
Backes-Rallye: Rauterkusen

Das kleine Dorf
Rauterkusen gehört zu Attendorn und wird 1447 erstmals
erwähnt. Es gehörte früher zum Freiherrn von Fürstenberg und zählt
zurzeit 31 Einwohner. Dort endet auch die befestigte Straße und man
kann mit dem Auto offiziell nicht weiter fahren. Das Backhaus wurde
erst 1995 erbaut und war früher eine kleine Scheune. Die Idee aus
dieser alten verfallenen Scheune ein Backhaus zu bauen wurde
durch die ortsansässigen Osterfeuervereine angestoßen. Ich möchte
an dieser Stelle einmal über solch einen Verein berichten und zwar
über den Osterfeuerverein Holzweg. Dieser Ort
befindet sich ca. 1.5 km östlich von Rauterkusen:
Eine Abordnung des
Vereins hat jedes Jahr die Aufgabe, den schönsten und längsten Baum
für das Osterkreuz auszusuchen. Nachdem die Wahl getroffen ist,
gehen die Poskebrüder am Gründonnerstag in den Wald und holen die
Fichte für das Osterkreuz. Jedes Mal kostet es viel Mühe, den Baum
zur Feuerstelle zu bringen. Daher ist eine feuchtfröhliche
Pause fällig, sobald der Baum an der Feuerstelle liegt. Leiter der
Aktion ist der Poskevatter
.Am
Ostersonntag ziehen gegen 20.00 Uhr Eltern und Kinder zur
Feuerstelle, und die Kinder stimmen alle Besucher durch ihr
Fackelschwenken auf das Osterfeuer ein. Die Fackeln werden in den
Wochen vor Ostern von der aktiven “Rentnerband” aus
dünnen Baumstämmen hergestellt. An dieser Stelle sei dafür herzlich
gedankt
.Um 21.00
Uhr ist es dann soweit. Wenn das Kreuz auf der Spitze des
Sauerländer Domes leuchtet (Kirche in Attendorn), zündet der
Poskevatter mit einer Fackel das Osterfeuer an. Anschließend werfen
auch die Kinder ihre Fackeln auf das Feuer. Die Gemeinde singt zu
den auflodernden Flammen “Großer Gott wir loben
dich”
.Noch
bevor das Feuer abgebrannt und das Osterfest vorbei ist, beginnen
die Vorbereitungen für das nächste Osterfeuer. Im Zeitalter
moderner Erntemaschinen gibt es kein Langstroh mehr, um die Fichte
mit Stroh zu umwickeln. Seit 1980 stellt Familie Berg-Meier
aus Rauterkusen ein Feld zur Verfügung, auf dem der OHV Roggen
aussät. Nach alter Tradition wird am Ostersonntag nach dem Hochamt
das Feld "gepälmt", damit es eine gute Ernte bringt. Dabei werden
an jeder Feldecke gesegnete Palmzweige gekreuzt in die Erde
gesteckt, bei jedem Palmkreuz wird ein Vaterunser gebetet.
In die
Mitte des Feldes wird eine halbe Eierschale mit Weihwasser
gestellt. In der Erntezeit im August wird der Roggen, wie in
früheren Zeiten mit mehreren Sensen von Hand gemäht. Die Sensen
werden vorher kräftig gedängelt und gewettet. Das gemähte Getreide
wird mit der Hand ausgenommen, zusammengebunden und in Form von
Husten auf dem Feld zum Trockenen aufgestellt. Nach einigen Tagen
wird das Getreide eingefahren und auf einer alten Dreschmaschine
gedroschen. Das hierbei gewonnen Langstroh wird in einer trockenen
Scheune bis Ostern gelagert und dann zum Umwickeln des Osterkreuzes
verwendet
Quelle:
Osterfeuerverein Holzweg
Mit der Zeit stellte sich die
Frage, wohin mit den beim Dreschen gewonnen Roggenkörnern? Es
wurden jetzt Vorschläge eingebracht, die vom Kornbrennen bis zum
Brotbacken reichten!
Die Familie Berg-Meier
setzte sich durch, Ihnen gehörte schließlich das Feld, aber wo
backen? Auf Initiative von Willi Meyer, mit dessen
tatkräftiger Hilfe und auch mit Hilfe der Poskebrüder
Holzweg, wurde dann eine alte kleine Scheune zu einem Backhaus
umgebaut. Im Jahre 1995 war es dann soweit, in dem Backhaus
konnte das erste Brot gebacken werden!
Der Teig wird selbst
hergestellt und mit einer uralten Teig-Knetmaschine bearbeitet.
Gebacken wird ein Roggen-Mischbrot bestehend aus 80% Roggen und 20%
Weißenmehl. Aber nicht nur Brot sondern auch Spanferkel und andere
leckere Fleischgerichte werden in dem Backofen zubereitet! Ob sich
die Verfechter des „Kornbrennens“ voll geschlagen
gaben, wird nicht diskutiert.

Das Backhaus befindet sich
also in privater Hand und es gibt auch keinen so genannten
Backplan. Gebacken wird nach Gutdünken des Besitzers und natürlich
bei einem Backesfest was durch den Osterfeuerverein Holzweg
veranstaltet wird.
Nun zur Aufgabe: seht
Euch in der Nähe des Backes um nach Dreiecken, Quadraten und
Kreisen und ordnet wie folgt zu:
(Achtung: nur 1 Kombination führt zum Ziel!!)
A= Zahl im
Dreieck B= Quersumme der Zahl im
Quadrat C= Summe der Zahlen im Kreis und
daraus die Quersumme
Den Cache sucht bei folgenden
Koordinaten:
N 51° (2
* C). (A + B) (2 * B - 2) ( A * C -
C) E 7° 53. (C/2) A (A + C +
1)
Achtung: das Versteck und damit auch die Formel
wurden geändert. Aus dem Mikro ist ein Small geworden. Aus
gegebenem Anlass an alle zukünftigen Cacher die Bitte: nehmt
keine Dorbewohner mit auf die Cachesuche, sonst wird dieses
Versteck wieder "verbrannt"!! Alle, die den Cache am alten Ort
schon gefunden haben, können wenn sie möchten das neue Versteckt
erneut loggen.
Noch vor wenigen Jahrzehnten war das
Brotbacken bei der ländlichen Bevölkerung ein Teil der weitgehenden
Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln. Jedes Dorf hatte seinen
"Backes" (Backhaus), manchmal auch mehrere. Hier wurde dann,
meist in Gemeinschaftsleistung, Brot nach Holzofenart aber auch
Kuchen gebacken. Viele dieser liebenswerten Häuschen sind bis heute
erhalten geblieben, stehen bisweilen unter Denkmalschutz. Andere
wurden abgerissen, manche zerfielen oder wurden in Initiativen
wieder hergerichtet und dienen heute vielfältigen
gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Wir, die "Waldschrate", möchten hiermit
eine Backes-Initiative anstoßen. Wer sich daran beteiligt,
übernehme bitte diesen Text in seine Cachebeschreibung und wähle
eine einheitliche Cachebezeichnung zu dieser
Serie .....Backes-Rallye: Ortsangabe. Welche
Cacheaufgaben ihr plant, ist euch überlassen.Ein Foto und ein
kurzer Text ist Pflicht Gerne etwas über die Geschichte,
Anekdoten, Mundartliches ...Rezepte!!! Benachrichtigt uns, wenn
ihr in unsere Bookmarkliste aufgenommen werden wollt.