Monopoly - oh ja, ich erinnere mich an lange Abende, in denen wir das gespielt haben. Und ich weiß auch noch genau, wo meine Ausgabe im Moment liegt. Später hat sich noch das Spiel "Hotel" dazugesellt, welches im Grunde genommen nichts anderes ist.
Zur Entstehung dieses schönen Spieles lässt sich folgendes zusammenfassen:
In wirtschaftlich mageren Zeiten entstanden, wurde das berühmte Spiel um Mieten, Macht und Moneten finanziell ein Riesenerfolg. Mitten in der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre fertigte der damals arbeitslose Heizungsbauingenieur Darrow am Küchentisch seine Version des Spiels, das heute als Jahrhundertspiel gilt. Aus Holzabfällen und Kartons bastelte er kleine Häuschen, Hotels sowie Besitzrechtskarten. Für die Spielsteine musste ein Armreif seiner Frau herhalten. So entstand in Germantown, Pennsylvania, mit Hilfe von Fingerhüten, Garnrollen und Radiergummis der Vorläufer des heutigen Monopoly mit seinen typischen Farbfeldern und Bahnhofsikonen. Er zeichnete einige Straßenzüge der Stadt Atlantic City auf das runde Wachstuch seines Küchentisches. Die aufgemalten 21 Straßen stammten alle aus einem einzigen Viertel des beliebten Ausflugsziels in New Jersey.
Noch 1935 schwappte die Monopoly Welle auch nach Europa – und zwar zunächst nach Großbritannien. Um das Spiel auch für Konsumenten in England attraktiv zu machen, wurden die Grundstücke vom englischen Lizenznehmer Waddigntons in bekannte Londoner Straßen umbenannt.
Wenig später begeisterten sich die Deutschen ebenfalls am spielerischen Geldanhäufen. In Deutschland wurde die Lizenz 1936 nach Nürnberg an die Firma Schmidt vergeben. Hierzulande hielten bei Monopoly Berliner Straßennamen Einzug, welche die Spieler für Reichsmark erwarben. Die teuersten Straßen waren Grunewald (Parkstraße) und die Insel Schwanenwerder (Schloßallee).
Jetzt ist das Spiel schon so alt und hat an Aktualität noch nichts eingebüßt.
Dem Reisenden wünsche ich viel Erfolg auf seiner Mission, ich bin gespannt, was er alles zu sehen bekommt.