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Project A.P.E. (Alternative Primate Evolution) war ein PR-Gag von 20th Century Fox aus dem Jahr 2001 anlässlich des Kinostarts von „Planet der Affen“.
20th Century Fox Filmstudios suchte eine ausgefallene Werbung für die Neuauflage des Kinofilms.
Eine Werbeagentur namens i-traffic hatte die Idee, das neue Reality-Spiel Geocaching für die Werbung zu nutzen.
So erhielt der Mitbegründer von Geocaching, Jeremy Irish, aus heiterem Himmel eine E-Mail der Werbefirma mit dem Vorschlag, gemeinsam eine Werbekampagne für den “bevorstehenden Kinostart“ zu machen.
2001 steckte Geocaching noch in den Kinderschuhen, war gerade ein Jahr alt geworden.
Die neue Firma Groundspeak hatte großes Interesse, Geocaching bekannt zu machen. So entstand ein gemeinsames Projekt.
20th Century Fox erfand eine weitere Geschichte neben dem „Planet der Affen“, die davon handelte, dass Menschen die Artefakte des Films auf der ganzen Welt an geheimen Stellen verteilt haben. Dies waren Original-Requisiten aus dem Film, die in sehr große Geocaching-Ammoboxen gesteckt wurden.
Zwischen Mai und August 2001 wurden Woche für Woche über einen projectAPE-Account 14 Project-APE-Caches, für die eine eigene Geocaching-Kategorie mit eigenem Icon geschaffen wurde, in großen Munitionskisten in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Australien an Orten versteckt, die 20th Century Fox ausgewählt hatte.
Vor dem Publish gab es noch Tipps zur Lage des Caches. Die Tipps wurden immer genauer, bis es zum Publish kam.
So erschienen nacheinander: „Mission 1: Devil's Spoon“, „Mission 2: Club Suave“, „Mission 3: Grahm's Link“, „Mission 4: Southern Bowl“, „Mission 5: Fork in the Canyon“, „Mission 6: Asian Arms“, „Mission 7: Crab Creek“, „Mission 8: Wattle’s Edge“, „Mission 9: Tunnel of Light“, „Special Mission: PLANET OF THE APES Premiere!“, „Mission 10a: River Bearer“, „Mission 10b: Meridian Snake“, „Mission 11: Tallow's Sand“, „Mission 12: Blind Canal“.
Die Regelung zwischen Groundspeak und 20th Century Fox sah vor, dass gemuggelte Caches nicht mehr ersetzt werden.
Tatsächlich war das Interesse an diesen besonderen Caches (vor allem wohl wegen der Originalartefakte) sehr groß, und recht schnell waren die ersten der 14 Caches gemuggelt.
Im Herbst 2003 existierten noch vier der ehemals 14 A.P.E.-Caches und übten durch ihre Seltenheit eine besondere Anziehungskraft auf manchen Cacher aus.
So trug z. B. der Cacher Genius Loci im Logbuch des Caches „Mission 12: Blind Canal“ im Herbst 2003 folgende Zeilen ein:
„Als ich vorschlug, dass wir speziell für die Suche nach diesem Cache in den Süden fahren sollten, gab es keine Begeisterung.
Nun, es stimmt, dass dieser Cache ziemlich weit weg von unserem ausgetretenen Pfad ist, aber ich hatte einen besonderen Grund, dorthin zu gehen. Denn wie oft hat man schon die Gelegenheit, den wohl seltensten aller Cachetypen zu finden - den legendären Cache vom Typ 'PROJECT A.P.E.'!
Ich gebe zu, dass ich zum Teil von demselben Drang getrieben wurde, der diese verrückten Naturforscher Tausende von Kilometern durch Amazonien treibt, auf der Suche nach seltenen Tieren, die morgen schon ausgestorben sein könnten.
Ist es nicht dasselbe mit diesem Cache? Wer hat heutzutage überhaupt noch etwas von "Project A.P.E." gehört?
Also habe ich die Jungs so lange genervt, bis sie nachgegeben haben, weil ich unbedingt einen völlig ungewöhnlichen Cache finden wollte.“
Zum 5. Jahrestag des A.P.E.-Projektes stellte der seit Januar 2004 aktive Geocacher Semper Questio aus Texas im März 2006 im Geocaching-Forum sein "Projekt A.P.E. Gedenk-Geocoin" vor. Er hatte zusammen mit seinem Bruder Shop99er, der zu jener Zeit bereits mindestens eine eigene Geocoin gestaltet hatte, im August 2005 den A.P.E.-Cache "Mission 9: Tunnel of Light" als seinen 300. Fund geloggt.
Verschiedene Gründe führten dazu, dass erst ab Mitte Juni Bestellungen auf einer eigenen Bestellseite für die geplante "Projekt A.P.E. Gedenk-Geocoin" aufgegeben werden konnten.
Am 23. Juli hatte Semper Questio die fertigen Geocoins, gefertigt von CoinsAndPins, endlich in Händen und begann mit der Vorbereitung des Versendens der Bestellungen.
Die Nickel-Ausgabe RE700 war für alle erhältlich, jedoch auf 10 Stück pro Geocaching.com-Mitglied beschränkt.
Die Gold-Ausgabe LE300 war ausschließlich für verifizierte Finder von mindestens einem Project-A.P.E.-Cache erhältlich und auf eine Münze pro Finder begrenzt.
Die 51 x 31 x 4 mm große Geocoin in Form einer Kinokarte zeigt auf blauem Untergrund eine Weltkarte. Kleine rote Punkte markieren Standorte archivierter Project-A.P.E.-Geocaches, die grünen Juwelen hingegen Orte, an denen Project-A.P.E.-Geocaches zum Zeitpunkt der Prägung der Geocoin aktiv waren.
Unter der Karte steht in großen, rotgefüllten Lettern MISSION: ACCOMPLISHED.
Diese Aussage der Missionserfüllung gilt seit dem 16. August 2022 auch für uns, denn an diesem Tag starteten wir zusammen mit Silacre, einem französischen Cacherfreund, unser Abenteuer "Tunnel of Light" und beendeten es erfolgreich.
Die Rückseite zeigt das „Crazy Ape“-Logo, das auf den Seiten und Behältern der Project-A.P.E.-Caches verwendet wurde.
Zu lesen ist in rot ADMIT 1 und in grün PROJECT A.P.E, darunter die Trackinginformationen.
Das Icon für die Geocoin gestaltete der Geocacher, Coinsammler, Geocoin- und Icongestalter YemonYime.
Dank meines inzwischen langjährigen Geocoinfreundes Oleg aka obarshay, der diese trotz recht hoher Auflage von 1000 Stück so seltene Geocoin mit mir tauschte, kann ihre Geschichte hier vorgestellt werden. Dafür nochmals vielen Dank!
Vielen Dank auch an DinkinFlicka392 aka Aaron, der diesen Tausch erst ermöglichte.
Die Geocoin war auch Anlass, die Geschichte des "Project A.P.E." zu recherchieren und im Internet verfügbar zu machen.