1460 n. Chr. - Vertrag von Ripen
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Örträsk
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Wednesday, June 27, 2012
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Nordrhein-Westfalen, Germany
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Ein kleines Stück Weltgeschichte auf Geocoins
Viele Ereignisse, Menschen und Orte, die in der Weltgeschichte eine große oder kleine Rolle gespielt haben, werden auf Geocoins in unterschiedliche Art und Weise dargestellt. Diese Geocoin gehört zu einer Sammlung, die einige historische Ereignisse darstellt.
Von vielen hat man mal gehört, manches ist für uns alltäglich geworden – nur die Ursprünge vieler Dinge in unserem Leben liegen manchmal im Dunkel der Geschichte.
Geocoin Serie: "Schleswig-Holstein Geocoin"
Diese Geocoin begleitet mich beim Geocaching im Bundesland Schleswig-Holstein."
""""
Der Vertrag von Ripen bestand unter dem Namen Ripener Privileg aus der Handfeste (dän. håndfæstning), ausgestellt am 5. März 1460 in Ripen als Wahlkapitulation von König Christian I. von Dänemark, und aus der Kieler Tapferen Verbesserung vom 4. April 1460. Beide Urkunden regelten für vier Jahrhunderte die Zugehörigkeit der Gebiete Schleswig und Holstein zum Königreich Dänemark. Der Vertrag von Ripen verlor seine Gültigkeit mit dem Ende des Dänischen Gesamtstaates durch die Gasteiner Konvention vom 14. August 1865.
Herzog Adolf VIII. − zugleich Graf von Holstein und als Adolf I. auch Herzog von Schleswig − hinterließ bei seinem Tod am 4. Dezember 1459 keinen unmittelbaren Erben, der Herrschaftsrechte in beiden Gebieten beanspruchen konnte. Da das Herzogtum Schleswig ein dänisches Lehen war, war der nächste potenzielle Erbe (legitimer kognatischer Erbe gemäß dänischem Erbrecht) sein Schwestersohn Christian von Oldenburg und dessen jüngere Brüder, der zu dieser Zeit als Christian I. König von Dänemark war. Die Grafschaften Holstein und Stormarn hingegen waren deutsche Lehen, so dass es die Aufgabe des deutschen Königs – zu dieser Zeit Kaiser Friedrich III. – gewesen wäre, einen neuen Grafen einzusetzen. Friedrich III. hielt sich aber hier völlig heraus.
Die in den drei Landen ansässige und eng miteinander verbundene Ritterschaft übernahm nun die Initiative. Sie war an einer dauerhaften Regelung interessiert und wollte neue Konflikte und den Verlust ihrer Pfandgüter vermeiden. Die letzte schauenburgische Linie Holstein-Pinneberg, vertreten durch Otto II., war von der Erbfolge in Schleswig ausgeschlossen (Schleswig unterlag als dänisches Lehen einem anderen Erbrecht) und kam daher aus Sicht der Ritterschaft nicht in Frage. König Christian I. von Dänemark als Oldenburger und Neffe des Verstorbenen schien für die Ritterschaft und Prälaten der Länder der richtige Kandidat zu sein. Längst hatte sich der holsteinische Adel der Lande vereinigt und war auch in Dänemark mit großen Gütern vertreten. Die Verbindung Schleswigs, Holsteins, Stormarns und Dänemarks unter einem Herrscher war zudem gut geeignet, um ein Wiederaufflammen des Konflikts verschiedener Mächte zwischen Ost- und Nordsee zu verhindern. Christian berief 1460 eine Versammlung in Ripen ein, auf der er am 2. März entgegen dem Salischen Recht zum Herrscher beider Gebiete gewählt wurde. Am 5. März wurde daraufhin der Wahlvertrag (Handfeste) von Ripen aufgesetzt, in dem etliche Gesetze und Verordnungen für seine Königszeit festgeschrieben wurden. In der wohl bekanntesten, aus dem Kontext herausgerissenen Passage heißt es über die Ritterschaft in Schleswig und Holstein: "dat se bliven ewich tosamende ungedelt" (dass sie ewig ungeteilt zusammen bleiben).
Den Ständen ging es um stabile Verhältnisse. Der Vertrag von Ripen setzte nicht nur einen dauerhaften Schlusspunkt unter die Konflikte zwischen dänischem Königshaus und holsteinischen Grafen. Vor allem ging es ihnen darum, Konflikte zwischen den Herrschern zu verhindern und ihre Beteiligung an der Landesherrschaft abzusichern. Spätere Interpretationen stellen den Punkt einer Vermeidung von Teilungen in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Dies erfüllte sich hingegen nur teilweise, denn die Ständemacht unterlag schon bald der aufstrebenden Fürstenmacht. Es gab sowohl in Holstein und Stormarn sowie in Schleswig eine Tradition der Teilung beziehungsweise der Errichtung von Sekundogenituren, wie es im Deutschen Reich üblich war. Bereits 1490 kam es zur ersten Aufteilung Schleswigs und des 1474 ebenfalls zum Herzogtum erhobenen Holstein. Diese Teilung zwischen Christians Söhnen König Hans und Herzog Friedrich wurde mit der Thronbesteigung des Letzteren zwar wieder hinfällig, und auch die Teilung zwischen diesem und dessen Sohn Christian 1523 hatte nur bis zum nächsten Thronwechsel Bestand. Hingegen hatte die Landesteilung zwischen Christian III. und seinen Halbbrüdern Johann dem Älteren und Adolf I. 1544 langfristige Konsequenzen, ebenso die Teilungen von 1564 und 1581. Die Besitzungen des Adels und der Geistlichkeit blieben immerhin von den Teilungen ausgenommen und wurden von den Landesherren formell gemeinsam regiert.
Die norddeutschen Städte der Hanse hatten an diesem Ergebnis aus handelspolitischen Gründen kein Interesse und versuchten, diese Lösung schon im Vorfeld diplomatisch zu unterlaufen. Sie wurden jedoch nicht gehört. Nach dem Vertragsschluss unterblieb eine weitere Opposition, da die Städte mit König Christian zunächst im Einvernehmen erträgliche Geschäfte machen konnten und sie wegen seiner schwachen Finanzlage und Abhängigkeit davon ausgingen, dass er die eingeräumten Privilegien nicht in Frage stellen würde.
Erst im 19. Jahrhundert erhielt der Ripener Vertrag neue Bedeutung, als der Historiker und Sekretär der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft Friedrich Christoph Dahlmann ihn zu einer Art Grundgesetz nicht nur für die Stände, sondern für die Herzogtümer als Ganzes erklärte. Angesichts des aufkeimenden nationalen Gegensatzes zwischen Deutsch und Dänisch entfaltete der bis dahin fast vergessene Vertrag ungeahnte Sprengkraft, da die Ritterschaft und bald auch weite Teile der ursprünglich liberalen schleswig-holsteinischen Bewegung ihn als "historisch verbrieftes Recht" ansahen. Die Erbansprüche des Herzogs Christian August von Augustenburg verstärkten dies zusätzlich. Das politische Schlagwort "Up ewig ungedeelt" (auf ewig ungeteilt) kehrte 1841 in einem Gedicht des schleswig-holsteinisch gesinnten Apenrader Arztes August Wilhelm Neuber zurück und instrumentalisierte den Ripener Vertrag somit zusätzlich im Sinne der Loslösung Schleswigs und Holsteins von Dänemark.
Doch auch auf dänischer Seite entwickelte sich eine Bewegung, bei der die Forderungen nach politischer Liberalisierung bald vor der nationalen Thematik in den Hintergrund gerieten. Die Eiderdänen beriefen sich auf die ursprüngliche Zugehörigkeit und bestehende Lehensverbindung Schleswigs zu Dänemark und forderten das gesamte Herzogtum Schleswig als Teil eines künftigen dänischen Nationalstaats. Beide Seiten ignorierten damit die Realitäten in dem sprachlich und kulturell gemischten Land. 1848 führten die Spannungen schließlich zum Bürgerkrieg, 1864 zum Ende des Gesamtstaats unter der dänischen Krone.
Obwohl der königliche Handfeste von Ripen schon wenige Jahrzehnte nach seiner Abfassung immer mehr ausgehöhlt und durch neue Ordnungen ersetzt wurde, konnte er im 19. Jahrhundert zu einem Mythos werden. Dieser Mythos vom Ripener Vertrag als einem "schleswig-holsteinischen Grundgesetz" hielt sich in Schleswig-Holstein noch bis weit über die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus. Erst seit einer Dekade wird der Vertrag wieder nüchterner als eine wichtige historische Übereinkunft beurteilt. Nicht die Unteilbarkeit Schleswigs und Holsteins wird als wichtigster Aspekt angesehen, sondern die Schaffung eines Landfriedens und einer gemeinsamen Landesherrschaft.
Quelle: Wikipedia
Bild-Quelle: www.schleswig-holstein.de
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flämmchen1 discovered it
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Dein Angebot, diese tolle Coin-Sammlung zu dicovern, nehme ich gerne an.
Vielleicht ergibt es sich ja mal, bei einem anderen Event, diese Coin`s in den Händen zu halten und zu bewundern.
Freue mich schon sehr darauf.
Vielen Dank nochmal und liebe Grüße sendet Monika.
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feuerrecke discovered it
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Auf dem 2. Feuerwehr Event Ennepetal haben Flämmchen1
und ich als Owner nicht die Zeit gehabt, die einzelnen Coins
und TB´s zu bewundern. Örtrask hat es uns trotzdem ermöglicht
seine Sammlung zu bestaunen.
Vielen Dank dafür und besondere Grüße nach Kamen Feuerrecke
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Lobo73 discovered it
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danke fürs zeigen und discovern dürfen dieser tollen coin sammlung, war ein genuss diese anzuschauen.
hat sogar wieder welche darunter, wo mir noch nicht bekannt waren!
Lg Lobo73
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Qba discovered it
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Im Rahmen des Events auf Cafe Halle vom Owner u.a. diesen Code bekommen. Vielen Dank!
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hallerli discovered it
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Diese wunderschöne Coinsammlung durfte ich bei diversen Grillabende bestaunen und in der Hand halten. Auch Stücke, welche immer wieder hinzukommen dar ich sehen. Das ist eine wirklich stattliche Anzahl an sehr schönen Coin auf einem Haufen.
Viel Spaß beim weitersammeln.
hallerli
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