Vor mehr als 700 Jahren wurde von König von Rudolf von Habsburg der damaligen Stadt Veringen die Marktgerechtigkeit verliehen. Die Burgruine liegt auf der Anhöhe eines von der Lauchert umflossenen Umlaufberges auf welchem die Grafen von Veringen ihre einstmals stattliche Burganlage errichteten. Im Mittelpunkt befinden sich die Reste des Burgturms, der einen annähernd quadratischen Umriss von ca. 16x16m bei einer Mauerdicke von 3,3m bis 3,5m aufweist. Im 11. Und 12. Jahrhundert waren die Grafen von Veringen eine der angesehensten Dynastenfamilien im süddeutschen Raum. Ende des 12. Jahrhunderts heiratete Graf Hartmann von Württemberg eine Erbtochter der Grafen von Veringen. Es wird angenommen, dass in diesem Zusammenhang das Wappen der Veringer Grafen mit den drei Hirschstangen zum Württemberger Wappen wurde. Die Hirschstangen finden sich heute noch in vielen Gemeindewappen und u.a. auch bei Porsche und dem VfB Stuttgart.

In den zahlreichen Höhlen der Jurafelsen rund um Veringenstadt können seit dem Neandertalmenschen alle frühgeschichtlichen Siedlungsepochen nachgewiesen werden, so aus der Steinzeit, Bronzezeit bis in die Römerzeit. Kulturelle Schwerpunkte der Keltenzeit finden sich auf der nicht allzu weit entfernten Heuneburg.
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