This is collectible.
Dieser Geocoin soll an die Stätte an der Leither Str. in 45307 Essen erinnern, an der sich Freunde, Nachbarn, Generationen und auch Cacher immer wieder gerne treffen.
Möge diese schöne evangelische Kirche uns lange erhalten bleiben und noch oft zusammen führen.
„Alte Kirche“ der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Kray
Diese „Alte Kirche“ ist eine der beiden verbliebenen Predigtstätten der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Kray. Die Grundsteinlegung dieser Kirche an der Leither Str. 38 in Essen erfolgte am 13.07.1902. Entworfen wurde die Kirche durch den Regierungsbaumeister August Senz aus Köln, der auch die Bauleitung übernahm. Die Bauzeit betrug 14 Monate und die Baukosten 173.497,03 Mark. Die Kirchweihe erfolgte durch ein Fest am 14.09.1903, zu dieser Zeit war die Stadt Kray noch selbständig. Die Planung erfolgte für 1000 Besucher.
Bereits geschlossen wurden wieder das Gemeindezentrum Eckenbergstraße und der Gemeindesaal an der Lentorfstraße in Leithe sowie eine Holzkirche im Kappertsiepen. Als zweiter Standort verblieb noch das Gemeindezentrum an der Meistersinger Str. 52 im Isinger Feld.
Historisches
Bis zum Baubeginn der Zeche Bonifacius im Jahre 1857 war Kray eine fast ausschließliche katholische Bauerschaft mit 18 Gehöften.
Durch die Ansiedlung der Zechen, der Rheinischen Stahlwerke, des Westdeutschen Eisenwerkes (später Buderus) und anderer Firmen wuchs die Zahl der sich hier ansiedelnden evangelischen Gemeindemitglieder schnell und die Gemeinde wurde 1895 selbständig. 1906 bekannten sich schon 6197 Bürger in Kray und Leithe zum evangelischen Glauben. Der durch den Hilfsgeistlichen genutzte Betsaal wurde durch regen Zulauf deutlich zu klein.
So engagierten sich die Essener Neubürger für den Bau einer evangelischen Kirche.
Die Bergarbeitergemeinde prägte auch deutlich den Bau der Kirche. Auf Grund der zur Verfügung stehenden Mittel wurde die Kirche schlicht und zweckmäßig gehalten, durch gute Planung und ständige Bauüberwachung gelang es August Senz dennoch, mit seiner Einrichtung aus Holz eine spürbare Wärme hervorzurufen. Das dabei verwendete astfreie Holz ist North Carolina Pine.
Trotz des Kostendrucks erfolgte der Einbau einer Bleiverglasung mit Bemalung, von der allerdings ein großer Teil durch die Wucht einer Luftmine 1945 zerstört wurde.
August Senz bekam für seinen Bau der Kirche in Kray von allen Seiten hohe Anerkennung und große Zustimmung.
Die Achsen des Gebäudes und die Ausrichtung der runden Kirchenbänke mit den Luther-Rosen erfolgten auf die Bibel der Predigtkanzel.
1918 wurden die zuvor an den Staat für den Krieg abgegebenen Bronzeglocken durch drei Glocken aus Gußstahl ersetzt.
1929 wurde die Kircheninnenausmalung vollständig erneuert und Goldverzierungen an Kanzel und umlaufender Brüstung aufgetragen.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Türen zwischen Altarraum und Konfirmandenraum zugemauert und der Raum um den Altar durch die Wegnahme einiger Bänke deutlich erweitert.
1985 wurde die „Alte Kirche“ unter Denkmalschutz gestellt.
1984 erfolgte der Einbau einer neuen großen Orgel auf der rückwärtigen Empore, da die vorherige Orgel der Fa. F. Walcker aus Ludwigsburg auf der vorderen Empore nicht mehr reparabel und schon bei der Erstellung eine „Sparlösung“ war.
Ihre „Fassade“ verbleibt jedoch für die Optik in der Kirche.
Die neue Orgel wurde von der Fa. Alfred Führer aus Wilhelmshaven dreimanualig mit 41 Registern erstellt und ist ein einzigartiges Instrument in der Orgellandschaft im Ruhrgebiet.
1991 wurde der Terrazzo in der Eingangshalle wieder freigelegt und zwei Bronzeplatten als Bekenntnis zum Frieden eingelassen.
Informationen und historisches Foto aus der Homepage www.alte-kirche-kray.de und der „Festschrift zum 100jährigen Kirchweihjubiläum der Evangelischen Kirche Kray“ von Lothar Albrecht, Essen.
Die evangelische Kirche an der Leither Straße ist jeden Freitag von 10.00 bis 12.00 Uhr geöffnet.
Wegen Kirchenführungen wenden sich Interessenten bitte an Lothar Albrecht,
Tel. (0201) 55 73 65 oder Mail lalb@gmx.de