 16. Juli 2014.
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Log-Anweisung
Am Fusse des Aussichtsturmes befindet sich eine Stele mit Informationen zu verschiedenen Gesteinsarten, beziehungsweise beinhaltet diese Stele selbst Gesteinsproben. Löse die vier nachfolgenden Aufgaben und teile dem Besitzer dieses EarthCaches die Ergebnisse in einer kurzen Nachricht mit. Gemäss der geltenden Richtlinien kann das hier vorliegende EarthCache Dächelsberg erst im Anschluss daran geloggt werden!
Aufgabe 1: Benenne die einzelnen Materialien, die sich innerhalb der Stele befinden, beginnend von unten! Aber Achtung, keines der Materialien soll doppelt genannt werden, obwohl sich innerhalb eines Segmentes, ein bereits an anderer Stelle der Stele vorkommendes Material befindet.
Aufgabe 2: Jedes der Materialien zeichnet sich durch ganz bestimmte Eigenschaften aus. Welchem Material können welche Eigenschaften zugeordnet werden?
Aufgabe 3: Alle gezeigten Materialien werden zum Teil seit vielen Jahrhunderten vom Menschen auf die ein oder andere Weise genutzt. Benenne verschiedene Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Materialien!
Aufgabe 4: Welche der beschriebenen Gesteine finden sich am Dächelsberg? Erläutere kurz, wo diese genau zu sehen sind?
Bitte daran denken, dass die Nachricht mit den Antworten auch den Namen dieses GeoCaches, oder zumindest aber die Informartion "GC59NCZ" beinhaltet, das erleichtert mir die Zuordnung erheblich!
Photos zum Logeintrag sind selbstverständlich freiwillig. Ein jeder weiss aber, wie bereichernd eine umfangreiche Bildergalerie gerade bei einen EarthCache sein kann. Also, Photos sind willkommen!
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Danke für mehr als 50
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