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Initial Point Geocoin

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Released:
Thursday, 24 September 2020
Origin:
Brandenburg, Germany
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Die Originalcoin bleibt in unserer Sammlung.

About This Item

Initial Point Geocoin

Im März 2003 begann Glen aus Salina im Bundesstaat Kansas mit dem Geocachen und legte sich den Nicknamen Rattlingcrew zu. Besonders interessieren ihn historische Orte, alte Gehöfte, einzigartige geologische Orte und ungewöhnliche Benchmarks, auch Geocoins und Travelbugs.

Was lag also näher, als diese Vorlieben zu kombinieren. So entstand bei ihm die Idee der Gestaltung einer Benchmark-Geocoin. Das Ergebnis hatte Rattlingcrew dann Anfang Juli 2006 in Händen, aktivierte am 08. Juli die erste 50 mm große "Geodetic Center Geocoin" und legte sie im Redrock Canyon ab.
Wenige Tage später informierte er im Geocaching-Forum die Community über seine neue Benchmarkcoin, die mit ihr verbundenen Fakten und die Meades Ranch Triangulation Station.

Soweit ist das vielleicht gar nicht so ungewöhnlich, doch wurde es für mich spannend mit einer entdeckten Mitteilung im Geocaching-Forum, die dort nur 6 Wochen später erschien.
Rattlingcrew veröffentlichte Fotos seiner hier gezeigten zweiten, 75 x 5 mm großen und 130 g schweren Benchmark-Geocoin und die mit ihr verbundenen Geschichte zur Landvermessung.

Mit dem Kansas-Nebraska Act wurde 1854 in den USA ein Gesetz beschlossen, welches Regelungen zur Teilung der durch den Kauf von der französischen Regierung erworbenen Kolonie Louisiana in zwei Territorien traf, wobei Nebraska im Norden und Kansas im Süden liegen sollte. Der 40. nördliche Breitengrad wurde als Basisgrenze zwischen den Territorien ausgewählt. Bis zu dieser Zeit war alles westlich vom Missouri offenes Gebiet, keine Landbesitzer, keine Gesetze, nichts, was der Zivilisation im entferntesten ähnelte.

Bevor die Ebenen besiedelt werden konnten, musste als Grundlage für die Festlegung z. B. von Grundeigentum ein Vermessungssystem eingerichtet werden. Dazu galt es, zuerst einen Referenzpunkt oder Anfangspunkt zu fixieren. Dieser Punkt wurde am 11. Juni 1855 von den US-amerikanischen Vermessungsingenieuren Charles A. Manners und Joseph Ledlie mit einem 640 Pfund schweren Gusseisenmarker auf einer Klippe mit Blick auf den Missouri River festgelegt und liegt in der Nähe der heutigen Stadt Mahaska in der nordöstlichen Ecke von Kansas.

Von diesem Punkt aus vermaßen die Landvermesser 1855 und 1856 eine Strecke von 108 Meilen entlang des 40. nördlichen Breitengrads in Richtung Westen. Das war eine sehr harte und gefährliche Arbeit, denn die Bedingungen in der unwirtlichen Prärie waren sehr schwierig. Sowohl schlechtes Wetter als auch die dort lebenden Ureinwohner, mit denen sie mehrere Gefechte hatten, behinderten ihr Vorankommen.
Nach 60 Meilen setzten sie einen besonderen Vermessungspunkt, The 1st Guide Meridian East monument.
Es folgten weitere 48 Meilen Vermessungsarbeit. Genau am Ende der 108-Meilen-Basislinie wurde ein dort nicht heimischer roter Sandstein in der Mitte eines Wagenrades vergraben. Dieser rote Sandstein markierte den Ausgangspunkt für die Vermessung von Kansas, Nebraska, Teilen von South Dakota, Colorado und Wyoming.

Warum 108 Meilen? Ein Vermesser kann eine Linie neun Meilen lang vermessen, bevor er sphärische Geometrie und Trigonometrie verwenden muss, um die Erdkrümmung zu korrigieren. Nach neun Meilen konnten die Vermesser anhalten und Korrekturen mittels astronomischer Beobachtungen vornehmen und dann fortfahren. Die Zahl 108 ist durch neun teilbar, so also wurde diese Länge gewählt.

Alle nach 1856 erfolgten Grundbesitz- und sonstigen Vermessungen beziehen sich auf diesen Initial Point, den vergrabenen roten Sandstein.

130 Jahre später wollten Vermessungsingenieure den Initial Point wiederfinden und entdeckten ihn am 11. Juni 1987 genau dort, wo er sein sollte. Nur lag er mitten auf einem zweispurigen Feldweg mit sehr wenig Schotter.
Nachdem sie den Initial Point wiederhergestellt hatten, wurde er mit einer Benchmarkscheibe markiert. Zum Schutz wurde eine rund 7 m große quadratische Betonplatte um den Stein gegossen, in die mittig ein großes Metallrohr mit einem Schachtdeckel eingesetzt wurde, um weiterhin Zugang zum Initial Point zu haben.
Das umgebende Gelände wurde denkmalgerecht gestaltet.

Die Initial Point Geocoin ist auf der Vorderseite ein Duplikat des Schachtdeckels.
Umlaufend stehen die Namen der Bundesstaaten Nebraska im Norden, Kansas im Süden und die Daten des Setzens des Initial Points links bzw. Wiederfindens rechts. 6TH P. M. steht für den 6. Haupt-Meridian und 40. N. Lat. für das Offensichtliche.
Es gibt einige Kuriositäten auf dem Schachtdeckel, die ebenso auf der Front der Geocoin zu sehen sind. Anstatt einen W-Buchstaben für West zu verwenden, wurde ein umgedrehtes M gewählt. Die Abdeckung hat eine Vertiefung zum Heraushebeln aus dem Rohr und ein Ausrichtungsloch. Beides ist auch bei der Geocoin zu finden.

Die Rückseite der Coin ist geteilt. In der oberen Hälfte ist die bereits beschriebene Geschichte festgehalten. Um den Text gut lesen zu können, musste die Coin auch so groß werden.
Die untere Coinrückseite soll den roten Sandsteinfels darstellen, in den ein Duplikat der originalen Benchmarkscheibe eingesetzt ist. Auch hier sind einige Besonderheiten festgehalten worden. So wurde die Nummer 1 für den Buchstaben I verwendet und das Wort Initial ist auf der Benchmark mit INITAL falsch geschrieben.
Auch wurde die Benchmark zweimal in der Mitte gestanzt und die Marke offensichtlich einmal verfehlt.
Die Coin zeigt unter der Benchmark nur den Westkoordinatenteil, da für die Nordkoordinate der gesunde Menschenverstand gelten sollte.

Gemünzt wurden insgesamt 700 Geocoins. In einer ersten Auflage mit 500 Geocoins erschienen 4 Editionen in Black Nickel (150 Stück), Antik Messing (150 Stück), 100 Coins in Glänzend Kupfer und 100 in Antik Kupfer.
Später muss es in einer zweiten Auflage mit 200 Coins eine XLE30 Antik Silber-Edition gegeben haben.

Die Geschichte dieser besonderen Benchmark-Geocoin ist sicherlich recht ungewöhnlich und kann nun dank Tante Tilly hier im Oderland erzählt werden.

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